Leben » Körnerkissen selber machen
Leben » Körnerkissen selber machen

Körnerkissen selber machen

Körnerkissen selber machen

Körnerkissen sind echte Allroundtalente: Sie wärmen, helfen bei Verspannungen und Muskelschmerzen, kühlen im Notfall aber auch bei Verletzungen

Manchmal reicht etwas Wärme aus, um kleine Zipperlein zu heilen. Oft leisten Körnerkissen dann gute Dienste, was auch unsere Vorfahren wussten, die sie schon im Mittelalter benutzt haben sollen. Das bewährte Hausmittel wärmt lang anhaltend und passt sich der Körperform optimal an.

Als Füllung haben sich Kirsch- oder Traubenkerne und Getreidekörner von Dinkel, Hirse oder Reis bewährt. Sie alle speichern die Wärme gut und geben sie langsam wieder ab: ideal bei Muskelverspannungen und -schmerzen oder Bauchweh. Kleinere Modelle helfen als Taschenwärmer gegen kalte Finger.

Zum Erwärmen einige Minuten bei 600 Watt in die Mikrowelle oder etwa 10 Minuten bei 100 Grad in den Backofen legen. Im Kühlschrank rund eine halbe Stunde vorgekühlt, leisten die Kissen auch bei Prellungen und Schwellungen gute Dienste.

Maßgeschneiderte Allrounder

Körnerkissen kann man kaufen, aber viel schöner sind selbst gemachte Kissen, die sich auch gut zu Weihnachten verschenken lassen. Wer etwas geübt ist, kann eine Hülle aus reinem Baumwollstoff nähen und dann mit Körnern oder Kernen nach Wahl befüllen. Wichtig: Ein größeres Kissen sollte immer durch ein paar Nähte unterteilt werden, damit die Füllung nicht hin- und herrutscht.

©rtv media group

Auch wer mit Nadel und Faden ungeübt ist, kann so ein Wärmekissen selbst machen. Dafür wird einfach ein fein gestrickter Strumpf aus reiner Baumwolle locker mit Körnern befüllt und sorgfältig mit einem Baumwollband verschlossen (siehe Foto). Wer eine Zimtstange mit hineingibt, wird beim Erwärmen mit herrlich würzigem Duft verwöhnt.

Die richtige Füllung

©rtv media group

Je kleiner Kerne oder Körner sind, desto besser passen sie sich der Körperform an. Wer gegen Getreide allergisch ist, sollte zu Kirsch- oder Traubenkernen greifen. Auch Dinkelspelz ist für viele Allergiker geeignet. Es heißt, dass Getreidekörner eher feuchte Wärme abgeben und Obstkerne eher trockene.

Wer sich nicht entscheiden kann, näht einfach mehrere Kissen, um verschiedene Füllungen auszuprobieren. Beim Kauf auf jeden Fall zu Bio-Qualität greifen. Kirschkerne können mit etwas Geduld auch selbst gesammelt werden.

DIY-Anleitung: Handwärmer

©rtv media group

Das brauchen Sie:

  • Baumwollstoff
  • Bordüre für Aufhänger
  • Schere
  • Stecknadeln
  • Garn
  • Reis
  • Papier
  • Nähnadel

Vorbereiten

Stoff rechts auf rechts legen, ein Rechteck in gewünschtem Maß zuschneiden, oberen Rand jeweils ca. 2 cm nach außen umschlagen. Die übrigen drei Seiten mit Stecknadeln zusammenstecken, dabei ein Stück zur Schlaufe gelegte Bordüre mitfassen. Die drei Seiten füßchenbreit an den Kanten zusammensteppen und dann wenden.

Reis einfüllen

Aus dem Papier einen Trichter formen und das Kissen dann nicht zu prall mit Reis befüllen. Die Öffnung mit Stecknadeln zusammenheften.

Fertigstellen

Das Kissen an der oberen Öffnung vorsichtig füßchenbreit zusammensteppen und versäubern.

DIY-Anleitung: Kirschkernkissen

©rtv media group

Das brauchen Sie:

  • Herzschablone
  • Baumwollstoff
  • Bordüren für Aufhänger und mit Aufdruck “Selbstgenäht”
  • Schere
  • Stecknadeln
  • Nähnadel
  • Garn
  • Kirschkerne
  • Papier

Nähen

Stoff glatt rechts auf rechts legen, Schablone darauf feststecken und das Herz mit 0,5 cm Nahtzugabe zuschneiden. Beide Herzen oben zusammengesteckt lassen, aufklappen und die Bordüren so einlegen, dass die Schlaufen nach innen zeigen, zusammenlegen, an den Rändern feststecken.

Rundum, bis auf eine ca. 5 cm lange Öffnung zum Befüllen, füßchenbreit zusammensteppen. Naht verriegeln. Die Nahtzugaben an den Rundungen leicht einschneiden, wenden.

Befüllen

Aus dem Papier einen Trichter formen, in die Herzöffnung stecken und Kissen mit Kirschkernen befülle.

Schließen

Den Stoff an der Öffnung leicht spannen und dann von Hand mit feinem Stich verschließen.

Noch mehr DIY-Projekte zum Nachmachen

Land & Leute Redaktion | 28. Dezember 2020