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Bratwurst, Glühwein, Lichterglanz: Die beliebtesten Weihnachtsmärkte

Bratwurst, Glühwein, Lichterglanz: Die beliebtesten Weihnachtsmärkte

Alle Jahre wieder legt sich der Duft von Glühwein, gebrannten Mandeln, Lebkuchen und Bratwurst über das Land. Straßenmusikanten spielen weihnachtliche Melodien, die ein oder andere Schneeflocke fällt vom Himmel, und Weihnachtsmärkte sorgen für glänzende Kinderaugen und festliche Stimmung.

Das sind unsere Empfehlungen:

Christkindlesmarkt Nürnberg

30. November – 24. Dezember 2018

Öffnungszeiten: montags bis sonntags 10 – 21 Uhr, Heiligabend bis 14 Uhr

Anreise per Bahn zu empfehlen, der Markt liegt nur eine U-Bahnstation vom Hauptbahnhof entfernt (Ausstieg Lorenzkirche)

© Stadt Nürnberg

Der wohl berühmteste Weihnachtsmarkt der Welt ist der „Christkindlesmarkt“ in Nürnberg. Mehr als zwei Millionen Gäste aus aller Welt drängten sich allein im letzten Jahr durch die kleinen Gassen zwischen den zahlreichen Verkaufsständen. Zu den kulinarischen Wahrzeichen der Frankenmetropole gehören fingergroße Rostbratwürste und Lebkuchen in vielfältigen Variationen, die man zur Vorweihnachtszeit nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt an jeder Ecke finden kann. Daneben bieten die Händler in den gut 200 Buden auf dem Hauptmarkt allerlei Kunsthandwerk, selbstgemachte Kerzen und Textilien sowie kreativen Weihnachtsschmuck an. Hoch über dem geschäftigen Treiben des Christkindlesmarktes thront erhaben die stimmungsvoll beleuchtete Nürnberger Burg.

Eröffnet wird der Christkindlesmarkt traditionell am Freitagabend vor dem ersten Advent. Beim feierlichen Prolog von der Frauenkirche herab versprüht das Nürnberger Christkind seinen Weihnachtsglanz über den Markt und seine Besucher. Längst kein Geheimtipp mehr ist der Markt der Partnerstädte auf dem Rathausplatz etwas abseits des Hauptmarktes. Ob handgemachte Seifen aus Frankreich, heißer Whisky aus Schottland, Seidenschals aus China oder griechischer Honig: In den gut 20 Ständen aus aller Welt gibt es allerlei Interessantes, Exotisches und Schmackhaftes zu entdecken.

Wer mit seinem Nachwuchs nach Nürnberg kommt, sollte auf keinen Fall die „Kinderweihnacht“ auf dem Hans-Sachs-Platz verpassen. Hier können die Kleinen unter anderem mit einem prachtvollen Dampfkarussell fahren. Mehrmals in der Woche schaut auch das Christkind vorbei und dreht mit den kleinen Marktbesuchern einige Runden. In einer festlichen Backstube können die Kinder sich im kreativen Lebkuchenbacken ausprobieren.

Christkindlmarkt auf der Fraueninsel im Chiemsee

30.11. – 2.12. und 7.12. – 9.12.

Öffnungszeiten: freitags 14 – 19 Uhr, samstags und sonntags 12 – 19 Uhr

Anreise: Am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Bahnhof Prien am Chiemsee. Von dort geht es mit einem Kombiticket mit dem RVO-Pendelbus oder dem „Winterdampf-Bockerl“ zum Hafen Prien/Stock und dann direkt mit dem Schiff auf die Fraueninsel. Auch ab Gstadt fahren alle 30 Minuten Pendelschiffe.

© Prien Marketing GmbH

Der kuschelige Weihnachtsmarkt mitten im „Bayerischen Meer“ ist ein besonderes Juwel. Im Sommer ist der Chiemsee ein Magnet für Wassersportbegeisterte, im Advent finden Weihnachtsfans und Romantiker hier ein Zuhause. Nicht selten fallen in Oberbayern in der Vorweihnachtszeit dicke Schneeflocken und verwandeln den kleinen Weihnachtsmarkt in eine märchenhafte Winterkulisse. In den rund 90 Verkaufsständen werden regionale Kunsthandwerkerzeugnisse, Schmuck und kulinarische Leckerbissen angeboten. Anders als auf den meisten anderen Weihnachtsmärkten des Landes, gibt es hier in großer Menge das, was die Fischer der Region aus dem Chiemsee geholt haben. Doch natürlich müssen Sie keinen Fisch essen, denn für Bratwurst, Gulaschsuppe und heiße Maronen ist auch auf der Fraueninsel gesorgt. Wer es süß mag, dem sei besonders das Bad Feilnbacher Apfelbrot ans Herz gelegt.

Und auch Kulturfreunde kommen auf dem Christkindlmarkt im Chiemsee auf ihre Kosten, denn im Inselmünster finden mehrere Adventskonzerte und Lesungen rund um das Weihnachtsfest statt.

Bei der Planung ist zu berücksichtigen: Der Christkindlmarkt auf der Fraueninsel findet ausschließlich an den ersten beiden Adventswochenenden statt.

Striezelmarkt in Dresden

28. November – 24. Dezember 2018

Öffnungszeiten: täglich 10 – 21 Uhr, Heiligabend bis 14 Uhr

Anreise: vom Hauptbahnhof (Ausgang Nordseite) in 15 Minuten zu Fuß zu erreichen.

© Dresden Marketing GmbH

Der Striezelmarkt auf dem Altmarkt in Dresden ist neben dem in Bautzen der älteste beurkundete Weihnachtsmarkt Deutschlands. Er wird seit 1434 ausgerichtet und verzeichnete wie der Nürnberger Christkindlesmarkt zuletzt über 2 Millionen Besucher. Benannt ist der Striezelmarkt nach dem berühmten Dresdner Stollen. Den können Sie dort in den unterschiedlichsten Variationen ebenso kosten wie die Pulsnitzer Pfefferkuchen und weitere regionale Spezialitäten. Am Samstag vor dem zweiten Advent wird auf dem Markt traditionell das Dresdner Stollenfest mit einem riesigen Striezel gefeiert, von dem sich die Besucher die ein oder andere Scheibe abschneiden können.

Eine Woche später begehen die Dresdner und ihre Gäste das Pyramidenfest. Auf dem Weihnachtsmarkt befindet sich nämlich die größte Erzgebirgische Stufen-Pyramide der Welt – sie misst beinahe 15 Meter!

Selbstverständlich findet man auf dem Dresdner Weihnachtsmarkt auch Souvenirs der berühmten erzgebirgischen Holz- und Handwerkskunst: von Weihnachtspyramiden in Normalgröße über Lausitzer Blaudruckstoffe bis hin zu den wunderschönen Herrnhuter Sternen, die auch die heimischen vier Wände in stimmungsvoll-weihnachtliches Licht tauchen.

Auch für die Kinder ist in der Sachsenmetropole einiges geboten: jeden Nachmittag beim Puppentheater zum Beispiel und immer dann, wenn der Weihnachtsmann den Striezelmarkt aufsucht, um ein weiteres Türchen des großen Adventskalenders zu öffnen.

Erfurt

27. November bis 22. Dezember 2018,

Öffnungszeiten: sonntags bis mittwochs 10 bis 20 Uhr, donnerstags 10 bis 21 Uhr, freitags und samstags 10 bis 22 Uhr

Anreise per Bahn zu empfehlen, der Markt liegt etwa 15 Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Auch die Stadtbahn fährt vom Bahnhof direkt zum Domplatz.

© Stadtverwaltung Erfurt

In Thüringens Hauptstadt bietet sich den Besuchern eine wahrlich märchenhafte Kulisse. Der traditionelle Weihnachtsmarkt findet auf dem Domplatz, zu Füßen des imposanten Mariendoms und der gotischen Severikirche statt. Die beiden Gotteshäuser sind die Wahrzeichen Erfurts und auch außerhalb der Weihnachtssaison immer einen Besuch wert. Der Dom besitzt die mit 2,57 m Durchmesser weltweit größte freischwingende Glocke aus dem Mittelalter (1497 gegossen!), die fünfschiffige Severikirche zählt zu den wichtigsten deutschen Bauten der Gotik.

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf dem Erfurter Weihnachtsmarkt zählen die kunstvolle Krippe mit ihren 14 handgeschnitzten, beinahe lebensgroßen Figuren, eine festlich geschmückte 25 Meter hohe Tanne sowie eine 12 Meter hohe Weihnachtspyramide und der 5 Meter hohe Adventskranz auf den Stufen des Doms.

Für glänzende Kinderaugen sorgt jedes Jahr der geheimnisvolle Märchenwald. Neben fantasievollen Märchenbildern und teils skurrilen Märchenfiguren befindet sich zwischen den Bäumen auch eine Weihnachtskrippe mit lebenden Tieren, die selbstverständlich gestreichelt werden dürfen.

Die vielen festlich geschmückten Marktbuden verteilen sich über die gesamte Altstadt Erfurts, wo neben den klassischen Weihnachtssouvenirs thüringische Spezialitäten aus Kulinarik und Kunsthandwerk feilgeboten werden.

Bremen

26. November bis 23. Dezember 2018

Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 10 – 20.30 Uhr, freitags und samstags bis 21 Uhr, sonntags 11 – 20.30 Uhr

Anreise per Bahn zu empfehlen, der Markt liegt nur wenige Schritte vom Hauptbahnhof entfernt.

© Arge Bremer Märkte

Auch im hohen Norden wird die Adventszeit stimmungsvoll begangen. Allein in Hamburg finden zahlreiche Weihnachtsmärkte unterschiedlichster Größen statt. Besonders beliebt aber ist der Weihnachtsmarkt im benachbarten Bremen. Der historische hanseatische Marktplatz bildet den perfekten Hintergrund für die zahlreichen Stände, die sich vor dem Rathaus und der Roland-Statue (UNESCO-Weltkulturerbe) aneinanderdrängen.

Die feierliche Eröffnung des Bremer Weihnachtsmarktes findet am 26. November im St. Petri Dom statt. An jedem der vier Adventsfreitage um 18 Uhr entführen fünf überlebensgroße, winterlich verkleidete Fantasiewesen in leuchtenden Kostümen auf eine zauberhafte Reise.

An den drei ersten Wochenenden sowie dem 22. Dezember begleiten die Turmbläser vom Rathausbalkon aus mit weihnachtlichen Posaunenklängen das bunte Treiben unten auf dem Marktplatz.

In einer kleinen Hütte am Brautportal neben dem Dom begrüßt der Weihnachtsmann jeden Tag um 16 Uhr die jüngeren Marktbesucher zum fröhlichen Plausch und der ein oder anderen Vorlesestunde. Bis zum 13. Dezember können Kinder bis zum 12. Lebensjahr außerdem am alljährlichen Malwettbewerb teilnehmen. Das schönste Bild vom Bremer Weihnachtsmarkt wird am Ende prämiert.

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| rtv Redaktion | 27. November 2018