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Heideblüten – die Herbstköniginnen

Heideblüten – die Herbstköniginnen

Kaum ist das Sommerende in Sicht, verwöhnt uns die Natur mit einer besonderen Pflanze: der Heide. Sie blüht bis weit in den Winter und zeigt sich in den schönsten Farben.

Strahlendes Pink, sanftes Rosa, Lila, Flieder oder auch reines Weiß – Heidepflanzen bringen in den immer trister werdenden Herbstgarten noch einmal richtig Farbe. Sie blühen in Gartenbeeten ebenso gut wie auf der Terrasse oder auf dem Balkon in Kästen oder Kübeln. Die robusten Pflanzen sind zeitlos schön und erfreuen auch weit über den Herbst hinaus mit ihrem grazilen Aussehen.

Heidekrautgewächse (Ericaceae) gibt es in über 800 Arten. Die meisten sind in Südafrika heimisch, einige aber auch in Europa, so die Schnee-, Moor-, Besen- oder Glockenheide. Besonders haltbar sind die sogenannten Knospenblüher, eine Unterart der Besenheide (Calluna vulgaris), deren Blüten sich nicht öffnen. Weil aber die Knospen farbig sind, ist die Wirkung dennoch die einer üppig blühenden Pflanze. Zu den bekanntesten Sorten gehören hier die Gardengirls, von denen viele verschiedene Varianten im Blumenhandel angeboten werden.

Alle Heidearten, die es bei uns zu kaufen gibt, fühlen sich im Haus nicht lange wohl, da die Zimmerwärme ihnen schadet. Wer trotzdem in der Wohnung Wert auf die Schönen legt, sollte die Töpfe über Nacht kühl stellen.

Heidekraut im Topf oder Beet pflanzen

Heideblüten im Betontopf
©RTV/Jana Wischnewski-Kolbe

Der Herbstliebling ist so vielseitig in seiner Farbgebung und so wandelbar in seinem Einsatz, dass wir ganz begeistert sind. Doch wie lässt er sich am besten kombinieren? Sollen die Heidekrautgewächse wie Eriken und Callunen nicht ins Beet gesetzt werden, eignen sich Gefäße aus natürlichen Materialien wie Steingut, Zink, Kupfer, Terrakotta oder Antik-Gusseisen besonders gut. Sie bringen ihre zarten Knospen zum Strahlen und unterstützen die Leuchtkraft. Dazu noch etwas Holz, schöne Rindenstücke, ein paar Kiesel, leuchtende Herbstastern oder gar ein Zierkohl – fertig sind farbenfrohe Arrangements.

Im Beet passt Heide gut zu kleinen Koniferen, Immergrünen wie Buchsbaum oder auch zu rankendem Efeu und hochwachsenden Gräsern. Hier sollten sie allerdings immer in größeren Gruppen gepflanzt werden, dann wirkt der Herbstblüher besonders schön. Die Pracht der Heidepflanzen erstrahlt von September bis in den frühen Frühling hinein. Der genügsame Herbstklassiker fühlt sich an einem sonnigen bis halbschattigen Platz sehr wohl, mag aber keine Staunässe. Dort, wo die Erde extrem sauer oder kalkhaltig ist, wachsen viele Heidesorten nicht gut.

Pflanzen und Pflegen

Deshalb sollte hier vor dem Pflanzen Rhododendronerde in den Boden eingearbeitet werden, die auch zur Bepflanzung von Töpfen und Kübeln empfohlen wird. Die Wurzelballen werden zum besseren Anwachsen beschnitten. Heidekraut muss höchstens nach der Blüte leicht gedüngt, aber stets leicht feucht gehalten werden. Wer sich dauerhaft an Heide im Garten erfreuen möchte, für den empfiehlt es sich, im Frühjahr die alten Blütentriebe einzukürzen. Dann treibt die Pflanze neu aus und bleibt schön kompakt. Weitere Informationen gibt es unter: www.heidewelt.de

| rtv Redaktion | 5. September 2019