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Porzellan bemalen: Selbstgemachte Unikate

Porzellan bemalen: Selbstgemachte Unikate

Weißes Geschirr ist schön, aber nicht gerade aufregend. Doch es geht auch anders: Wer zu Pinsel, Stift und Porzellanfarbe greift, kann die Teile nämlich ganz individuell verschönern.

Die glatte Oberfläche und die Formen des Porzellans laden zum Bemalen ein. Früher war das Verzieren nicht einfach, weil die Farben bei sehr hohen Temperaturen gebrannt werden mussten, um wirklich abwaschfest zu werden. Doch jetzt gibt es Porzellanfarben für den Hobbybereich, die bei niedrigeren Temperaturen im Backofen gebrannt werden oder nur trocknen müssen. Danach ist das Kunstwerk sogar spülmaschinengeeignet!

Mit Pinsel oder Stift

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Was Sie vielleicht brauchen, ist ein wenig zeichnerisches Talent. Es lassen sich aber auch schöne Muster mit Schablonen, die es in großer Auswahl im Bastelhandel gibt, übertragen. Individueller wird es, wenn Sie ein Muster abpausen, es mithilfe von Kopierpapier auf das Porzellan übertragen und dann mit Pinsel und Farbe oder – noch einfacher – Porzellanmalstiften nachzeichnen.

Damit die Spezialfarbe auf dem Untergrund richtig haftet, muss das Porzellan wirklich sauber und fettfrei sein. Dafür wird es am besten mit einem Schwamm und Scheuermilch gereinigt und danach noch einmal mit Spiritus abgerieben. Bitte keinen Fensterreiniger benutzen. Vor dem Bemalen das Porzellan noch einmal gut mit klarem Wasser abspülen, sorgfältig abtrocknen und nicht mehr auf die zu bemalende Fläche fassen.

Achtung: Schnitt-, Ess- und Trinkflächen bitte möglichst wenig mit Porzellanmalfarbe dekorieren! Sie können das Motiv mit dem Bleistift zart vorzeichnen. Dann lässt sich vorab schon beurteilen, ob die Proportionen stimmen. Ist der Entwurf geglückt, wird mit dem Malen begonnen. Ob Sie dafür zum Stift oder Pinsel greifen, ist Geschmacksache.

Viele Porzellanfarben müssen, im Gegensatz zu Porzellanmalstiften, nicht eingebrannt werden und sind zur Anwendung mit Schablonen oder Stempeln gut geeignet. Beachten Sie hier die Anleitung auf der Packung. Die Farbe sollte vor dem Malen gut aufgerührt werden, da sich die Farbpigmente gern am Boden absetzen. Stifte gibt es mit unterschiedlich breiten Spitzen: Die schmalen eignen sich gut für Konturen, die breiteren zum Ausmalen von größeren Flächen.

Inspiration: Mit Sprenkeln gemustert

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Das brauchen Sie

weiße Porzellanteile, Porzellanmalfarbe in mehreren Grün- und Blautönen, Palette zum Mischen, Zahnbürste, Handschuhe, Zeitung zum Unterlegen

Auftragen

Die Zahnbürste in die Farbe tauchen und mit dem Daumen über die Borsten fahren, sodass die Farbe auf das jeweilige Porzellanteil spritzt. Mit verschiedenen Farben in mehreren Schichten arbeiten. Am schönsten sieht es aus, wenn unten mehr Sprenkel aufgetragen werden als oben zum Rand hin.

Brennen

Die Porzellanfarbe ist zwar nach drei Tagen Trocknung spülmaschinenfest. Wer es aber nicht abwarten kann, beschleunigt den Vorgang, indem er die Farbe bei 160 Grad für 30 Minuten im Backofen einbrennt.

Für das große Herz auf dem Titelbild eine Pappschablone zuschneiden, auf den Teller heften und dann mithilfe eines Kugelgriffels flüssige Porzellanfarbe punktartig in mehreren Reihen auftragen. Nach Anleitung auf den Farbtöpfen weiterbehandeln

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| Land & Leute Redaktion | 1. Oktober 2020