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Blattschönheit: Hosta im Schattengarten

Blattschönheit: Hosta im Schattengarten

Vergessen Sie Rosen und Rittersporn im sonnigen Beet! Im Schatten wartet eine Welt voller neuer Farbtöne auf den Gärtner. Denn mit Tausenden von Hosta-Sorten kann er neue Gartenbilder malen.

Unscheinbar ist sie nicht, die Hosta, im Allgemeinen auch als Funkie bezeichnet. Sie punktet zwar weniger mit Knallfarben und spektakulärer Blütenfülle, ist aber dafür ein Muster an Eleganz und als Gartenstaude besonders beständig. Jahrzehnte kann sie an einem Platz verbleiben, ohne zu verkümmern. Und auch im engen Kübel wächst die Blattschmuckpflanze ohne Probleme munter weiter. Wer kann das schon von Rittersporn und anderen Prachtstauden behaupten?

Hosta: Riesige Sortenvielfalt

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Karl Foerster, der deutsche Staudenpapst und Gartenphilosoph, zählte die seit Langem bewährte Blattschmuckstaude im Orchester der Gartenpflanzen zu den Pauken – damit bezeichnete er jene, die mit markanter Gestalt und kraftvoll auftreten und dabei eben etwas füllig und auch laut sind. Genau das trifft auf die Hosta mit ihren üppigen Blatthorsten zu.

Im Einklang mit den Harfen – Gräsern und filigranen Farnen – wird der Staudengarten auch fast ohne Blüten wunderschön. Das wissen viele Gartenfreunde auf der ganzen Welt, und die Pflanzenzüchter haben dafür gesorgt, dass sich der Sammlervirus längst fast rund um den Erdball  – zumindest in den gemäßigten Zonen – verbreitet.

Es gibt Tausende von Sorten, von den winzigen Zwergen der ‘Mouse Ear’-Reihe (manche sind wirklich kaum größer als ein Mäuseöhrchen) über die seit Generationen beliebten Weißrand-Funkien (Hosta fortunei ‘Albomarginata’) und Blaublatt-Funkien (Hosta sieboldiana ‘Elegans’) bis hin zu den Riesen der Gattung wie der Sorte ‘Empress Wu’, deren Blatthorste gut 1,5 Meter hoch werden können.

Auch farblich ist von weiß und gelb gerandeten, gefleckten oder marmorierten, gelben, blau bereiften oder grünen Blättern alles möglich. Zudem kann die Blattform von schmal-lanzettlich bis zu herzförmig oder tellerförmig variieren. Hosta sind eben grenzenlos schön – doch nicht allein des Laubes wegen: Je nach Sorte zeigen sie bis in den Herbst ihre filigranen Blüten, einige duften sogar. Funkien sind zudem extrem kälteresistent und gedeihen auch wunderbar im Topf oder Kübel auf dem Balkon.

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Funkien: Pflegeleichte Schönheiten

Da sie trotz ihrer tropisch anmutenden Üppigkeit winterharte Stauden sind, gedeihen sie auch in Töpfen und Kübeln gut. Wenn das Laub im Herbst abstirbt, können sie trotz strenger Fröste draußen bleiben. Selbst in Extremwintern frieren eher die Töpfe kaputt, als dass die Wurzeln der Hosta absterben. Einige Sorten, besonders die Züchtungen aus der Art Hosta plantaginea, gedeihen auch sehr gut an sonnigen Standorten.

Hosta-Sorten Blatt für Blatt

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June

Die schnell wachsende Hosta gehört zu den wenigen Sorten, die sich in der Sonne wohlfühlen: Je heller sie steht, desto ausgeprägter das Farbspiel ihrer Blätter. ‘June’ wird nicht sehr groß und ist gut für Kübel geeignet.

Night before Christmas

Mit ihren auffälligen Blättern steht diese Hosta gern im Mittelpunkt – sowohl im Beet als auch im Kübel. Sie braucht gut durchlässigen Boden und wächst mittelschnell.

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Fireworks

Eine Hosta mit nicht sehr großen Blättern, die wunderschön gezeichnet sind. Sie gehört zu den kleinwüchsigen Vertretern ihrer Art und wächst im Halbschatten relativ langsam bis zu 35 cm hoch.

Buckshaw Blue

Diese wunderbare Hosta mit ihren blau-grauen Blättern blüht fast weiß. Sie wird mittelgroß und passt mit ihrem ungewöhnlichen Grünton gut zwischen andere Funkien im Schatten.

Sum and Substance

Leuchtend grüne, extrem große, schön strukturierte Blätter sind das Erkennungmerkmal dieser Funkie, die zu den größten Hosta-Sorten gehört. Sie wächst bis zu einem Meter hoch.

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| Land & Leute Redaktion | 20. August 2020