Leben » Insel Mainau: Blumenparadies am Bodensee
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Insel Mainau: Blumenparadies am Bodensee

Insel Mainau: Blumenparadies am Bodensee

Wo Deutschland, Österreich und die Schweiz aufeinandertreffen, verwöhnt uns die Natur mit den Alpen, mildem, fast mediterranem Klima und der Blumeninsel Mainau, die in einem tiefblauen See liegt.

Glatt und ruhig liegt der Bodensee vor uns. Wolken spiegeln sich in ihm, ab und zu kommt die Sonne durch – ein perfekter Tag, um die Blumeninsel Mainau zu besuchen. An der breitesten Stelle misst sie 610 Meter, in der Länge gut einen Kilometer.

Kurze Zeit genießen wir noch den Ausblick auf das Eiland, dann gehen wir über die Brücke. Begrüßt werden wir auf der Insel von einer riesigen Blumenskulptur, die fröhlich-bunt bepflanzt ist. Die Atmosphäre auf der Insel erinnert an den Süden. Hier wachsen Pflanzen, für die es in unseren Breitengraden eigentlich zu kalt ist.

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Zu verdanken ist das dem milden Inselklima, das durch die Lage im Bodensee entsteht. Er ist so groß und tief, dass sich die Wassertemperatur nur langsam den Lufttemperaturen angleicht.

Davon profitieren Exoten, weil es im Sommer nicht zu heiß und im Winter nicht zu kalt wird. Deshalb wachsen hier riesige Urzeitbäume aus China, die Metasequoien. Sie säumen die Allee, auf der wir langsam zum Arboretum schlendern, um uns die enorme Baumvielfalt anzusehen.

Gegensätze überwinden

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Auf dem Weg kommen wir an einer weiteren Attraktion vorbei, einem riesigen gepflanzten Pfau. Fasziniert von seiner Schönheit, beschließen wir, uns treiben und den geplanten Besuch im Schmetterlingshaus ausfallen zu lassen.

Auf keinen Fall auslassen sollte man nach einem Abstecher zum Weinberg und dem historischen Schwedenturm die Mediterran-Terrassen mit ihrem herrlichen Seeblick. Die eigentlichen Stars sind hier aber subtropische und tropische Gewächse wie Palmen, Agaven und verschiedenste Zypressenarten.

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Von hier führt uns die Italienische Blumen- und Wassertreppe hinunter zum Uferbereich. Dann heißt es, sich entscheiden: Erst rechts zum Dahlienhügel abbiegen oder nach links zum Ufergarten? Da man beides nicht verpassen sollte, schauen wir uns erst die Dahlien an und bummeln dann hinunter zum Hafen.

Hier gibt es Restaurants und eine Bäckerei, von der man sich unbedingt ein Holzofenbrot mitnehmen sollte. Wer den Blick auf Alpen und See bei Essen und Trinken genießen will, kehrt in den “Biergarten am Hafen” ein. 

Gegenüber vom Schloss liegt der Gärtnerturm, dessen Untergeschoss noch aus dem Mittelalter stammt und aus Resten der mittelalterlichen Festungsanlage gebaut wurde. Dach und achteckiges Obergeschoss sind im 19. Jahrhundert ergänzt worden.

Heute findet man hier einen Souvenirshop und wechselnde Ausstellungen über die Familie Bernadotte. Fast noch wichtiger: Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf das Schloss und auf die Bäume des Arboretums.

Ein Ausflugsziel für alle

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Auf der Blumeninsel ist, ohne den Umwelt- und Naturschutzaspekt aus den Augen zu verlieren, ein Besuchermagnet für Groß und Klein entstanden. Während die Erwachsenen sich an Blumen und Pflanzen erfreuen, kann sich der Nachwuchs im “Mainau- Kinderland” beschäftigen.

Es gibt Themenspielplätze und eine Wasserwelt, die an den Bodensee vergangener Zeiten erinnern soll. Nebenan lädt ein Bauernhof zum Besuch ein. Beides sahen wir nur aus der Ferne, während wir im Restaurant “Rothaus- Seeterrassen” noch einen Kaffee getrunken haben. Das Laufen über diese wunderschöne Insel macht nämlich ebenso müde wie ein ausgefüllter Tag an frischer Seeluft!

Inspiration gefällig?

Jeder, der die Mainau besucht, kommt natürlich, um die Blütenpracht zu bewundern, aber vor allem Hobbygärtner nehmen auch viele Inspirationen mit nach Hause – und die finden sie hier an jeder Ecke. Etwa eine Bepflanzung ganz in Gelb mit tiefroten Akzenten bei den Mediterran-Terrassen. Unser Tipp: Nehmen Sie ein Notizbuch mit und notieren Ihre Lieblingskombinationen. Bitte informieren Sie sich vor einem Besuch unter www.mainau.de, ob die Insel wieder geöffnet ist, da sie wegen der Corona-Krise teilweise keine Gäste empfangen konnte.

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Land & Leute Redaktion | 16. Juni 2021