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Interview mit Anja Kling

Interview mit Anja Kling

4 Polizisten, 2 Frauen, 2 Männer. In der neuen Krimireihe “Das Quartett” ermittelt das Team mit neuer Technik und pflegt doch das traditionelle Miteinander. Ein Erfolgsmodell? Ein Gespräch mit Anja Kling

“Wie eine kleine Familie”

Sie sind jetzt in “Das Quartett” zu sehen. Was ist das Besondere an diesem ganz neuen Krimi?

Anja Kling: Das Besondere ist sicher, dass wir mit modernster Technik arbeiten. Der Tatort wird mit einer speziellen Kamera fotografiert, und die Kommissare haben später die Möglichkeit, mithilfe einer virtuellen Brille noch einmal diesen Tatort zu besichtigen. Das gibt’s wirklich, ist nicht ausgedacht.

Bei aller Technik: Irgendwie erinnert vieles an früher. Der Film ist geradezu altmodisch.

Anja Kling: Genau, und das mag ich. Bei der Krimiflut im Fernsehen fragt sich ja jeder, wie man sich von den anderen abheben kann. Und ich finde es ganz schön, dass wir ganz normale Menschen sind.

Es wird auch geraucht, was im Fernsehen selten geworden ist …

Anja Kling: Auch das. Wie gesagt, wir sind Menschen, die sich normal verhalten und sich nicht so in den Vordergrund spielen. Wir vier Kommissare rücken bei jedem neuen Fall zusammen, wie eine kleine Familie, und übernachten, wenn es sein muss, auch mal im Büro. Außerdem haben wir hin und wieder eine etwas altmodische Sprache. Erst fand ich das gewöhnungsbedürftig, mochte es aber dann doch sehr, wenn ich Sätze sagen konnte wie “Hurtig voran, Kollegen”.

Und irgendwie ist es alles andere als glattgebügelt.

Anja Kling: Ganz genau. Und es ist unkonventionell erzählt in der Kamera und in der Regie.

Und am Ende geht’s auf eine Kegelbahn, bei der man die Kegel auch noch selbst aufstellen muss.

Anja Kling: Genau. Ich hoffe, dass das unsere Markenzeichen werden können. Diese Anfangssequenz, in der wir alle, dunkel gekleidet, mit dunklen Taschen, nahezu wortlos in einem Auto gemeinsam zum Tatort fahren. Und natürlich die Schlusssequenz, in der wir immer auf die Kegelbahn gehen werden.

Wenn genug Leute zusehen, wird tatsächlich eine Reihe draus?…

Anja Kling: Richtig. Einen zweiten “Quartett”-Krimi dürfen wir schon mal machen, die Dreharbeiten haben bereits angefangen.

Wir haben Sie im Thriller gesehen, jetzt im Krimi, dabei können Sie auch lustig. Haben den Deutschen Comedypreis gewonnen. Hat Bully Herbig noch nicht angerufen, um mit Ihnen über “Traumschiff Surprise: Periode 2” zu sprechen?

Anja Kling: Nein, hat er nicht. Aber wenn er mich fragt, ich bin dabei. Sofort.

| Andreas Herden | 10. Oktober 2019