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Interview mit Florian König zum “Doppelpass”

Interview mit Florian König zum “Doppelpass”

Der “Doppelpass” hat ein neues Gesicht: Florian König moderiert künftig den Kult-Talk auf Sport1. Ein Interview mit dem Schwaben.

"Der Doppelpass ist der relevanteste Fußballtalk"

Herr König, was bedeutet es Ihnen, den Doppelpass übernehmen zu dürfen?

Florian König: Das ist eine große Ehre für mich, weil ich die Sendung selbst seit über zwei Jahrzehnten intensiv verfolge. Ich habe den Doppelpass immer live gesehen, wenn ich konnte, und halte ihn für den relevantesten Fußballtalk in Deutschland. Daher freue ich mich sehr, als neuer Gastgeber mitten im deutschen Fußballgeschehen zu sein, sozusagen im Auge des Orkans.

Was sind Ihre frühesten Erinnerungen an den Doppelpass?

Florian König: Es gibt viele Erinnerungen an die Anfangszeiten, an Rudi Brückner und Udo Lattek, das war ein kongeniales Duo. Udo hat tolle Sprüche rausgehauen und Rudi hat mit seiner Art zu fragen, auch provokant zu fragen, Leute aus ihrer Deckung rausgeholt. Das fand ich immer sehr stimmungsvoll.

Sie waren schon mehrmals als Gast im Doppelpass. Wie war das für Sie?

Florian König: Als ich das erste Mal zu Gast war, war ich sehr aufgeregt, weil man sich auch zu kritischen Themen äußern darf und das Ganze zudem beobachtet wird. Ich fand es von der Atmosphäre her aber unglaublich angenehm. Ich habe damals noch geraucht und bin in den Werbepausen immer mit Jörg Wontorra vor die Tür vom Hilton und habe eine gequarzt. So hat sich meine Nervosität zum Glück schnell abgebaut. Und dann fühlte ich mich da sehr zu Hause.

Haben Sie sich mit Ihrem Vorgänger Thomas Helmer schon ausgetauscht?

Florian König: Ja, wir haben einen guten Draht. Thomas ist einer der angenehmsten Menschen, die ich in der Szene kenne. Unglaublich freundlich und sympathisch. Wir haben schnell, nachdem alles klar war, länger telefoniert, und er hat mir viele Dinge aus seinen Erfahrungen mitgegeben. Und ich werde sicherlich das ein oder andere Mal noch mit ihm sprechen und seine Einschätzung einholen.

"Ich würde mich freuen, wenn Julian Nagelsmann kommt"

Werden Sie bei Ihrer Doppelpass-Premiere am 8. August etwas nervös sein?

Florian König: Man ist immer ein bisschen nervös, wenn etwas neu ist. Aber nicht aus dem Grund wie am Anfang der Karriere, wo man nicht weiß, ob man es hinkriegt. Es gibt eher so eine positive Anspannung. Ich kann es nur antizipieren, vielleicht stehe ich mit schlotternden Knien im Studio, aber das glaube ich nicht.

Der Doppelpass lebt vor allem auch von interessanten Gästen – gibt es welche, die Sie gerne mal in der Runde hätten?

Florian König: Natürlich denken wir groß. Ich würde mich freuen, wenn der neue Bayern-Trainer Julian Nagelsmann kommen würde. Oder wenn Jogi Löw nach einer gewissen Abklingzeit mal vorbeischaut. Zudem finde ich es gut, wenn wir öfter Frauen als Gäste haben, sowohl Journalistinnen als auch die eine oder andere Fußballspielerin.

Glauben Sie, dass Ihre Bekanntheit durch die Formel 1 eher Fluch oder Segen für die Doppelpass-Moderation ist?

Florian König: Am Anfang wird der ein oder andere schauen, ob der König eher nach Sprit oder nach Rasen riecht. Aber dieses Gefühl, der muss erstmal beweisen, dass er Fußball kann, wird sich schnell verflüchtigen. Ich habe Ende der Achtziger als Fußballreporter bei der ARD in Stuttgart angefangen, sodass meine Wurzeln ganz klar im Fußball liegen. Auch wenn ich oberflächlich betrachtet die letzten Jahre mit der Formel 1 verbunden wurde, ist der Doppelpass eine Rückkehr zu meiner eigentlichen Leidenschaft.

Interview: Natalie Raida

Sendetermine zum Start von “Der STAHLWERK Doppelpass” mit Florian König:

  • ab Sonntag, 8. August 2021, 11:00 Uhr bei Sport1
  • immer sonntags von 11:00 bis 13:30 Uhr
| rtv Redaktion | 27. Juli 2021