Leben » Schön und praktisch: Aus diesem Material kann Ihre Küchenarbeitsplatte sein
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Schön und praktisch: Aus diesem Material kann Ihre Küchenarbeitsplatte sein

Schön und praktisch: Aus diesem Material kann Ihre Küchenarbeitsplatte sein

Der erste Blick bei der Auswahl einer neuen Küche geht auf die Küchenfronten, der zweite auf die Arbeitsplatte. Dabei ist die Arbeitsplatte das Herzstück einer Küche, denn hier findet Tag für Tag die „Action“ statt. Schnippeln, hobeln, schneiden, klopfen, wischen, kneten und einiges mehr muss die Arbeitsplatte aushalten.  

Sie muss deshalb robust und pflegeleicht sein und im Idealfall sieht sie über viele Jahre hinweg aus wie neu. Diese Anforderungen kann eine Arbeitsplatte nur erfüllen, wenn ihr Material hochwertig und der Einbau in die Küche sorgfältig erfolgt. 

Mindestanforderungen einer Küchenarbeitsplatte

Auf einer Küchenarbeitsplatte geht es jeden Tag hoch her. Das Mittagessen wird zubereitet, Teller, Töpfe und Messer werden darauf abgestellt, Essig, Öl und andere Flüssigkeiten benetzen die Oberfläche. Sie schneiden auf ihr mit einem rasiermesserscharfen Messer frisch geerntetes Gemüse aus dem Naschgarten oder mixen köstliche Cocktails aus Limettensaft, Grenadine und scharfem Alkohol in der Küche – da geht schon einmal etwas daneben, was keine dauerhaften Spuren auf der Oberfläche hinterlassen soll! Eine Arbeitsplatte muss also nicht nur gut aussehen, sondern möglichst viele der folgenden Eigenschaften mitbringen:

• schlagfest
kratzfest
abriebfest
hygienisch
hitzeresistent
feuchtigkeitsresistent
keimresistent
säureresistent
geruchs- und geschmacksneutral
leicht zu reinigen

Die gängigen Materialien für Arbeitsplatten erfüllen die Anforderungen mehr oder weniger gut. Vor allem in Punkto Hygiene sowie Resistenz gegen Feuchtigkeit, Abrieb und Kratzer gibt es Unterschiede. Auf dem Markt sind diese Materialien:

• Kunststein
Mineralwerkstoffe
Naturstein
Echtholz
Glas
Keramik
Edelstahl
Beton
Verbundwerkstoffe

Die folgenden 4 näher beschriebenen Materialien weisen nicht nur optimale Eigenschaften für die gewünschten Zwecke auf, sie sind zudem optische Highlights und machen sich als Küchenarbeitsplatte sehr gut in Designer-Küchen.

Granit als Küchenarbeitsplatte

Eine Granitarbeitsplatte besteht aus flüssigem Magma, welches zu Naturstein erstarrt ist. Granit ist extrem hart und deshalb perfekt als Arbeitsplatte geeignet. Im Vergleich zu Marmor oder Kalkstein, die beide zu den Weichgestein gehörten, ist Granit absolut unempfindlich gegen Kratzer und Schläge. Es ist schnittfest, geschmacksneutral, hitzebeständig und hält auch Säuren, Ölen und Fetten sehr gut stand.

Von der Farbvielfalt her können sie helles Grau, blaue Farbtöne und gelbliche Farben wählen. Insofern passen Granitarbeitsplatten genauso in eine rustikale Landhausküche wie auch in eine topgestylte Designerküche. Glänzend und zeitlos schön sind Granitarbeitsplatten mit polierter Oberfläche. Das wirkt besonders edel. Wenn die Arbeitsfronten selbst glänzende Arbeitsfront aufweisen, erzeugen sie mit einer mattgeschliffenen Granitarbeitsplatten einen spannenden Akzent. Bitte bedenken sie bei der Auswahl, dass eine glattpolierte Oberfläche leichter zu reinigen ist als eine matt geschliffene.

Edelstahl als Küchenarbeitsplatte

Edelstahl war über viele Jahrzehnte fast nur in Profiküchen zu finden. Doch auch Privatküchen werden inzwischen mehr und mehr mit diesem vorteilhaften Materialart ausgestattet. Edelstahl in der Legierung 18/10 ist gut für eine hygienische Küche geeignet. Dieser Edelstahl ist korrosionsfest und säurebeständig. Außerdem macht er optisch viel her. Gebürsteter Edelstahl oder auf Hochglanz polierte Edelstahl verleiht einer Küche eine gewisse Extravaganz.

 Im Prinzip wird Edelstahl auf einer Holz-Trägerplatte aufgezogen. Wichtig ist, dass keine Übergänge vorhanden sind und alles wie aus einem Guss gemacht ist. So können sich keine Bakterien und Viren absetzen, da keine Ritze dafür Raum bietet. Neben gebürsteter und polierter Oberfläche lässt sich mit Glasstrahlung eine matte Optik erzählen. Ein seidiger Glanz ist das perfekte Finish für eine moderne Designer-Küche. 

Edelstahlarbeitsplatten sind pflegeleicht, lebensmittelfreundlich, geschmacks- und geruchsneutral. Flecken lassen sich rasch und unkompliziert entfernen. Sie halten Hitze stand und sind abriebfest. 

Gut zu wissen:
Zwei Schwächen hat eine Oberfläche aus Edelstahl. Hier sind Fingerabdrücke und Fettabdrücke leichter zu erkennen und die Oberfläche ist nicht kratzfest. Auf eine Arbeitsplatte aus Edelstahl ist es Pflicht, ein Arbeitsgerät unterzulegen, um die Oberfläche zu schonen.

©pixabay.com/mgattorna

Glas als Arbeitsplatte in der Küche

Der Werkstoff Glas hat einen festen Platz in der Küche. Als Arbeitsplatte ist er (noch) nicht so oft zu sehen, doch es lohnt sich, den Werkstoff in Betracht zu ziehen. Glasarbeitsplatten sind die heimlichen Stars und erobern unauffällig, robust und hygienisch die Welt der Küche. Zur Herstellung von Glas wird Quarzsand mit Kalkstein und Soda gemischt. Bei extrem hohen Temperaturen werden die Zutaten miteinander verschmolzen und danach mit einem speziellen Härteverfahren „Arbeitsplatten-tauglich“ hergestellt. Die Technik spricht vom Einscheiben-Sicherheitsglas, kurz ESG.

Dieses Glas ist perfekt für den Einsatz in der Küche geeignet. Sie haben die Wahl zwischen einer matten oder glänzen Oberfläche. Sie können glatte Oberflächen mit Spiegel-Optik wählen oder sich für eine matt satinierte Glasplatte mit strukturierter Oberfläche entscheiden. 

Auf einer satinierten Oberfläche sind mögliche Kratzer und Fingerabdrücke kaum zu erkennen. Wer es exklusiv mag, entscheidet sich für eine Glasarbeitsplatte mit Motiv oder Muster. In Verbindung mit einer Rückwand aus Glas und einem speziellen Siebdruckverfahren können Sie die Küche sehr individuell gestalten. So gelingt es, außergewöhnliches Design bis ins letzte Detail umzusetzen.

ESG ist bruchfest, säurefest und es hält Schlägen mit harten und Spitzen Gegenständen stand. Auch wenn ein Topf herunterfällt, bleiben keine Beschädigungen an der Platte zurück. 

Falls eine gläserne Arbeitsplatte doch einmal zu Bruch geht, zerspringt sie kleine Glaskrümel, an denen sich niemand verletzen kann. Weitere positive Merkmale von Glas-Küchenarbeitsplatten sind Hitzebeständigkeit, Hygiene und sehr leichte Reinigung. Abgesehen davon sehen Arbeitsplatten aus Glas sehr edel aus.

Keramik als Küchenarbeitsplatte

Keramik ist ein Werkstoff, der in vielen Bereichen des Hauses zum Einsatz kommt. Buchstäblich von der Dachziegel bis zu den Kellerfliesen ist Keramik zu finden. Keramikarbeitsplatten sind inzwischen gar nicht mehr so selten. Keramik wird aus einer Mixtur verschiedener Tonmaterialien hergestellt, was in der Fachsprache auch Feinsteinzeug genannt wird. 

Die Hersteller pressen Porzellankeramik zu dünnen Platten und brennen sie bei sehr hohen Temperaturen. Während des Brennvorgangs entwickelt sich eine glasartige, sehr dünne Oberfläche, die extrem aushärtet. Die Keramikarbeitsplatte ist ideal für den Einsatz in der Küche, denn sie erfüllt sämtliche Ansprüche.

Die Oberfläche ist robust, schnittfest, abriebfest und hitzebeständig. Sie weist keine Poren auf, sodass Fett und Öl, Zitrussäure oder Alkohol ihr nichts anhaben können. Keramik nimmt keine Gerüche an und dünstet auch keine Geruchs- oder Geschmacksstoffe aus.

Es gibt praktisch keinen Nährboden für irgendwelche Bakterien, Keime oder Sporen. Eine Keramikplatte in der Küche ist pflegeleicht und hygienisch. Die Arbeitsplatte bleibt jahrzehntelang schön bei minimalem Pflegeaufwand.

| rtv Redaktion | 29. Juni 2020