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Grünpflanzen fürs Raumklima

Grünpflanzen fürs Raumklima

Pflanzen bringen ein Stück lebendige Natur in die Wohnung. Dazu verbessern sie das Raumklima, und manche reinigen sogar die Luft!

Jeden Winter das gleiche Spiel: Die Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus, und das macht sie anfälliger für Erkältungsviren. Da ist guter Rat teuer – und den finden wir, wie so oft, in der Natur:

Zimmerpflanzen verdunsten einen Großteil des aufgenommenen Gießwassers über die Blattoberflächen und steigern damit die Luftfeuchtigkeit. Zusätzlich wandeln die Gewächse tagsüber durch Fotosynthese mithilfe des Chlorophylls, des grünen Blattfarbstoffs in ihren Blättern, Kohlendioxid unter anderem in lebensnotwendigen Sauerstoff um.

Zimmerpflanzen: Die richtige Wahl

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Mit einer größeren Anzahl von Pflanzen, am besten in Gruppen arrangiert, lässt sich ein angenehmes Raumklima erzielen. Es lohnt sich also, sein Glück als Zimmergärtner zu versuchen. Für die richtige Luftfeuchtigkeit sorgen besonders Pflanzen mit großen Blättern, wie Zimmerlinde, Nestfarn, Zyperngras, Ficus oder Aralie.

Doch einige grüne Mitbewohner können noch mehr: Sie reinigen die Luft sogar von Schadstoffen. Grünlilie, Efeu, Fensterblatt, Einblatt, Bogenhanf, Drachenbaum, Kentiapalme und Dieffenbachia sind Experten, wenn es darum geht, Formaldehyd, Benzol, Trichloräthylen und andere Stoffe, die man nicht in der Raumluft haben möchte, abzubauen.

Und wem das noch nicht reicht: Pflanzen sollen glücklich machen und ihr Anblick Stress abbauen – aber das wissen wir wohl alle aus eigener Erfahrung.

Der richtige Standort

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Damit die Pflanzen ihre volle Wirkung entfalten können, brauchen sie den richtigen Standort und eine optimale Versorgung. Nur wenn Licht und Temperatur stimmen und die grünen Schönheiten auch entsprechend mit Nährstoffen versorgt werden, können sie gut gedeihen.

Erkundigen Sie sich beim Kauf nach den Licht- und Wärmeansprüchen der künftigen Zimmergenossen. Das erspart Enttäuschungen und rettet mancher Pflanze das Leben. Passender Dünger sollte vom Frühling bis zum Herbst nach Angaben auf der Verpackung gegeben werden.

Zimmerpflanzen: Artenkunde & Pflege

Der Klassiker: Das Fensterblatt (Monstera) ist eine langlebige Grünpflanze, die bis zu drei Meter hoch werden kann. Die Schadstoffbeseitigerin mag es warm und hell, aber nicht sonnig. Sie möchte eher zu wenig als zu viel gegossen werden und hasst Staunässe.

Die Birkenfeige steht ebenso gern im Halbschatten wie der kleine Bubikopf. Er benötigt mehr Wasser als das Bäumchen, das den Formaldehydgehalt in der Raumluft effektiv senken kann.

Der Goldtüpfelfarn ist raum- einnehmend, will hell, aber keinesfalls sonnig stehen, und schätzt Luftfeuchtigkeit sehr.

Glücksbaum: Das Dickblattgewächs ist ideal für Treppenhäuser, weil es Heizungsluft nicht mag. Mäßig gießen.

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Wenn die Klivie (Foto) blüht, gehört sie definitiv zu den glücklich machenden Zimmerpflanzen. Dafür braucht sie Licht und will gleichmäßig feucht gehalten werden.

Zimmeraralie, Grünlilie und Efeu sind pflegeleichte Luftverbesserer und -befeuchter.

Die Gardenie (Titelfoto) will stets hell stehen und mit kalkarmem, zimmerwarmem Wasser versorgt werden. Ihr Duft soll den Schlaf fördern, Angst und Stress abbauen.

Der Zimmerbambus liebt es hell, sein Substrat soll gleichmäßig feucht gehalten werden und nie austrocknen. Mit seinem üppigen Laub ist er ein guter Luftbefeuchter.

Alleskönnerin Aloe Vera

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Wussten Sie, dass die exotische Heilpflanze zu den wenigen Gewächsen gehört, die nachts Sauerstoff produzieren und die deshalb eine ideale Schlafzimmerpflanze ist? Bekannt ist die Aloe Vera für ihre heilenden Kräfte. Bei Verbrennungen oder Sonnenbrand soll der Saft aus ihren dickfleischigen Blättern Wunder wirken.

Die bleiben allerdings nur so ansehnlich, wenn sie viel Sonne bekommen. Denn eigentlich stammt die Pflanze aus den Tropen. Sie fühlt sich im Sommer draußen wohl, verträgt aber keinen Frost. Deshalb rechtzeitig ins Haus holen und an einen hellen, nicht zu warmen Platz stellen. Im Winter nur selten gießen, etwa alle vier bis sechs Wochen, im Sommer etwas häufiger. Dafür am besten ab und zu Wasser in den Topfuntersetzer geben.

Unbedingt darauf achten, dass in der Rosette kein Wasser steht. Dann könnten die Blätter abfaulen. Mit Kakteendünger versorgen. Sollen die Blätter genutzt werden, nur die ältesten äußeren vorsichtig und einzeln ernten, damit die Wunde verheilen kann. Immer mehrere Blätter stehen lassen, bis wieder genug aus dem Inneren nachgewachsen sind.

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Land & Leute Redaktion | 2. März 2021