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Blumenerde: Die richtige Basis

Blumenerde: Die richtige Basis

Eine hochwertige Blumenerde ist die Grundlage für gesunde Pflanzen, Blütenfülle und eine reiche Ernte. Wir zeigen Ihnen, welche Blumenerden Sie wann und wo einsetzen müssen, um die besten Ergebnisse zu erreichen.

Auf den Inhalt kommt es an

Im Topfgarten ist gute Blumenerde unentbehrlich. Sie ist die Lebensgrundlage für Sommerblumen, Stauden, Gemüse und Kübelpflanzen. Wir möchten, dass unsere Pflanzenlieblinge üppig blühen, gesundes Laub oder viele Früchte tragen. Blumenerde, häufig auch als Substrat oder Pflanzsubstrat bezeichnet, sollte deswegen ausreichend Nährstoffe beinhalten.

Sie muss Wasser möglichst lange speichern und bei Bedarf wieder abgeben. Bei starkem, langanhaltendem Regen darf das Substrat nicht in sich zusammenfallen, verkleben oder anfangen zu schimmeln. Wählen Sie aus diesen Gründen auf jeden Fall hochwertige, am besten torffreie Erde. Da nicht jede Pflanzenart dieselben Ansprüche an das Substrat stellt, ist die Auswahl an verschiedenen Blumenerden groß.

Rhododendren und andere Moorbeetpflanzen benötigen zum Beispiel eine Erde, deren ph-Wert niedrig ist. Kräuter- und Anzuchterde ist nährstoffarm, was vor allem die mediterranen Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Oregano, Majoran & Co. lieben. Wer mag, kann Blumenerde auch selber herstellen. Am häufigsten benötigt man sie im Frühsommer für die Bepflanzung von Töpfen und Kästen mit Sommerblumen.

Dafür können Sie generell diese Mischung verwenden: 50 Prozent Gartenerde, 40 Prozent reifen Kompost und 10 Prozent Sand. Die Gartenerde sowie den Kompost sollten Sie gut durchsieben, damit alle groben Stücke entfernt werden. Dann werden Erde, Kompost und Sand in einen großen Eimer oder Bottich gefüllt und mit einer Schaufel gut vermengt.

Haltbarkeit & Wiederverwendbarkeit

©Colourbox

Muss ich alte Blumenerde komplett aus Töpfen entfernen?

Sind die Pflanztöpfe relativ klein und haben Sommerblumen darin bereits eine Saison lang “gelebt”, sollten Sie die Erde im nächsten Jahr komplett austauschen. Speziell der Düngervorrat der Erde ist komplett verbraucht. Bei größeren Gefäßen reicht es, wenn etwa ein Drittel des Substrates durch neue Erde ersetzt wird. Das können Sie so zum Beispiel beim Umtopfen von Zitruspflanzen praktizieren.

Kann ich ältere Blumenerde noch verwenden?

Ist die Erde in den ungeöffneten Säcken noch gut feucht, schimmelt nicht und wurde nicht in der prallen Sonne, sondern kühl und trocken gelagert, können Sie das Subrat durchaus noch im Folgejahr zum Pflanzen benutzen.

Zum Schutz der Moore: Torffreie Erde

Moore sind ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen und sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, weil sie Kohlenstoff speichern. Wissenschaftler warnen, dass die Torfvorräte Deutschlands bereits in 50 Jahren verbraucht wären, wenn der Torfabbau in dem jetzigen Tempo beibehalten werden würde.

Für die Herstellung von Blumenerde wird leider auch immer noch Torf abgebaut. Dabei gibt es gute Torf-Ersatzstoffe, mit denen ebenfalls wertvolle Substrate produziert werden können. Kompost, Rindenhumus, Kokosfasern und Holzfasern reichern Blumenerde mit vielen Nährstoffen an.

Achten Sie beim Kauf von Blumenerden auf die Aufschrift “torffrei” oder “ohne Torf”. Weitere Informationen zum Thema “torffrei gärtnern” finden Sie unter: www.nabu.de

Das passende Substrat

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1 Die Anzucht- und Kräutererde von Substral versorgt salzempfindliche Keimlinge und Kräuterpflanzen optimal (www.liebedeinengarten.de)

2 Orchideen benötigen luftdurchlässiges Substrat und vertragen keine normale Blumenerde. Die Neudorff-Orchideenerde ist torffrei und vom NABU empfohlen (www.neudorff.de)

3 Der Blumenerde-Sack von Compo ist leicht zu transportieren und gut wiederverschließbar – ideal für Balkongärtner (www.compo.de)

4 Für farbintensive Blüten und gesundes Laub sorgt die torffreie Spezialerde “Bio Rhodohum”, die sich für Rhododendren, Eriken, Kamelien und andere Moorbeetpflanzen eignet (www.floragard.de)

5 Die BIO-Tomaten- und Gemüseerde von Compo ist torffrei und verspricht durch einen hohen Nährstoffanteil eine reiche Ernte. Wer will, kann den Beutel sogar direkt als Pflanzgefäß (Grow Bag) verwenden (www.compo.de)

6 Mit dieser Bio-Rosenerde von Floragard gärtnern Sie torffrei und somit nachhaltig. Vital-Ton puffert die Nährstoffe und setzt sie nach und nach frei (www.floragard.de)

7 Himbeeren, Erdbeeren, Stachelund Johannisbeeren sowie kleine Obstbäume gedeihen in Töpfen dank der Frux-Spezialerde ganz prima (www.frux.de).

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Land & Leute Redaktion | 8. April 2021