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Rosengarten: Pflege und Schnitt

Rosengarten: Pflege und Schnitt

Die Königin der Blumen besticht mit ihren prachtvollen Blüten: Kaum andere Blumen sind so schön wie die Rose. Hier gibt es alle Tipps zu Pflege und Schnitt der empfindlichen Pflanze.

Auch wenn Ihr Haus kein Schloss ist und Dornröschen unauffindbar bleibt – mit üppig blühenden Rosen bekommt jeder Garten ein romantisches Ambiente. Dabei gibt es so viele verschiedene Sorten, dass jeder seinen Favoriten finden und im Garten oder im Kübel auch auf den Balkon pflanzen kann.

Himmlische Blütenwolken

Alte Hauswand mit Fensterläden, an der Kletterrosen und Wein wachsen.
©Colourbox

Unverzichtbar für die Märchenatmosphäre sind natürlich Kletterrosen. Sie beranken Hausfassaden (ein Klettergerüst sollte einen Mindestabstand von 10 cm zur Wand haben), umspinnen Obeliske oder begrünen Pavillons und Rosenbögen. Wer einen Obstbaum im Garten stehen hat, kann diesen von einer Ramblerrose umranken lassen, die im Sommer blüht. Ramblerrosen haben lange, biegsame Triebe, wachsen sehr üppig und eignen sich ganz hervorragend für Rosenbögen, Laubengänge oder eben als Baumeroberer – sie können bis zu 10 Meter in die Höhe ranken!

Da die meisten Sorten viel Raum einnehmen, sind sie in kleineren Gärten nicht die erste Wahl. Es gibt aber auch öfterblühende Ramblersorten, die nicht allzu groß werden, wie etwa ‘Perennial Blue’ (purpurviolett) oder ‘Super Dorothy’ (pink). Nicht in luftiger Höhe, sondern ganz brav in Bodennähe blühen dagegen Beet-, Edel- und Kleinstrauchrosen. Sie wachsen wie kleine Sträucher und können in Gruppen oder in Einzelstellung ins Beet integriert werden.

Hier spielen Rosen natürlich gerne die Hauptrolle, aber wie im echten Leben auch brauchen Blüten-Hauptdarsteller ihre Mitspieler, um im vollen Maße zu glänzen. Gesellen Sie also gerne Stauden oder Ziergräser zu den Schönen. Nicht zu nahe, im Abstand von gut 50 cm, können Sie Storchschnabel, Frauenmantel, Katzenminze oder Ziersalbei neben Rosen ins Beet setzen.

Einen gewissen Pflanzabstand und somit Freiraum sollten Sie ihnen gönnen, weil dadurch das Rosenlaub nach Regenschauern schneller abtrocknen kann und die Pflanzen windumspielt sind. Pilzkrankheiten und Schädlinge haben so weniger Chancen, sich anzusiedeln.

Gesund bedeutet schön

Pinke Kletterrosen bewachsen einen spitzen Torbogen
©Colourbox

Früher galten Rosen als etwas schwierig in der Pflege: Mehltau, Rosenrost und Sternrußtau vermasselten die Blühsaison. Aber dank robuster neuer Sorten ist das Krankheitsproblem reduziert. Viele neue Sorten tragen das ADR-Prädikat (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung), mit dem nur blühwillige, gesunde Sorten ausgezeichnet werden. 

Achten Sie beim Kauf einfach auf das ADR-Qualitätssiegel. Wer im Sommer noch Rosen pflanzen möchte, kann das durchaus tun. Containerrosen können auch zur Blütezeit ins Beet gepflanzt werden – natürlich ohne Topf! Wie bei allen Rosen gilt: Gerne an sonnige Plätze mit nährstoffreicher Erde pflanzen, an denen mindestens fünf Jahre keine Rosen standen.

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Rosen: Lieblingssorten

Blühfreudig, langlebig und robust – so zeigen sich diese Rosensorten: Ein Blüten-Highlight ist die Beetrose ‘Nautica’ von Kordes. Sie eignet sich auch für Töpfe und trägt das ADR-Qualitätssiegel (www.rosen.de). Die lachsfarbene Duftrose ‘Audienz’ von Noack wird 110 cm hoch (www.noack-rosen.de). Nach frischen Limetten duftet die purpurviolette Beetrose “Kaffe Fassett Rose” von Tantau – köstlich! (www.rosen-tantau.com

Apricotfarbene Rose
©Colourbox

Noch ein Tipp: Pflanzen Sie auch insektenfreundliche Rosensorten mit offenen Blüten, die gut bestäubt werden können. Wertvolle Bienenweiden sind zum Beispiel ‘Roselina’ (zartrosa), ‘Escimo’ (weiß) und ‘Lemon Fizz’ (gelb) aus der “NektarGarten”-Serie des Rosenzüchters Kordes.

Ein Garten für Bienen, Käfer & Co.

So wird Ihr Garten insektenfreundlich

Rosen, die im Topf angeboten werden, sogenannte Containerrosen, können Sie rund ums Jahr pflanzen. So geht’s: Pflanzloch ausheben (etwas größer als der Topf), Rose austopfen, den Wurzelballen auflockern, Rose ins Loch stellen, das Loch mit Rosenerde und Dünger wieder auffüllen, Pflanze gut andrücken und gießen. Noch ein Tipp: Damit Rosen viele Blüten ansetzen und vor allen Dingen gesund und kräftig wachsen, müssen sie gut mit Nährstoffen versorgt werden. Spezielle Rosendünger sind sinnvoll.

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| Land & Leute Redaktion | 28. Mai 2020