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Kompost: Des Gärtners Gold

Kompost: Des Gärtners Gold

Er ist der beste Dünger für Ihre Zierpflanzen, für Obstbäume, -sträucher und Gemüse: Kompost. Kurz, der ganze Garten profitiert, wenn Küchen- und Gartenabfälle wiederverwertet werden.

Machen Sie mit beim Bio-Recycling im eigenen Garten und legen Sie einen Kompostplatz an. Der ideale Ort für den Komposthaufen liegt in lichtem Schatten, zum Beispiel unter Bäumen. Hier trocknen die Abfälle nicht zu schnell aus und sind vor starkem Regen geschützt. Trotzdem ist es sinnvoll, offene Kompostbehälter mit Stroh- oder Schilfmatten abzudecken, um starke Verdunstung oder ein Vernässen zu verhindern.

Damit ausreichend Sauerstoff an die Abfälle gelangt, sollten die Seiten des Kompostbehälters mit Belüftungsschlitzen versehen sein. Auch nach unten hin muss der Komposthaufen offen sein. Also bitte die geeigneten Küchen- und Gartenabfälle  nicht auf einer versiegelten Fläche, sondern direkt auf dem Gartenboden aufschichten.

Nur so können Bodenlebewesen wie Würmer in den Komposthaufen einwandern, und zu viel Flüssigkeit kann ungehindert im Boden versickern – das gilt auch für sogenannte Thermokomposter. Tipp: Ein Drahtnetz am Kompostboden hält Wühlmäuse fern.

Ist der Kompost reif zum Ausbringen, kann er als guter Bio-Dünger im Garten Anwendung finden. Die Verteilung erfolgt gemäß den Ansprüchen der Pflanzen: Nährstoffhungrige Gemüsearten wie Tomaten oder Zucchini werden mit 4-6 Litern Kompost pro Quadratmeter versorgt. Im Blumenbeet reichen 2-3 Liter pro Quadratmeter Beetfläche.

Was kommt in den Komposthaufen?

Verfaulte Obst- und Gemüsereste auf einem Komposthaufen
©Colourbox

Diese Abfälle dürfen kompostiert werden: Befüllen Sie Ihren Kompost mit groben und feinen Küchen- und Gartenabfällen, zum Beispiel mit Strauch- und Rasenschnitt, rohen Obst- und Gemüseresten, Holzhäcksel und Herbstlaub. Auch Eierschalen, Kaffeesatz, Teebeutel oder verwelkte Blumen können kompostiert werden. Mit einem Drei-Kammer-System zum Sammeln, Aufschichten und Verrottenlassen lässt es sich am besten kompostieren.

Das gehört nicht in den Komposthaufen: Gekochte Essensreste locken Ungeziefer an. Kranke Pflanzenteile, zum Beispiel Buchsbaumreste, die von der Buchsbaumzünslerraupe befallen sind, sollten Sie ebenfalls nicht kompostieren. Auch die Aschereste vom Grillen oder der Feuerschale sollten Sie, gut ausgekühlt, über den Restmüll entsorgen. Ebenfalls nicht kompostiert werden Katzenstreu oder große Mengen an Zitrusfrüchteschalen.

Auf die richtige Mischung kommt es an: Ein Drei-Kammer-Kompostersystem wird folgendermaßen genutzt: In der ersten Kammer werden die Abfälle gesammelt. In der zweiten Box werden die Abfälle möglichst abwechslungsreich aufgeschichtet. Das heißt, dass zum Beispiel eine Schicht Rasenschnitt auf eine Schicht Strauchschnitt folgt.

Diese Abfallschichten beginnen zu verrotten und werden nach 3-4 Monaten in die letzte Kammer gefüllt; dabei wird alles noch einmal gut vermischt. Je nach Bedarf kann man noch feines, trockenes, nasses oder grobes Abfallmaterial beimischen. Der Kompost ist reif und kann verwendet werden, wenn er nach frischem Waldboden duftet und nur noch einige Eierschalen und Zweige als grobe Bestandteile vorhanden sind.

Praktische Helfer

Komposthaufen in Plastikbegrenzung
©Colourbox

Ein Thermokomposter ist ideal, wenn wenig Platz ist, weil er kompakter als ein herkömmlicher bzw. selbst gebauter Kompostplatz ist. Wenn das verrottete Kompostmaterial darin nach ein paar Monaten reif ist , kann es im Garten verteilt werden. Bei den meisten Modellen lässt sich für die Entnahme eine bodennahe Klappe öffnen, oder es ist die gesamte Front des Komposters aufklappbar.

Reifer Kompost wird mithilfe eines Durchwurfsiebs von Steinen, Wurzelresten etc. befreit. Praktisch: Das feuerverzinkte Sieb klemmt man einfach auf eine Schubkarre.

Bereits in der Küche lässt sich mit diesem Eimer der Bio-Abfall sammeln und dann zum Kompostplatz transportieren.

Kompost-Beschleuniger sorgt für eine schnellere Verrottung des Komposts.

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Land & Leute Redaktion | 12. August 2020