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Zwiebelpflanzen: Warten lohnt sich

Zwiebelpflanzen: Warten lohnt sich

Tulpen, Narzissen, Krokusse und viele mehr zaubern im Frühling Farbe in die Beete. Doch es dauert Monate, bis aus der Zwiebel Blätter und Blüten treiben. Jetzt ist Pflanzzeit!

Es ist ein Wunder der Natur: In einem unterirdischen Speicherorgan – nichts anderes nämlich ist die Blumenzwiebel – sind die Anlagen für das nächste Jahr bereits vorhanden. Wenn also eine frisch gepflanzte Tulpe nicht blüht, liegt das sicher nicht an mangelnder Pflege.

Treibt sie nur Blätter, war die Zwiebel noch zu jung und damit nicht blühfähig. Die Größe der Zwiebel ist aber nicht ausschlaggebend für den Blüherfolg. Es gibt bei Tulpen und Narzissen Sorten, die eher kleine oder aber eine sehr dicke Zwiebeln ausbilden.

Um sicherzugehen, kaufen Sie am besten im Fachhandel, der in der Regel nur blühfähige Qualitätsware anbietet. Ausnahmen sind einige Raritäten, bei denen oft auch junge Zwiebeln zum Verkauf kommen.

Übrigens: Wer im September und Oktober pflanzt, bietet den Zwiebeln im noch sommerwarmen Boden reichlich Zeit, um anzuwachsen! Wir stellen Ihnen im Folgenden einige Zwiebelpflanzen vor, die sich besonders schön im Beet machen.

Traubenhyazinthe: Verwilderter Charme

Traubenhyazinthen in einer Wiese
©Colourbox

Traubenhyazinthen vermehren sich so gut, dass man früher ganze Beeteinfassungen mit ihnen schuf. Das Laub der bekanntesten Art Muscari armeniacum erscheint bereits im Spätsommer und Herbst. Sie säen sich gut aus, bilden aber auch viele Tochterzwiebeln. Am wohlsten fühlen sie sich an einem Platz in der vollen Sonne.

Elfenkrokus: Weide für Bienen

Blühende, lilafarbene Krokusse
©Colourbox

Krokusse gehören zu den allerersten Bienenweidepflanzen und sollten in keinem Garten fehlen. Besonders der Elfenkrokus (Crocus tommasinianus) sät sich rasenartig aus und entfaltet dann Hunderte von Blüten. Krokusse können auch gut im Rasen stehen. Gemäht wird aber erst, wenn das Laub gelb ist.

Narzissen: Langlebig

Blühende, weiße Narzissen
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Wenn der Boden lehmig-sandig und nicht zu trocken ist, vermehren sich Narzissen (Narcissus) von Jahr zu Jahr. Dann wird es Zeit, die Bestände zu teilen, denn sie können in der Blühfähigkeit bei zu dichtem Stand nachlassen. Es gibt viele Hunderte von Sorten, wärmeliebender sind die Mehrblütigen.

Tulpen: Standfest

Blühende, rot-weiße Tuplen
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Wer Tulpen pflanzt, kann bei vielen Sorten jedes Jahr neue Zwiebeln setzen, da sie sich schnell erschöpfen. Das gilt allerdings nicht für die von alters her beliebten Darwin-Tulpen. Sie vermehren sich sehr gut durch Nebenzwiebeln, sodass mit den Jahren immer mehr Blüten aufgehen. Zudem sind sie standfest.

Strahlenanemone: Fröhlich ab März

Blühende, weiße und lilafarbene Strahlenanemonen
©AdobeStock

Die blauen und weißen Blütensterne der Anemone blanda erscheinen ab März und halten lange. Sie wachsen in Sonne und Halbschatten und gedeihen unter Sträuchern. Mit dem einheimischen Buschwindröschen sind sie eng verwandt und haben ähnliche Ansprüche wie dieses.

Wilde Tulpen: Exotische Gewächse

Blühende, gelbe Wildtulpen
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Wilde Tulpen, auch botanische Tulpen genannt, kommen meistens aus den eher trockenen und auch sommerwarmen Gebirgsregionen Vorderasiens. Im Garten fühlen sie sich daher in Steingartenbeeten in voller Sonne am wohlsten. Dann blühen sie jedes Jahr wieder.

Kaiserkrone: Prachtvoll und vergessen

Orange Kaiserkrone
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Sie waren einst der Stolz der Vorgärten und sind etwas in Vergessenheit geraten: die Kaiserkronen (Fritillaria imperialis). Die faustgroßen Knollen riechen unangenehm und stehen im Ruf, Wühlmäuse zu vertreiben. Lässt man die Pflanzen in Ruhe, wachsen sie stetig.

Schneeglöckchen: Frühe Blüten

Schneeglöckchen
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Die frühesten Sorten des Schneeglöckchens (Galanthus) blühen schon im Oktober und sind nur etwas für Liebhaber. Ganz unkompliziert sind dagegen die Spielarten des heimischen Galanthus nivalis und die beliebten großblütigen Formen von G. plicatus und G. elwesii.

Winterling: Sät sich aus

Knospende, gelbe Winterlinge im Schnee
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Unter Bäumen und Sträuchern sorgt der Winterling (Eranthis hyemalis) zeitgleich mit Schneeglöckchen für leuchtend gelbe Blütenteppiche. Die Pflanzen säen sich reich aus, Sämlinge blühen nach drei Jahren. Die Knöllchen werden vor der Pflanzung eine Nacht gewässert.

Zierlauch: Sonnenanbeter

Lila blühender Zierlauch
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Für alle Sorten des Zierlauchs gilt: Sonne ist besser als Schatten. Je mehr Licht die Pflanzen ab Austriebsbeginn erhalten, desto standfester sind sie. Zierlauch pflanzt man am besten in Gruppen, sodass die kugeligen Blütenstände reizvolle Akzente im Beet setzen können.

| rtv Redaktion | 10. Oktober 2019