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Camping-Trends 2021

Camping-Trends 2021

Vergangenes Jahr erlebte Campingurlaub einen regelrechten Aufschwung. Wie es dieses Jahr weitergeht und welche neuen Trends es gibt, lesen Sie hier.

Reisen in Zeiten der Pandemie

Schon 2020 stiegen nicht nur viele Neulinge auf den Wohnwagen bzw. das Wohnmobil um, auch viele Camper nutzten das Reisemobil häufiger. Der Trend zum Campingurlaub wird sich wohl auch 2021 fortsetzen, ist dieses Jahr doch noch geprägt von der Corona-Pandemie und Hygienemaßnahmen, die beim Campen leicht eingehalten werden können. Im mobilen Zuhause kann problemlos auf Abstand und Hygiene geachtet werden, und auch die Campingplatzbetreiber haben ihre Hygienekonzepte bereits ein Jahr erprobt.

Statt ans kroatische oder italienische Mittelmeer zog es viele 2020 in deutsche Urlaubsgebiete – beliebt waren vor allem die Nord- und Ostseeküste sowie die deutschen Alpen inklusive dem Vorland. Hier ist kaum Veränderung zu erwarten, auch wenn Auslandsreisen in absehbarer Zeit wohl wieder einfacher möglich werden. Der Campingboom führt dazu, dass gerade in den beliebtesten Regionen die Plätze schnell voll sind und eine Reservierung notwendig wird. Beachtet man das, steht dem unbeschwerten Campingvergnügen aber nichts im Wege.

Nachhaltigkeit und Aktivität

Neben diesem allgemeinen Trend hin zum Camping gibt es einige Neuerungen, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. So etwa die Nachhaltigkeit, die mittlerweile nicht nur im Alltag ein wichtiges Kriterium geworden ist, sondern auch im Urlaub maßgeblich ist. 

Beim Camping werden Solarakkus so nicht mehr nur als Ladestation für das Smartphone oder andere elektronische Kleingeräte genutzt, sondern zunehmend auch in den Dächern der Reisemobile verbaut, um die Stromversorgung zu gewährleisten bzw. zumindest zu unterstützen. Dazu kommt (auch bei Zeltreisenden) wiederverwendbares Campinggeschirr in Kombination mit kaum oder zumindest in Papier oder Pappe verpackten Speisen. Das freut nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit.

Urlaub mit dem Fahrrad

Daneben wollen sich viele Camper in ihrem Urlaub sportlich in der umliegenden Natur betätigen: Von der Wanderung im Mittelgebirge über die Radtour um den See bis zur Klettertour in den Bergen. Dementsprechend rüsten auch die Wohnmobilhersteller auf und statten ihre Gefährte mit zunehmend größeren “Garagen” für Fahrräder und andere Sportgeräte aus.

Besonders Sportliche packen ihr Gepäck samt Zelt direkt in Fahrradtschen und -anhänger und radeln von einem Campingplatz zum nächsten. Etwas weniger anspruchsvoll, aber ebenso reich an tollen Erfahrungen, Bewegung und Genuss ist eine solche Etappentour mit einem E-Bike.

Technik für Wohnmobile

Auch die Hersteller rüsten auf: Hier ist der wichtigste Trend wohl die Digitalisierung, die sich mittlerweile durch das ganze Wohnmobil zieht. Mit dem Bordcomputer lassen sich neben dem Radio nun auch die Heizung steuern und die elektrischen Systeme einem Check unterziehen. Das geht durch die zunehmende Vernetzung der einzelnen Komponenten.

Auch die integrierten Navigations-Apps werden immer hochwertiger und zuverlässiger. Zudem gibt es einige vollelektrische Reisemobile mit Kompressorkühlschrank auf dem Markt, die ganz ohne Gas auskommen. Das ist nicht nur sicherer, sondern erspart auch das lästige Schleppen und Tauschen der schweren Gasflaschen.

Dem Wunsch nach einer stärkeren Verbindung mit der Natur wird bei den neuen Modellen mit großen Panoramafenstern und freien Sichtachsen nachgekommen. Dazu gibt es mehr Komfort mit längeren Betten und einer bequemen Schlafmöglichkeit im Aufstelldach.

Sobald es die Infektionszahlen zulassen, kann die Campingsaison 2021 also beginnen!

Eine Frau benutzt das Navi in einem Auto.
©Adobe Stock
| Sabine Storch | 21. Januar 2021