Leben » Tierwelt am Ufer
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Tierwelt am Ufer

Tierwelt am Ufer

Ein idealer Lebensraum für viele: an den Ufern von stehenden und fließenden Gewässern gibt es jede Menge Bewohner – von der Eintagsfliege über den prächtigen Wasservogel bis hin zum seltenen Säugetier.

An Seen & Teichen

Stehende Gewässer sind vielfältige Lebensräume mit unterschiedlichen Uferzonen. Da ihr Wasser sich wenig bewegt, wird es seltener durchmischt. In dieser fast strömungslosen Umgebung fühlen sich Frösche und viele Insekten wohl, die wiederum auch Reptilien wie etwa die kleine Ringelnatter anziehen. Auch viele Vögel leben und jagen in stehendem Wasser. Zu finden sind etwa folgende Tiere:

Eisvogel

Der Eisvogel gehört mit seinem bunt schillernden Federkleid zu den auffälligsten Vögeln und lässt sich nur an sauberem Wasser nieder. Dort jagt er pfeilschnell kleine Süßwasserfische. Auch Insekten und Jungfrösche stehen auf seinem Speiseplan.

Haubentaucher

Der langhalsige Schwimmvogel ist durch seine Halskrause schon von Weitem zu erkennen. Er siedelt vorzugsweise an Seen und erbeutet seine Nahrung, kleine Fische, tauchend. Im Winter zieht es die Vögel an eisfreie Binnengewässer.

©Colourbox

Teichfrosch

Schon von Weitem ist sein Quaken zu hören. An einem sonnigen Tag sitzt die Amphibie gern auf einem Seerosenblatt im Wasser und sonnt sich. Der Frosch frisst Insekten und springt auf der Suche nach Beute auch manchmal an Land.

Höckerschwäne

Die großen Wasservögel sind an Seen und Flüssen, wie hier am Rhein, heimisch. Schwanenpaare bleiben ein Leben lang zusammen. Sie ernähren sich von Wasser- und am Ufer wachsenden Pflanzen, sind aber nicht ungefährlich, wenn sie ihr Revier verteidigen.

Teichralle

Der braun-schwarze Vogel trägt einen unverwechselbaren leuchtend roten Stirnfleck. Er ist kleiner als eine Stockente. Der Allesfresser liebt kleinere Seen oder Teiche. Wichtig: ein gut bewachsenes, abwechslungsreiches Ufer, an dem er Futter findet.

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Ein Spaziergang am Wasser: Tierbeobachtung & Entspannung

An Bächen & Flüssen

©Colourbox

Ein kleines Rinnsal gehört ebenso wie der breite Strom zu den Fließgewässern. Oft führen sie im Sommer weniger Wasser, im Winter oder Frühjahr aber so viel, dass sie über die Ufer treten. Dazu findet ein steter Wasseraustausch statt. Lebensumstände, mit denen Frösche, Biber, Fischotter und viele Vögel perfekt zurechtkommen.

Seeadler

Was für ein erhabenes Bild, wenn der Greifvogel am Himmel seine Runden zieht. Er ernährt sich von Fischen, die er an ruhigen Gewässern erbeutet, und von Säugetieren wie jungen Rehen und Füchsen. Seine Population ist gefährdet, erholt sich aber.

Gebänderte Prachtlibelle

Dieses blau-grün schillernde Insekt fühlt sich von Mai bis September an langsam fließenden Gewässern wohl und ist sogar an Gräben zu finden. Es wird etwa fünf Zentimeter lang und fliegt blitzschnell, um räuberisch Insekten zu erbeuten.

Fischotter

Das Mardertier mit seinem schmalen, stromlinienförmigen Körper war vom Aussterben bedroht, bis es an vielen Seen erneut angesiedelt wurde. Der scheue Otter mag flache Flüsse mit naturbelassenem Ufer, wo er viel Nahrung finden kann.

Am Meer

Graue Seehunde am Strand von Helgoland
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Es bedeckt rund 70 Prozent der Erdoberfläche. Vor allem die Tiefsee birgt noch viele Geheimnisse. Doch Nord- und Ostsee sind gut erforscht. Bei einem Spaziergang am Strand lassen sich an beiden Meeren viele bekannte Vögel und Strandbewohner beobachten. Mit etwas Glück sind vielleicht sogar die seltenen Kegelrobben oder auch Seeadler dabei.

Kegelrobbe

Wenn diese junge Kegelrobbe einmal groß ist, wird sie bis zu 230 Zentimeter lang und frisst rund 10 Kilogramm Fisch täglich. Es gibt in der Nordsee Kolonien bei Juist und Amrum.

Wattwürmer

Man erkennt Watt- oder auch Pierwürmer an den markanten Sandhaufen, die sie hinter sich lassen. Sie graben die obere Schicht des Watts um und sind sehr wichtig für das Ökosystem.

Silbermöwe

Der bis zu 60 Zentimeter große Vogel ist an der Küste allgegenwärtig. Mit lautem Geschrei jagt die Silbermöwe Essbarem hinterher und macht auch vor Mülleimern oder Touristen mit Leckereien in der Hand nicht halt. Deshalb bitte nicht füttern!

Strandkrabbe

Das Krebstier ist an Nord- und Ostsee weit verbreitet. Es ist ein Allesfresser und kann mit seinen starken Scheren sogar Muscheln öffnen.

Die schönsten Urlaubsziele am Wasser

©Colourbox

Bei all den prächtigen Tieren haben Sie auch Lust auf einen Spaziergang am Wasser bekommen? Eine Studie der University of Essex hat herausgefunden, dass schon ein fünfminütiger Aufenthalt in der Natur Stimmung und Selbstwertgefühl steigert. Also: worauf warten sie? Es gibt die schönsten ziele am Meer, an Flüssen, Seen – und manchmal liegen sie direkt vor der Tür! Ein Überblick über die schönsten Ziele in Deutschland:

Vorpommern

Tausende von Kranichen machen im September auf ihrem Weg in den Süden in Mecklenburg- Vorpommern Station zwischen Dünen, Salzwiesen und Mooren. Ein überwältigender Anblick.

Uckermark

Das Land der 500 Seen lädt zu einer Wandertour durch drei geschützte Landschaften ein: in den Naturpark Uckermärkische Seen, ins Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin und in den Nationalpark Unteres Odertal.

Grünes Band

Auf 1.393 Kilometern verlief der Eiserne Vorhang durch Deutschland. Heute, gefördert vom BUND, erobert sich die Natur dieses Grenzgebiet mit wertvollen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere zurück.

Amrum

Kaum zu glauben, aber auf Deutschlands zehntgrößter Insel leben etwa 10.000 verschiedene Pflanzen und Tiere! Sie liegt in der Nordsee im UNESCO-Welterbe Wattenmeer und gehört zu einem der wichtigsten Vogelbrutgebiete Deutschlands. Sehenswert: der Kniepsand, ein 15 Kilometer langer Sandstrand, der vor der Nordfriesischen Insel liegt. Er ist Rückzugs- bzw. Brutgebiet für viele Vögel.

Noch mehr Urlaub am Wasser

| Land & Leute Redaktion | 14. Juli 2020