Leben » Hecken: Sichtschutz & Lebensraum
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Hecken: Sichtschutz & Lebensraum

Hecken: Sichtschutz & Lebensraum

Im Garten gibt es für fast jede Gelegenheit die richtige Hecke: Als lebendiger Sichtschutz hält sie fremde Blicke fern, in niedriger Variante gibt der Alleskönner Beeten einen hübschen Rahmen, und aus gemischten Blütenbüschen gepflanzt, ist sie nicht nur dekorativ, sondern auch Lebensraum für Insekten und Vögel.

Hecken können den Garten in einen abgeschirmten, gemütlichen Wohlfühlraum verwandeln. Hohe Formhecken halten fremde Blick schon an der Grundstücksgrenze fern. Wer den Sichtschutz rund ums Jahr aufrechterhalten möchte, der wählt dafür Immergrüne.

Lebensbaum und Scheinzypressen sind dafür geeignet, können aber etwas langweilig und einfallslos wirken. Dekorative Alternativen für den Sichtschutz sind Eibe, Liguster oder Rotbuchen. Eiben können Sie problemlos immer wieder gut in Form bringen und, wenn nötig, sehr stark zurückschneiden. Die Nadelbäume treiben auch aus altem Holz immer wieder aus.

Liguster (Ligustrum vulgare ‘Atrovirens’) trägt kleines, zierliches Laub, das man als wintergrün bezeichnet. Das bedeutet, dass das Laub im Winter am Strauch bleibt und erst im Frühjahr, wenn sich neue Blätter bilden, zum Teil abgeworfen wird.

Rotbuchen (Fagus sylvatica) dagegen haben Laubblätter, die im Herbst zwar vertrocknen, aber trotzdem am Strauch haften bleiben. Die Hecke wandelt sich im Herbst und Winter dann von einer dunkelgrünen in eine rostbraune Wand. Sie bietet immer noch Sichtschutz und bringt zusätzlich etwas Farbe in den winterlichen Garten.

Grüner Rahmen für Beete

©Colourbox/Irina & Eugene Moskalev

Der Buchsbaum, die klassische Pflanze für niedrige Einfassungshecken, hat derzeit ein hartes Leben. Häufig verursacht ein Pilzbefall Triebsterben, oder die gefräßigen Raupen des Buchsbaumzünslers machen ihm zu schaffen. Als recht pilzresistent erweisen sich die Sorten des Buxus microphylla, z.B. ‘Herrenhausen’ oder ‘Faulkner’.

Wer jedoch Buchsalternativen sucht, wird ebenfalls fündig: Mit der Eibensorte ‘Renkes Kleiner Grüner’, der Rhododendronsorte ‘Bloombux’ oder einer Japanische Stechpalme (Ilex crenata ‘Dark Green’ oder ‘Convexa’) können Sie Beete, Sitzplätze oder Wege ebenfalls prima einrahmen.

Mehr Farbe, bitte!

©Colourbox/Kristian Kirk Mailand/Maimento

Auch aus Blütensträuchern lässt sich eine insektenfreundliche Hecke anlegen, die hübsch anzusehen ist. Hortensie, Fingerund Spierstrauch, Rhododendron oder Kleinstrauchrosen bilden, in Reihe gepflanzt, attraktive ein bis zwei Meter hohe Hecken.

Wer mehr Platz zur Verfügung hat, kann auch größere Blütensträucher in frei wachsenden, gemischten Hecken verwenden. Der Pflanzstreifen dafür sollte zwei bis vier Meter breit sein, damit Weigelie, Flieder, Kornelkirsche, Felsenbirne & Co. sich richtig entfalten können

So pflegen Sie Ihre Formhecke

©Colourbox/anneleven.com

In Form bringen Schnitthecken sollten zweimal im Jahr gekappt werden. Das erste Mal Ende Juni, um den Johannistag (24. Juni) herum, und noch einmal im Spätwinter (bis Mitte Februar).

Pflegetipp: Damit sie auch unten dicht belaubt bleibt, die Hecke unten breiter als oben belassen. Werkzeug zum Schneiden Wer nicht allzu viele Heckenmeter in Form halten muss, schafft das bequem mit einer Hand-Heckenschere. Fällt mehr Heckenarbeit an, bieten sich akkubetriebene Geräte an.

Beste Pflanzzeit:

Wer etliche Heckenmeter füllen möchte, sollte am besten wurzelnackte Pflanzen kaufen und diese im Herbst in der Erde bringen, damit die Pflanzen noch vor dem Winter gut einwurzeln können.

Immergrüne Heckenpflanzen wie Kirschlorbeer, Eibe oder Glanzmispel werden jedoch mit Ballen oder Topf angeboten und sollten besser im Frühjahr gesetzt werden. Ein regelmäßiges Wässern in der Anwachsphase ist in beiden Fällen nötig.

Im Trend: Bambushecken

Der Schirmbambus (Fargesia) bildet schnell blickdichte Hecken, die auch in Form geschnitten werden können. Fargesia-Sorten benötigen – im Gegensatz zu den wuchernden Phyllostachys-Sorten – keine Rhizomsperre und stehen am liebsten im Halbschatten.

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Land & Leute Redaktion | 20. August 2021