Neues aus Film und Fernsehen » „Oskar, das Schlitzohr und Fanny Supergirl“ im Ersten
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„Oskar, das Schlitzohr und Fanny Supergirl“ im Ersten

„Oskar, das Schlitzohr und Fanny Supergirl“ im Ersten

“Ich bin nicht normal, gefällt mir eigentlich ganz gut”, erklärt Professor Krypton Fanny Supergirl. Eigentlich heißt der Professor mit dem strubbeligen weißen Haar Oskar (Dieter Hallervorden). Er ist der Großvater der achtjährigen Fanny (Julia Kovacs). Auch sie ist “nicht normal”. Zumindest finden das Fannys Mitschüler, deren Spott sie regelmäßig ausgesetzt ist, etwa wenn sie wieder einmal im Supergirl-Kostüm zum Unterricht kommt. 

Ihre Mutter Tilda (Chiara Schoras) ahnt, dass Fanny eine Form von Autismus hat, misstraut jedoch wegen ihrer eigenen Kindheitserfahrungen den Psychologen. Dann kommt Tildas entfremdeter Vater Oskar ins Spiel, der wegen Hochstapelei im Gefängnis saß. Nun versteckt er sich in einem Bauwagen im Garten der Familie. Dort trifft er auf Fanny und gibt sich kurzerhand als besagter Professor Krypton aus, benannt nach Supergirls Heimatplaneten.

Ein Plädoyer für mehr Toleranz

Oskar ist der erste Mensch, der Fanny akzeptiert, wie sie ist. Mehr noch: der ihr Anderssein als Stärke betrachtet und ihr erklärt, dass die Menschen Angst vor Dingen haben, die anders sind. Die Rolle ist Dieter Hallervorden auf den Leib geschrieben, und auch die junge Julia Kovacs spielt ihre Fanny mit entwaffnendem Charme. 

Ohne Pathos und moralischen Fingerzeig, dafür mit viel Herz für das Außenseiterpaar erzählen Drehbuchautorin Silke Steiner und Regisseur Markus Herling dessen Geschichte. Ihr Film ist ein berührendes Plädoyer für mehr Akzeptanz und Toleranz – denn wer bestimmt eigentlich, was normal ist und was nicht?

Sendetermine zum Film “Oskar, das Schlitzohr und Fanny Supergirl”

  • Montag, 3. Januar 2022, 20:15 Uhr im Ersten
  • nach der Ausstrahlung drei Monate lang in der ARD-Mediathek verfügbar
| Susanne Bald | 27. Dezember 2021