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Interview mit Cornelia Froboess

Interview mit Cornelia Froboess

"Ich rede mit meinen Pflanzen"

Cornelia Froboess liebt ihren Garten. Die Rolle der Frau Holle im ZDF-“Herzkino”-Märchen “Frau Holles Garten” (Sonntag, 8.12., 20:15 Uhr) kam ihr gerade recht. Ein Gespräch über grüne Daumen, Peter Kraus und einen Hit von gestern.

Im Film “Frau Holles Garten” gibt es viele Anspielungen auf das Märchen. Unter anderem lesen Sie einem Kind daraus vor. Wurde Ihnen früher “Frau Holle” vorgelesen?

Cornelia Froboess: Ich kann mich gar nicht erinnern. Irgendwie hat mir meine Mutter keine Märchen vorgelesen. Ich habe ja schon als Kind so viel gesungen und hatte da mit anderen Texten zu tun.

Sie sagen im Film der jungen Botanikerin Mia, “bleib auf Deinem Weg”. Wer hat Sie auf Ihrem Weg begleitet, war ihr geistiger Mentor? 

Cornelia Froboess: Das waren immer ältere Herren. Gustav Knuth hat zum Beispiel gesagt, du bist so begabt, du musst auf die Schauspielschule. Eine ganz wichtige Bekanntschaft war auch der Wiener Kritiker Hans Weigel, der mir zu einer Ensemble-Anstellung im Theater geraten hat.

Haben Sie in ihrem Leben alles richtig gemacht oder bereuen Sie das ein oder andere? 

Cornelia Froboess: Ach, ein befreundeter Arzt hat mal zu mir gesagt, ich solle immer nach vorne schauen. Was war, war. Insofern hänge ich keiner Sache nach. Ich wüsste aber jetzt auch gar nicht, ob ich mal Blödsinn gemacht habe.

Ein grünes Paradies

Haben Sie selbst einen grünen Daumen? 

Cornelia Froboess: Ja! Ich bin sehr oft im Garten. Ich glaube, ich komme mit meinen Pflanzen gut zurecht. Ich rede auch mit denen 

… Und die Pflanzen mit Ihnen … 

Cornelia Froboess: … und die Pflanzen mit mir. Klar. Im Sommer ist es toll, morgens um sechs zu sprengen. Mutterseelenallein. Keiner stört mich oder stellt Fragen … Dann ist mein Schäferhund dabei, und meine Gänse schnattern. 

Also, ein kleines, grünes Paradies zu Hause? 

Cornelia Froboess: Kann man so sagen, ja. 

Im Film haben Sie das ja auch. Ihren kleinen Laden mitten im Botanischen Garten. 

Cornelia Froboess: Ja, ich stand in dem Botanischen Garten und hatte das Gefühl, das ist meiner. Und aus meinem kleinen Souvenirladen wollte ich gar nicht mehr raus. Das war meine Welt. 

Cornelia Froboess und Andreas Herden

rtv-Redakteur Andreas Herden hat Cornelia Froboess in München getroffen

Wenn man auf eine so lange Karriere blicken kann, wie Sie, was raten Sie so jungen Kolleginnen wie Klara Deutschmann (auf dem Foto ganz oben rechts), die die Mia spielt? 

Cornelia Froboess: Ach, die macht doch alles richtig. Aber sie sollte nie vergessen, auch immer mal wieder Theater zu spielen.

Haben Sie eigentlich noch Kontakt zu Peter Kraus?

Cornelia Froboess: Ja. Wir sind sehr befreundet. Eine Herzensfreundschaft, er ist immer “mein großer Bruder” gewesen.

Wann haben Sie zuletzt “Pack die Badehose ein” gesungen? 

Cornelia Froboess: Im September erst. Ich war in Bad Lauchstädt, nach einer Lesung kam ein Leierkastenmann, wollte mir etwas vorspielen. Dann haben wir gemeinsam “Pack die Badehose ein” gesungen.

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| Andreas Herden | 5. Dezember 2019