Leben » Im Winter schön bunt: Klassische Winterblüher
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Im Winter schön bunt: Klassische Winterblüher

Im Winter schön bunt: Klassische Winterblüher

Wenn es jetzt draußen stürmt und schneit, wenn die Welt im Grau versinkt, verlangt es uns nach frischem Grün und Blüten. Im Zimmer blühen jetzt wieder die Klassiker unter den Zierpflanzen, die schon Generationen Freude bereitet haben. 

Ganzjährig grün und im Winter bunt

Die Erste Garde: Das Alpenveilchen ist mit der Mode gegangen und noch immer modern. Süß duftende Blüten hat die anspruchsvolle Gardenie, die vor einem Einblatt (Spathiphyllum) das helle Esszimmer ziert.

Wer kennt nicht die gute alte Klivie (Clivia miniata), auch als Riemenblatt bekannt. Zwischen ihren breiten, dunkelgrünen Blattfächern schiebt sich seit Wochen allmählich der Blütenstängel empor. Mitten im Winter öffnen sich dann die orangefarbenen Trichterblüten mit dem leuchtend gelben Schlund und strahlen in exotischer Schönheit. Und all das fast ohne Dünger und frische Erde. Jahrzehnte harrt die Pflanze so am Fenster aus und blüht alle Jahre wieder.

Anspruchslosigkeit hat auch den Weihnachtskakteen (Schlumbergera bzw. Zygocactus) zu Ruhm verholfen. Man mag kaum glauben, dass die Ahnen dieser Gliederpflanzen in den Wipfeln südamerikanischer Urwaldriesen zu Hause sind. Haben unsere Pflanzen den Sommer im Garten verbracht, werden sie auf der hellen Fensterbank aufgestellt und zeigen dort bei sparsamen Wassergaben bald erste Knospen, die sich zu asymmetrischen Blütenkunstwerken mit goldgelben Straubgefäßen öffnen.

Der Kunterbunte: Die auffallenden Hochblätter des Weihnachtssternes (auch Poinsettie genannt) leuchten weithin. Die Pflanze mag es eher temperiert und hell und hasst Staunässe!

Nur umstellen sollte man die Töpfe in dieser Zeit nicht, da sonst Knospenfall droht. Das trifft auch auf einige andere Pflanzen zu, die schon unsere Eltern und Großeltern kannten, etwa die süß und schwer duftende Gardenie (Gardenia jasminoides). Der immergrüne Strauch stammt ebenfalls aus Südamerika, und seine Blüten erinnern im Aufblühen an weiße Rosen, werden aber zunehmend cremefarben. Ebenso wie die Kranzschlinge (Stephanotis floribunda) braucht sie eine hohe Luftfeuchtigkeit und viel Licht. 

Licht und Wasser müssen passen

Tägliches Besprühen mit Wasser verringert auch die Anfälligkeit dieser Tropenschönheiten für Spinnmilben. Dass auch sie bei der Umstellung von der Gärtnerei ins Zimmer Knospen abwerfen können, hat fast immer zwei mögliche Ursachen: Erstens werden die Pflanzen in der Gärtnerei unter optimalen Lichtverhältnissen herangezogen. Sie erhalten dort mehr Licht und dieses ausschließlich von oben. Im Zimmer ist das Lichtangebot deutlich geringer, und auch auf der sonnigen Fensterbank kommt es nur von einer Seite. Um viele Blüten auszubilden und zu öffnen, braucht es aber viel Licht.

Sie sollte immer hell und kühl stehen, dann öffnen sich bei reichlicher Wasserversorgung auch wirklich alle Blütenknospen zuverlässig.

Kälte schadet den Pflanzen

Zweitens werden viele Zimmerpflanzen im Winter zu kalt transportiert. Schon wenige Minuten unter ca. 8°C können einigen empfindlichen Arten schaden, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt reichen oft Sekunden aus, um das der Kälte ausgesetzte Gewebe durch den rasanten Temperatursturz zu schädigen. Daher sollten Sie die Pflanzen sehr dick in Papier einpacken lassen und umgehend ins warme Auto bringen. Längere Fußmärsche sind mit ihnen zu vermeiden. Daheim brauchen unsere Lieblinge Liebe und den grünen Daumen! Denn gedüngt wird erst wieder ab März …

Die Zuverlässige: Die Klivie blüht alle Jahre wieder und mag enge Töpfe.

| Land & Leute Redaktion | 30. Dezember 2019