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DIY-Spitzendeko mit Vintage-Charme

DIY-Spitzendeko mit Vintage-Charme

Spitzenbänder schmücken meist Tischdecken und Kleidungsstücke. Doch die schön gemusterten Bordüren können noch mehr: Sie sind perfekt zum schnellen Basteln und Dekorieren!

Spitze sah schon immer reizend aus und hat bei uns eine lange Tradition. Entstanden sind die ersten Spitzenstoffe im 15. Jahrhundert in Norditalien. Über die Zeit hinweg veränderten sich die Techniken, und es entwickelten sich verschiedene Spitzenarten daraus.

Nadel-, Häkel- und Klöppelspitze sind die drei wohl bekanntesten. So unterschiedlich die Namen sind, sie alle haben gemein, dass der Grundstoff auf unterschiedliche Weise durchbrochen ist und dadurch eine Musterung bildet. Seit Ende des 19. Jahrhunderts begeisterte man sich für diese schönen Stoffe und Bordüren im Interieur.

Schön und praktisch

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Tischdeckchen, Fensterdekorationen und Gardinen fanden ihren Einzug in die Häuser, denn Spitze repräsentierte Wohlstand, und sie gefiel. Heute kommt sie auch beim Basteln gern zum Einsatz, weil es so viele Möglichkeiten gibt, mit Spitze Accessoires schöner zu machen. Spitzendeckchen können als Schablone verwendet werden, um die hübschen Muster auf Möbel und Accessoires zu übertragen.

Wer Spitze lieber als Stoff verwendet, der kann unterschiedliche Deckchen zu einem Tischläufer zusammennähen oder ein unifarbenes Kissen damit schmücken. In einen Bilderrahmen gespannt, wird der Stoff zu einem Notizbrett oder Schmuckhalter. Und mit Spitzenbändern und -bordüren kann wirklich fast alles verschönert werden, aber vor allem Blumentöpfe, Windlichter, Kerzenhalter und Vasen. Man kann sie in Stoff- und Bastelläden kaufen. Spitzendeckchen, -stoffe und -blüten findet man auf Flohmärkten oder in Antikshops in großer Auswahl.

Kreativ improvisiert

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Egal ob Übertopf oder Windlichtglas – ein Stück Spitzenborte bringt sofort einen Hauch Romantik ins Spiel. Reststücke von Spitzenbordüre, doppelseitiges Klebeband oder Bastelkleber, ein schlichter Blumentopf und Weckgläser sind die Basis für diese Ideen. Sie können aber auch lackierte Übertöpfe oder alte Gläser nehmen.

Für den Übertopf Spitze und doppelseitiges Klebeband im Maß des oberen Topfumfangs zuschneiden. Klebeband rundum aufkleben, das Deckpapier entfernen und dann die Spitze Stück für Stück daraufkleben. Für die Windlichter ebenfalls den Umfang ausmessen, Spitzenbänder in dem Maß zuschneiden und sie mit ein paar vorsichtig dosierten Tupfern Bastelkleber auf dem Glas befestigen.

DIY-Anleitung: Flaschenkerzenhalter

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Das brauchen Sie: transparente Glasflaschen, Schere, Kerzen, doppelseitiges Klebeband, verschiedene Spitzenbänder (gibt es im Nähshop oder bei www.stoffe.de, www.buttinette.com).

Messen

Nehmen Sie zunächst Maß. Dafür das Klebeband einmal um die Flasche herumlegen und es an gewünschter Stelle abschneiden. Messen Sie nun das Spitzenband ab und schneiden es ebenfalls zu. Beides erst mal beiseitelegen.

Abziehen

Die Flasche von Fettresten und Staub befreien, dann das Klebeband darauf befestigen: Dafür zuerst die eine Schutzfolie entfernen, das Band auf die Flasche legen und andrücken. Nun auch die zweite Schutzfolie entfernen.

Kleben

Jetzt die vorher zugeschnittene Spitze auf das doppelseitige Klebeband legen. Dabei langsam Schritt für Schritt arbeiten und das Band immer wieder fest andrücken. Wer mag, klebt darauf noch ein weiteres Spitzenband.

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| Land & Leute Redaktion | 11. November 2020