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Interview mit Simone Thomalla

Interview mit Simone Thomalla

"Wir haben einen Jahrhundertwinter erwischt"

Bevor es im Januar 2020 mit neuen Folgen der ZDF-Herzkino-Reihe “Frühling” weitergeht, zeigt das Zweite erstmals ein Weihnachtsspecial der Serie. Hauptdarstellerin Simone Thomalla erzählt im Interview, warum der Dreh der Weihnachtsfolge besonders kompliziert war und wie sie die Festtage verbringt.

Frau Thomalla, Sie spielen jetzt bereits seit fast 10 Jahren die Katja Baumann in der ZDF-Reihe “Frühling”. Worin liegt die Herausforderung eine Rolle über einen so langen Zeitraum zu spielen?

Simone Thomalla: Wenn man gute Bücher hat, ist es großartig, eine Figur über viele Jahre führen zu dürfen. Katja Baumann zum Beispiel entwickelt sich immer weiter, hat ihre Höhen und Tiefen, darf Fehler machen, ist nicht perfekt. Das macht dann Spaß.

Katja ist die gute Seele des Dorfs. Welche Eigenschaften mögen Sie an ihr am liebsten?

Simone Thomalla: Ihr offenes Herz, ihr unbedingter Wille, ihre Fälle zu einem positiven Abschluss zu bringen. Sie ist ja sozusagen eine Kommissarin im sozialen Bereich. 

Würden Sie sagen, dass Sie Gemeinsamkeiten mit Katja Baumann haben?

Simone Thomalla: Man hat mit jeder Figur, die man spielt, Gemeinsamkeiten, aber vielmehr auch meist große Unterschiedlichkeiten. Das ist auch bei Katja so. Ihr Privatleben ist chaotisch, meines sehr geregelt. Ihr berufliches Leben frisst sie oft mit Haut und Haaren, meines auch recht oft.

2019 gibt es nun erstmal eine Weihnachtsfolge von “Frühling”. Was ist an der so besonders?

Simone Thomalla: Wir haben einen Jahrhundertwinter in der Region erwischt. Schaut man den Film, sieht man, wie hoch sich der Schnee türmt. Unser Drehbuch musste sogar in weiten Teilen umgeschrieben werden, weil wir einzelne Motive wegen Lawinengefahr und gesperrten Straßen nicht mehr erreichen konnten.

"Ich bin ein Stadtmensch"

Könnten Sie sich vorstellen, in einem Dorf wie “Frühling” zu leben? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

Simone Thomalla: Nein, ich bin ein Stadtmensch! Ich liebe inzwischen meine Zeit bei den Dreharbeiten auf dem Land und kann die Ruhe, das Läuten der Kuhglocken, die stillen Abende genießen, was mir zu Beginn nicht leichtgefallen ist. Aber dann bin ich auch wieder froh, wenn Berlin mich an den Wochenenden wiederhat und ich die kulturellen Angebote der Stadt genießen und meine Freund und Familie treffen kann.

In der Weihnachtsfolge steht das besinnliche Beisammensein an Heilig Abend auf dem Spiel. Was könnte bei Ihnen zu Hause schiefgehen, dass Sie am Ende sagen “das Weihnachtsfest fällt ins Wasser”?

Simone Thomalla: Wir versuchen jedes Jahr aufs Neue, dass alle Familienmitglieder dabei sein können, was nicht so ganz leicht ist! Silvios Eltern leben in Thüringen, meine Mutter in Klein Machnow, meine Tochter meist in Istanbul. Auch in diesem Jahr wird es sich erst kurz vorher entscheiden, wer dabei sein kann.

2020 starten auch neue Folgen von “Frühling”. Was sind Ihre weiteren Pläne für das neue Jahr?

Simone Thomalla: Gerade stehe ich auf der Probenbühne und habe am 14.12. in Berlin Premiere am Renaissance Theater mit dem Stück “Extrawurst”. Wir spielen dann bis Ende Februar. Dann habe ich einen Monat Pause, bevor es mit “Frühling” bis in den Herbst weitergeht.

| Katharina Montada | 17. Dezember 2019