Leben » Trotz Corona-Krise: Reisetipps für den ersten Urlaub mit Kleinkindern
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Trotz Corona-Krise: Reisetipps für den ersten Urlaub mit Kleinkindern

Trotz Corona-Krise: Reisetipps für den ersten Urlaub mit Kleinkindern

Die Reisebranche hat mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen. Die gesetzlichen Vorgaben machen sich im Bereich der Touristik deutlich bemerkbar. Doch so schlimm die Folgen der Corona-Krise auch sind: Es wird weitergehen. Der erste gemeinsame Familienurlaub wird verschoben. Er fällt nicht aus. 

Selbst ohne Corona-Virus war der erste gemeinsame Familienurlaub schon eine Herausforderung für die frischgebackenen Eltern. Doch mit der richtigen Planung und einigen „Geheimtipps“ können junge Familien ihren ersten gemeinsamen Urlaub gut stemmen – wenn Corona sie lässt …

Darauf sollten Sie achten!

1. Pufferzeiten für die Eltern

Berufstätige Eltern eines Kleinkinds sind in ihrem Alltag einer Doppelbelastung ausgesetzt. Sie gehören deshalb laut einer Studie der Internationalen Hochschule Bad Honnef (IUBH) zu den Personengruppen, die durch ihr hohes Stresslevel besonders anfällig für die Leisure Sickness (Freizeitkrankheit) sind.

Mediziner und Psychologen empfehlen deshalb vor und nach dem Urlaub zwei bis drei Tage Pufferzeit einzuplanen. Dies erlaubt dem Körper sich bereits innerlich zu entspannen und verhindert so typische Symptome wie Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Erkältungen, die den Eltern auch den schönsten Urlaub zerstören können.

2. Einbeziehung der Kinder in die Planung und Vorbereitung

Es gibt vermutlich keinen Satz, den Eltern im Urlaub weniger hören möchten als „Mir ist langweilig.“ Es ist deshalb sinnvoll, dass schon die Reiseplanung mit der gesamten Familie erfolgt und dass das Ziel nicht von den Eltern vorgegeben wird. Kleine Kinder, die die Welt außerhalb ihrer Heimatstadt bisher nur aus dem Fernsehen und Büchern kennen, können sich zum Beispiel durch Bilder, die ihren Fantasie-Urlaub zeigen, an der Wahl des Reiseziels beteiligen. Etwas ältere Kinder können hingegen aus Reisemagazinen und  Prospekten faszinierende Bilder heraussuchen und so zeigen, welche Länder sie besonders interessieren.

Eine weitere gute Option ist es den Kindern mehrere Auswahlmöglichkeiten für Reiseziele oder dortige Aktivitäten zu geben. Sie haben so das Gefühl, die Planung mitgestaltet zu haben, obwohl die eigentlichen Entscheidungen bereits durch die Eltern getroffen wurden. Auch das bei Erwachsenen so unbeliebte Kofferpacken ist für viele Kinder ein Erlebnis, das ihnen in der Urlaubsvorbereitung mit einigen Pack-Tipps selbst überlassen werden kann. 

Zusätzlich zur Kleidung, Hygieneartikeln und etwas Spielzeug darf auch spezielles Reiseequipment wie eine günstige Kamera oder ein Fernglas nicht im Kindergepäck fehlen. Bekannte Gegenstände wie das Lieblingskuscheltier oder eine kleine Decke sollten ebenfalls nicht vergessen werden, um eventuelles Heimweh zu vertreiben.

3. Kindgerechte Anreise

Den Satz „Wann sind wir endlich da?“ kennen wohl alle Eltern schon von kürzeren Ausflügen mit dem Auto. Um den Weg zum Urlaubsziel nicht zum Geduldsspiel zu machen, und um die Nerven der Eltern zu schonen, ist es deshalb wichtig, die Anreise kindgerecht zu gestalten.

Bei Reisen mit dem Flugzeug ist dies bei den meisten Kindern sehr einfach. Oft reichen schon die neue Situation und das Entertainment-Angebot an Bord aus, um die lieben Kleinen für Stunden zu beschäftigen. Wenn der Abflug in den Ferien oder von einem ohnehin ständig vollem Airport stattfindet, ist es empfehlenswert bei einem Anbieter wie Parken Flughafen Hannover vorzeitig einen Stellplatz zu reservieren.

Eltern können sich und ihren Kindern so nicht nur die lange Parkplatzsuche ersparen, sondern gelangen auch stressfreier mit ihren Koffern und Kinderwagen zum Check-in. Ein „Geheimtipp“ gegen die langen Wartezeiten am Flughafen ist auch der sogenannte „Priority Pass“, der es ermöglicht die meisten Warteschlangen zu umgehen. Die Kosten hierfür betragen üblicherweise weniger als zehn Euro und sind besonders mit einem quengelnden Kleinkind eine gute Investition.

Eine Anreise per Auto oder Bahn ist erfahrungsgemäß schon eine deutlich größere Herausforderung, die mit etwas Planung aber gut gemeistert werden kann. Bei kleinen Kindern sollte die Abfahrt, wenn möglich auf die typische Schlummerzeit gelegt werden. Die ersten Stunden vergehen für den kleinen Urlauber so buchstäblich im Schlaf. Außerdem sollten Eltern auf besonders bequeme Kleidung und ein Unterhaltungsprogramm aus Bilderbüchern, Hörspielen und anderen Aktivitäten achten, um die Fahrt wie im Fluge vergehen zulassen.

4. Urlaub außerhalb der Ferienzeiten

Obwohl es sich um einen eigentlich offensichtlichen Fehler handelt, entscheiden sich auch Eltern nicht schulpflichtiger Kinder oft für einen Urlaub während der Schulferien. Eine Reise außerhalb der Hauptsaison bietet hingegen zwei nicht zu unterschätzende Vorteile.

Die Anreise und die Unterbringung im Hotel oder einer Ferienwohnung ist in der Nebensaison oft zwischen 30 und 50 Prozent günstiger. Außerdem empfinden viele Reisende auch die Zeit für Ort außerhalb der Hauptsaison als entspannender, weil sie die ansonsten überfüllten Hotelanlagen und Attraktionen fast für sich allein haben. 

5. Die richtige Unterbringung

Ein weiterer oft gemachter Fehler ist die Wahl der falschen Unterkunft. Ein ständig lautes Kleinkind in einem 5 Sterne Wellnesshotel zerstört nicht nur den Urlaub der anderen Gäste, sondern ist auch für die Eltern äußerst unangenehm. Bedenkenlos gewählt werden können hingegen Ferienwohnungen und Ferienhäuser sowie die meisten Clubanlagen, in denen fast immer ein Animationsprogramm für die Kinder und kindgerechtes Essen angeboten werden.

Inzwischen bieten große Vergleichsportale wie booking.com und trivago.de Filter für kinderfreundliche Unterbringungen an und informieren über spezielle Kinderausstattungen wie einen Wickelraum. Familiengerechte Hotels verfügen zudem oft über eine Kinderbetreuung, die es den Eltern ermöglicht einige Stunden wohlverdiente Zweisamkeit zu verbringen und so von ihrem stressigen Alltag loszulassen. 

6. Fazit

Ein Urlaub mit Kleinkind bedarf zwar einer gründlichen Planung und sollte nicht „Last Minute“ entschlossen werden, ist aber für alle Beteiligten ein zugleich entspannendes und interessantes Erlebnis. 

| rtv Redaktion | 24. März 2020