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Unkraut: So werden Sie es los

Unkraut: So werden Sie es los

Am Waldrand oder auf der Wiese sind Wildkräuter gern gesehen, im Garten stören sie jedoch oft die Ästhetik der Gestaltung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Unkrautbewuchs eindämmen können.

Methoden gegen unerwünschtes Grün

Giersch, Gänseblümchen, Vogelmiere und Gundermann keimen und wachsen oft schneller als die anderen Beetpflanzen und machen uns Gärtnern das Leben schwer.

Im Gemüsebeet sind Hacken, Jäten, Ausstechen oder Mulchen die passenden Bekämpfungsmaßnahmen. Hier ist reine Handarbeit gefragt!

In frisch angelegten Gemüsebeeten sollten Sie zunächst das Unkraut tiefgründig entfernen, mit der Aussaat dann aber noch zwei Wochen warten, damit Sie dann noch einmal aufkeimende Unkräuter entfernen können.

Während der Wachstumszeit wird regelmäßig zwischen den Gemüsereihen gehackt. Bei trockener Witterung kann das Unkraut als Mulch durchaus liegen bleiben, so es nach der Blüte noch keine Samen angesetzt hat.

©Colourbox

Unkräuter im Rasen werden durch regelmäßiges Mähen geschwächt. Wurzelunkräuter wie Löwenzahn mit einem Unkrautstecher samt Wurzeln aus dem Boden holen.

Und im Blumenbeet funktioniert diese Unkraut-Vermeidungsmethode: Stets standortgerecht und bodendeckend pflanzen! Fühlen sich Stauden, Sträucher oder Bodendecker am ihnen zugewiesenen Beetplatz wohl, wachsen sie üppig, und das Unkraut hat wenig Chancen, sich auszubreiten – sehr zur Freude des Gartenbesitzers!

Insektenschutz: Lassen Sie eine Ecke mit Brennnesseln im Garten stehen. Darüber freuen sich besonders die Raupen des Admirals, die nur Brennnesseln fressen.

Hat sich Giersch zwischen Stauden ausgebreitet, etwa inmitten von Funkien mit blaugrünen Blättern, hilft nur das Entfernen des gesamten Unkrauts samt seines weißlichen Rhizoms (Wurzel). Ein Abzupfen der Blätter ist sinnlos – Giersch treibt immer wieder aus!

Einfach aufessen: Wildkräuterküche

Warum lange über unerwünschte Unkräuter im Garten ärgern? Essen Sie die frischen Kräutlein lieber auf. Gänseblümchen kann man wie Kapern einlegen, aus Giersch ein Pesto herstellen und mit jungen Löwenzahnblättern einen Salat machen. Sehr wichtig: Verzehren Sie nur Pflanzen, die Sie hundertprozentig genau erkennen und von denen Sie auch wissen, wie man sie richtig zubereitet.

Den Boden mulchen

©Colourbox

Im Gemüsebeet kann eine Mulchschicht mit Stroh, getrocknetem Rasenschnitt oder Laub das Unkraut unterdrücken. Wer dem Unkraut zwischen Gehölzen zu Leibe rücken möchte, der verteilt dort Rindenmulch oder Holzhäcksel, zwischen Rosen hat sich Mulch nicht bewährt.

Die Mulchschicht nicht zu dick aufbringen, da das Material sonst fault. Eine 5-10 cm starke Schicht leistet bereits gute Dienste.

Tipp: Vor dem Verteilen des Mulchmaterials alle Wurzelunkräuter ausgraben und eine Schicht aus Zeitungspapier oder Pappe zwischen Erde und Mulch legen.

Vorsicht beim Abbrennen

Neben der mechanischen Unkrautbekämpfung durch Kratzen oder Bürsten ist das Abflammen die einzige Methode, die auf Pflasterflächen erlaubt ist. Der Einsatz von chemischen Unkrautvernichtern ist verboten.

Die gas- oder strombetriebenen Unkrautbrenner erhitzen die Kräuter mit heißer Luft oder Feuer. Dabei werden die Zellen der Pflanzen geschädigt, und die Unkräuter sterben oberirdisch ab.

Am besten bei trockener Witterung arbeiten. Und die Kräuter sollten noch nicht allzu groß sein.

Tipp: Verzichten Sie auf das Abflammen im Beet oder vor Hecken und seien Sie immer vorsichtig – zu schnell fangen trockenes Laub und kleine Äste Feuer, und wer will schon, dass die Feuerwehr anrücken muss!

Nützliche Hilfsmittel

©Colourbox/Stig Alenäs

Selbst in den schmalsten Pflasterfugen und Ritzen siedeln sich gerne Gräser und Wildkräuter an. Mit einem Fugenkratzer entfernen Sie die Unkräuter samt Wurzeln ganz schnell.

Hartnäckige Wildkräuter mit langen Pfahlwurzeln werden in Beet- und Rasenflächen am besten und gründlichsten mit einem Unkrautstecher aus dem Boden geholt.

Mit der Edelstahlschlaufe des schwedischen Handjäters lockert man den Boden und entfernt dabei das Unkraut – ideal auch für die Pflege von Hochbeeten geeignet.

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Land & Leute Redaktion | 27. Juli 2021