Leben » Richtig gärtnern im Hochbeet
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Richtig gärtnern im Hochbeet

Richtig gärtnern im Hochbeet

Sie liegen im Trend – und das nicht ohne Grund: Gemüse findet in einem Hochbeet optimale Wachstumsbedingungen, und wir dürfen uns über leichteres, rückenfreundlicheres Gärtnern freuen. Was bei Anlage und Bepflanzung so eines Beetes zu beachten ist, lesen Sie hier.

Der Bau eines Hochbeetes ist ein tolles Familienprojekt. Die Pflanzen wachsen hier besonders gut, weil durch den geschickten Schichtaufbau des Beetes die Verrottung angekurbelt wird. Dabei entsteht Wärme, und der Abfall wird in Nährstoffe umgewandelt. Deshalb lässt sich ein Hochbeet schon früh im Jahr bepflanzen, und dementsprechend kann auch früher geerntet werden. So wird hier der Gemüseanbau zum schönen Anschauungsprojekt für Alt und Jung.

Wichtig: gute Planung

Zunächst einmal gilt es, den passenden Platz für das Hochbeet zu finden. Dieser sollte sonnig und natürlich ausreichend groß sein. Bedenken Sie, dass die Pflanzfläche mindestens von drei Seiten aus gut erreichbar sein sollte, damit man Pflegemaßnahmen leicht ausführen kann.

Die Größe eines Hochbeetes ist frei wählbar. Als praktisch hat sich jedoch eine Höhe von 70 bis 90 cm für bequemes Arbeiten herauskristallisiert. Die Länge darf sich dem Platzangebot anpassen. Wenn ein Beet relativ lang konstruiert ist, empfiehlt sich der Einbau von Zwischenwänden, sonst werden die Seitenwände auseinandergedrückt.

So bauen Sie selbst ein Hochbeet

Ein Hochbeet bauen in nur 6 Schritten

Die Beetbreite sollte maximal 120 cm betragen. Für Kinder und kleinere Erwachsene sind entsprechend schmalere und niedrigere Varianten sinnvoll. Als Umrandung bieten sich Naturstein, Betonstein, Cortenstahl, Gabionen oder Holz an.

Wer ein witterungsbeständiges, langlebiges Konstrukt aufbauen und in der Standortwahl nicht flexibel bleiben möchte, der baut ein Hochbeet aus Steinen. Diese haben den Vorteil, dass sie die Wärme zusätzlich speichern.

Das gängigste Baumaterial für Hochbeete ist jedoch Holz. Weichhölzer wie Kiefer oder Fichte haben als Beetumrandung keine allzu lange Lebensdauer. Wer mit Harthölzern wie Robinie, Lärche, Eiche oder Douglasie arbeitet, wird länger Freude an seinem Hochbeet haben.

Auf die Füllung kommt es an

©Marlon Bönisch/AdobeStock

Egal ob Sie einen fertigen Bausatz verwenden oder Bretter, Schrauben und Co. z.B. nach unserer Schritt-für-Schritt- Anleitung zum Selberbauen zusammenstellen – ist das Modell fertig, geht’s an die Befüllung des Hochbeetes.

Dabei werden Laub, Häcksel, Zweige und Äste, Rasenschnitt, Bioabfall, Gartenboden und Blumenerde schichtweise eingefüllt. Jede der gleich hohen Schichten verrottet unterschiedlich schnell. So wird für kontinuierlichen Nährstoffnachschub gesorgt. Von unten nach oben sollte das Material immer feiner werden.

Die unterste Schicht bilden Äste und Zweige. Darauf folgt eine Schicht mit Laubhäcksel, Rasenschnitt, halb verrottetem Kompost oder anderen organischen Abfällen. Als Abschluss folgt eine Schicht aus Gartenerde, und ganz zuoberst empfiehlt es sich, eine Ladung nährstoffreicher Blumenerde zu verteilen. Dann starten die Pflanzen gut versorgt in die Saison.

Wenig Pflege nötig

Durch die recht lockere Schichtung wird die Füllung des Hochbeetes im ersten Jahr mehr oder weniger stark absacken, denn die Stoffe werden zersetzt und langsam in Erde umgewandelt. Wenn die Oberfläche absackt, füllen Sie einfach mit Hochbeeterde wieder auf.

Sind die Gemüsepflanzen ins Beet gesetzt worden, hat es der Hochbeetgärtner im Grunde einfach: Unkraut lässt sich rückenschonend entfernen. Gegossen wird je nach Bedarf, am besten morgens oder abends. Störenfriede wie Schnecken oder Ameisen werden mit Kupferbändern bzw. dem Fluten der Nester verscheucht.

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Land & Leute Redaktion | 1. April 2021