Leben » Grasgeflüster: Rasenpflege im Frühjahr
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Grasgeflüster: Rasenpflege im Frühjahr

Grasgeflüster: Rasenpflege im Frühjahr

Ein schöner Rasen kommt nicht über Nacht. Aber es ist auch keine Hexerei, aus einer Packung Rasensaatgut einen grünen Teppich zu machen. Hier die besten Tipps für den Erfolg!

Startklar für den Rasen

Sind keine Nachtfröste mehr zu erwarten, können Rasenflächen neu eingesät werden, oder es wird bei kleineren Kahlstellen nachgesät. Achten Sie beim Saatgutkauf darauf, dass die Rasenmischung auf den jeweiligen Standort abgestimmt ist. Schattenrasen besteht zum Beispiel aus Sorten, die weniger Sonne benötigen, Spielrasen ist besonders robust und dicht verzweigt.

Für die gleichmäßige Aussaat kann man auch einen Düngewagen verwenden. Ein leichtes Einharken der Samen ist besonders an windigen Standorten wichtig, da Rasensamen sehr leicht ist. Die Keimung erfolgt besonders schnell, wenn durchdringend gewässert wird. Auch in den ersten Wochen ist das wichtig, denn die jungen Pflanzen müssen erst ausreichend Wurzeln bilden. Sparen Sie also nicht mit Wasser, wenn es nicht regnet!

Frühjahrskur für Gräser

Rasengräser brauchen vor allem Licht und Luft. Wo ihnen Moos und Unkraut das Leben schwer machen, muss Hilfe kommen! Das Zauberwort: Vertikutieren. Dabei wird der Rasenfilz zunächst aufgelockert und lästiges Moos aus der Rasennarbe gelöst. So lässt es sich einfach abharken.

Wer seinen Rasen vertikutiert, darf sich nicht erschrecken: Oftmals wird erst nach dem Abharken klar, wie schütter das Wuchsbild bereits war. Aber keine Sorge! Größere Kahlstellen können nachgesät werden, dabei verfährt man wie bei der Rasenneuanlage. Wo das nicht notwendig ist, werden vertikutierte Flächen gedüngt und – sofern kein Regen zu erwarten ist – bewässert.

Denn das Wasser löst die Nährstoffe, und die geschwächten Rasengräser können sich schneller regenerieren, weil sie optimal versorgt sind. Bald ist der Rasen wieder fit und gesund für die neue Saison! Übrigens: Häufiges Mähen macht den Rasenteppich dicht und kräftig.

Kurzgefasst: Tipps für den perfekten Rasen

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… und tschüss!

Wo viel Moos wächst, können Sie den Rasen aufwendig vertikutieren – oder das lose Moos mit einem Fächerbesen aus dem Rasen harken. Dann wird nachgesät und gedüngt. Moos deutet auf mageren Boden und vedichtete, sauerstoffarme Verhältnisse hin. Statt des empfohlenen Kalkens hilft es langfristig, wenn der Boden mit Sand durchlässiger gemacht wird. In schattigen Lagen wird das Moos aber unausweichlich sein. Denn wirklich schattenliebenden Rasen gibt es nicht.

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Flickenteppich ade

Kahle Stellen sind ein Zeichen von Nährstoffmangel – oder auch eine Spätfolge von Schimmelpilzbefall, der sich unter einer lange liegenden winterlichen Schneedecke ausgebreitet hat. Sie müssen im Frühling unbedingt nachgesät werden. Dazu den alten Rasenfilz abtragen und die Stellen mit Sand bestreuen und oberflächlich durchharken. Dann neuen Rasensamen daraufgeben, erneut absanden und leicht einharken. Anschließend immer gut feucht halten.

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Wasser marsch

Für ein sattes Grün sorgt auch die ausreichende Menge Wasser. Da die Sommer mittlerweile durchaus trocken sein können, lohnt die Anschaffung eines intelligenten Bewässerungssystems

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Einen schönen Rasen entstellt nichts

Oder doch? Das A und O eines gepflegten Rasens ist das häufige Mähen. Umso dichter wird er wachsen. Bester Beweis: Der Golfrasen wird nahezu täglich bearbeitet, damit er so kurz und strapazierfähig bleibt.

Glücksklee?

Er ist ein beliebtes Glückssymbol, aber im Rasen mögen wir ihn nicht. Denn mit seinen vielen Ausläufern verdrängt der Weißklee die Rasengräser. Er ist wegen seines Ausbreitungsdranges schwer zu bändigen, daher sollten Sie den Rasen immer gut mit Nährstoffen versorgen, damit die Pflanzen Unkräuter verdrängen. Diese fühlen sich auf mageren Böden nämlich viel wohler als die anspruchsvollen Rasengräser, die man getrost als Hochleistungspflanzen bezeichnen darf.

Weg damit!

Damit Unkraut nicht die Oberhand gewinnt, sollte der Rasen gut gedüngt werden, viele Rasenunkräuter zeigen Magerkeit an. Einzelne Wurzelunkräuter wie Disteln am besten sofort ausstechen

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Rauf damit!

Granulierte Rasendünger versorgen den Hochleistungsrasen mit allem, was er braucht. Damit die Fläche gleichmäßig viel erhält, verwenden Sie am besten einen Streuwagen. Je nach Modell kann man die Dosierung oben mit einer Vorrichtung am Handgriff steuern. Der Streuwagen leistet auch im Winter gute Dienste, denn er verteilt auch Sand und Streusalz zuverlässig.

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| Land & Leute Redaktion | 15. Mai 2020