Neues aus Film und Fernsehen » Neue Serie “Jenseits der Spree” ab 24.9. im ZDF
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Neue Serie “Jenseits der Spree” ab 24.9. im ZDF

Neue Serie “Jenseits der Spree” ab 24.9. im ZDF

Das ZDF schlägt an seinem wohl traditionsreichsten Krimitermin ein neues Kapitel auf. “Jenseits der Spree” punktet mit einem spannend gemischten Doppel und einem passend gewählten Drehort.

Zunächst etwas Historie für die jungen Hüpfer, erzählt von Jürgen Vogel: “Der Freitagabend- Krimi gehört zur Fernsehgeschichte. Das fing für mich mit ,Derrick‘ an. Damit sind wir ja irgendwie alle groß geworden, zumindest aus meiner Generation”. Dementsprechend stolz ist der Star, den Sendeplatz mit einem neuen, zeitgeistkonformen und doch leicht Nostalgie umwehten Format zu bereichern.

Er spielt den alten Polizeihasen Robert Heffler, der sich vom aufreibenden Kriminaldauerdienst verabschiedet hat und nun den Schreibtisch hütet. Zum Teil, weil ihm ein traumatisierender Einsatz nachhängt, vor allem aber, weil er alleinerziehend drei Töchter versorgen muss. Der Personalmangel bei der Köpenicker Polizei bringt für Robert allerdings die Order mit sich, wieder auf der Straße zu arbeiten. Klare Bedingung des fürsorglichen Papas: “Meine Mädels dürfen nichts erfahren”.

Ein starkes Duo

Ermitteln soll er an der Seite der jungen Kay Freund, die wegen Über eifers den Brennpunkt Wedding verlassen musste. Gespielt wird sie von Seyneb Saleh, die ihre Rolle so beschreibt: “Kay ist diszipliniert und verantwortungsbewusst, aber auch impulsiv und direkt. So sehr sie gerne das Bild der Musterschülerin abgibt: Manchmal hat sie sich nicht im Griff, dann passieren ihr Fehler. Nichts ist für Kay schlimmer. Eben solch ein Kontrollverlust hat dazu geführt, dass sie vom Wedding nach Köpenick versetzt wurde.”

Die arbeitssüchtige Jungpolizistin und ihr pantoffeliger Kollege mit familiären Pflichten, den sie auch mal “Opa” nennt: ein starkes Duo. Neben dieser horizontalen Ebene gibt es in jeder der vorerst vier Folgen einen abgeschlossenen Kriminalfall zu lösen, wie es sich für den Freitagabend gehört. Zum Auftakt geht es um den Tod eines illegalen Einwanderers. Er hatte für eine Spedition gearbeitet, in der er seine große Liebe traf, aber auch mit zwielichtigen Gestalten kooperieren musste.

Köpenickiaden, gestern und heute

Bleibt noch der besondere Schauplatz zu würdigen: Köpenick im tiefen Südosten Berlins, ein Ortsteil, der selten im Fokus von Metropolendrehs steht und den ein schön historisches Flair umweht. Vielleicht denkt man unwillkürlich an den “Hauptmann von Köpenick” – den Schuster Voigt, der im Jahr 1906 die Stadtkasse plünderte und dank Zuckmayrs Drama unsterblich wurde. Oder an die “Alte Försterei” und den Traditionsverein “Eisern” Union Berlin. Wobei der natürlich längst in der hochmodernen Bundesliga erfolgreich ist. 

Nehmen wir das als Bild für die Verbindung von Alt und Neu, die auch der Serie gelingt. Man kann es nicht schöner sagen als Jürgen Vogel: “Als Kind war der Freitagabend für mich ein Krimiabend, weil man abends nicht mehr rausgehen konnte. Für die Jüngeren heutzutage ist das erstmal nicht so interessant. Die können unsere Serie aber in der Mediathek schauen”. Hauptsache, alle haben “Jenseits der Spree” ihren Krimispaß. Dürfte klappen.

Sendetermine zu den vier Folgen der neuen Reihe “Jenseits der Spree”:

  • Folge 1 “Blutsbande”: Freitag, 24. September, 20:15 Uhr im ZDF
  • Folge 2 “Tunnelblick”: Freitag, 1. Oktober 2021, 20:15 Uhr im ZDF
  • Folge 3 “Untiefen”: Freitag, 8. Oktober 2021, 20:15 Uhr im ZDF
  • Folge 4 “Der letzte Trip”: Freitag, 15. Oktober 2021, 20:15 Uhr im ZDF
  • alle Filme jeweils eine Woche (Freitag) zuvor ab 10:00 Uhr in der ZDFmediathek 
| Oliver Kinser | 14. September 2021