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Gartenideen mit Steinen

Gartenideen mit Steinen

Mauern, Wege und Sitzplätze aus Findlingen, Pflastersteinen oder Bodenplatten passen zu jedem Gartenstil und erfreuen mit natürlichem Charme und Langlebigkeit

Lebensraum Natursteinmauer

©Colourbox

Mit Trockenmauern aus Natursteinen, seien es Bruchsteine oder Findlinge, können Sie Höhenunterschiede im Garten abfangen, die Grundstücksgrenze betonen oder Gartenräume voneinander trennen. “In den offenen Fugen finden Asseln, Käfer, Reptilien und auch Amphibien Unterschlupf”, weiß Gartenexpertin Bettina Rehm- Wolters und rät dazu, beim Bau einer niedrigen Trockenmauer unbedingt auf ein stabiles Fundament zu achten.

Eine circa 40 cm tiefe Schotterschicht sollte mindestens eingebaut werden und gut mit der Rüttelplatte oder einem Handstampfer verdichtet werden. Die Mauer muss sich stets leicht gegen den Hang neigen. Bei frei stehenden Mauern errichtet man zwei Steinmauern, die sich zueinander neigen. Der Zwischenraum wird mit einem Gemisch aus magerer Erde und Schotter aufgefüllt. “Arbeiten Sie sich Schicht für Schicht vor. Die unteren Reihen werden mit den größten Steinen bestückt.

Setzen Sie die Steine versetzt auf. Kreuzfugen sollten vermieden werden. Ist eine Reihe fertig, wird der Zwischenraum zur anderen Mauerseite erst einmal mit dem Erde-Schotter-Gemisch aufgefüllt”, erklärt die Diplom-Ingenieurin der Landespflege. Die Mauerkrone und auch einige Fugen können Sie zum Schluss gerne noch mit trockenheitsliebenden Pflanzen wie Hauswurz, Steinbrech oder Fetthennen-Arten bereichern. Wer für eine Mauer keinen Platz hat, kann auch mit Gruppen aus mehreren Steinen im Garten solche neuen Lebensräume erschaffen.

Natursteine: Materialkunde

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Granit und Basalt:

Mit diesen beiden Hartgesteinen können Sie ganz hervorragend kleinteilige Pflasterflächen mit Reihen, Schuppen oder Kreismustern füllen. Mit Kleinpflaster- und Mosaiksteinen werden Zwickel ausgepflastert, die sich bei unregelmäßigen Flächenformen ergeben. Es lassen sich zum Beispiel auch die Ränder von Wegen oder Terrassenflächen damit betonen.

Hell & freundlich:

Terrassen oder breitere Wege können Sie prima mit hellen Sandstein-, Kalkstein- oder Travertinplatten belegen. Speziell die warmen Gelbtöne strahlen mediterranes Flair aus und wirken stets einladend. Als Gartenplatten werden rechteckige Formate angeboten, aber auch unregelmäßig gebrochene Platten, die in einem sehr natürlich wirkenden Polygonalverband zusammengesetzt werden.

Betonstein mit Holz-Optik:

Wem Holz als Bodenbelag im Garten zu pflegeintensiv ist, der findet im Steinbereich gute Alternativen. Es gibt täuschend echt wirkende Betonsteinplatten in Holz-Optik, die sich vielseitig einsetzen lassen: als Terrassenbelag, für Gartenwege oder am Teichufer. Der rustikale Bahnschwellen- Look passt gut in Naturgärten. Die moderne Variante sind Beton- oder Feinsteinzeugplatten mit edler Holz-Optik, die Wohnzimmeratmosphäre auf die Terrasse zaubern.

Im Trend: Steinplatten in XXL-Formaten

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Großformatige Bodenplatten werden im Garten immer häufiger verbaut. Als Terrassenbelag bieten sie den Vorteil, dass die Fläche schön eben ist und nur durch wenige Fugen unterbrochen wird. Auch Wege lassen sich mit XXL-Platten stilvoll und großzügig gestalten.

Wer’s gerne modern mag, kombiniert die großen Platten, egal ob aus Beton- oder Naturstein, mit anderen Materialien: Trittplatten können eine Kiesfläche, wie oben zu sehen, überziehen. Als Terrassenbelag bietet die Kombination aus XXL-Platten und Holzdielen spannende Gestaltungsmöglichkeiten. TIPP: Achten Sie beim Kauf von Natursteinplatten darauf, dass Steinabbau und Herstellung regional erfolgt sind und somit lange umweltbelastende Transportwege vermieden wurden.

Deko-Ideen aus Stein

Liebevoll gestaltete Objekte aus Steinguss zaubern verträumte Märchenatmosphäre in Ihr Gartenreich. Wie wäre es mit einer klassischen Rundbank (www.ardeon.de) oder einem schlummernden Drachen (www.woodsteel.de)? Ebenso schön wirken japanische Steinlaternen wie auf dem Foto.

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Land & Leute Redaktion | 24. Februar 2021