Reisen & Entdecken » Im Land der 1.000 Seen
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Im Land der 1.000 Seen

Im Land der 1.000 Seen

Wandern, Pilgern oder Radfahren in einer Landschaft mit über 1.000 Seen und dazu noch wunderschöne Schlösser und Burgen besichtigen: Das geht nur in der Mecklenburgischen Seenplatte.

Zwischen Berlin und der Ostsee liegt das Land der 1.000 Seen: die Mecklenburgische Seenplatte. Große und kleine Seen, die durch Flüsse miteinander verbunden sind, reihen sich hier an Buchenwälder und saftige grüne Wiesen. Rundherum finden sich kleine und große Städte mit wunderschönen Hafenpromenaden, malerischen kleinen Fachwerk- oder Backsteinhäuschen und historischen Kirchen. Die Seenplatte wird in drei Gebiete unterteilt: die Mecklenburgische Schweiz, die Müritz “plus” Großseen sowie die Mecklenburgische Kleinseenplatte.

Mecklenburgische Schweiz

©Katja Enthaler/Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte

Die Landschaft der Mecklenburgischen Schweiz ist geprägt von sanften Endmoränenhügeln sowie wildromantischen Guts- und Herrenhäusern – viele von ihnen bereits liebevoll restauriert und in Szene gesetzt, so etwa das Kummerower Schloss, Schloss Schorssow sowie Schloss Ulrichshusen. Burg Stargard (Foto) ist die einzige erhaltene Höhenburg Norddeutschlands – inklusive großem Burgpark und Streuobstwiesen.

In Teterow bei Güstrow findet sich das Mecklenburger Parkland, eine Ansammlung von 16 Herrenhäusern mit weitläufigen Parks und Gärten, die zum Spazierengehen einladen. Auf dem Schlösser und Herrenhaus-Rundweg können die Anlagen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferde erkundet werden. In den Herrenhäusern kann ein Päuschen bei einer leckeren Mahlzeit eingelegt oder übernachtet werden.

©Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte

Neben ihren herrschaftlichen Gebäuden beherbergt die Mecklenburgische Schweiz auch das erste Nationale Naturmonument: die tausendjährigen Ivenacker Eichen, die mit Stammumfängen von bis zu 14 Metern zu den stärksten Eichen Europas gehören. Über den 620 Meter langen Baumkronenpfad (Foto) gelangt man durch alle Wachstumszonen der Eichen zur 35 Meter hohen Aussichtsplattform.

Unweit der Eichen befindet sich ein Wildgehege mit alten Hausschweinrassen und Damwild. Der Kummerower See und die Peene bieten zudem viele Möglichkeiten, sich an der frischen Luft in einer malerischen Landschaft zu bewegen – egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder EBike oder vielleicht auch einmal im Kanu.

Müritz "plus" Großseen

©Christin Druehl/Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte

Weiter geht es ins Gebiet der Müritz, dem mit gut 115 Quadratkilometern größten Binnensee Deutschlands. Damit ist er perfekt für alle Arten von Wassersport und Urlaub auf dem Hausboot (das führerscheinfrei zu steuern ist). Begrenzt wird das Gebiet durch den Plauer See im Westen und Mirow im Süden.

An den Ufern der Großseen reiht sich eine romantische Fachwerkstadt an die andere: In Waren (Müritz) werden die historischen Gässchen an lauen Sommerabenden von Einheimischen und Urlaubern bevölkert. In Röbel (Müritz) können Besucher vom Kirchturm am Hafen den Ausblick auf die Müritz genießen.

Plau am See (Foto unten) wartet mit der höchsten Hubbrücke Mecklenburgs auf: Mitten im Zentrum beeindruckt sie die Touristen. An der über einem Kilometer langen Hafenpromenade kann zudem der Sonnenuntergang über dem Plauer See beobachtet werden. In Klink lockt der Müritzer Bauernmarkt mit Sanddornprodukten, Honig, Holzofenbrot, Teemischungen und vielem mehr.

Eine Attraktion mitten in der Natur ist der Bärenwald Müritz. Dabei handelt es sich um Westeuropas größtes Bärenschutzzentrum in Stuer bei Plau am See. 16 Braunbären, die aus nicht-artgerechter Haltung gerettet wurden, leben hier in einem 16 Hektar großen Wald. Lässt sich im Moment kein Bär blicken, kann die Zeit in den Ausstellungsstationen, der Bären-Bücherei oder der Bären-Akademie überbrückt werden.

Ende Mai geht es zur Mecklenburgischen Seenrunde per Fahrrad quer durch die Seenplatte: Ambitionierte Aktivurlauber wählen die 300 Kilometer lange Strecke, bei der sie auf eigene Faust oder in von Guides begleiteten Gruppen sicher ans Ziel kommen. Speziell für Frauen gibt es eine Rundtour, die insgesamt 90 Kilometer lang ist. Weitere Informationen unter www.mecklenburger-seen-runde.de

Mecklenburgische Kleinseenplatte

©André Pretzel/Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte

Der Müritz-Nationalpark findet sich in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte. Hier erstreckt sich ausgedehnte Natur mit Seen, Flüssen, Wäldern, Wiesen und sanften Hügeln. Durch die spärliche Bebauung gibt es kaum “Lichtverschmutzung”, der Sternenhimmel ist also klar erkennbar und lädt zu nächtlichen Entdeckungstouren im Sternenmeer ein.

Der Nationalpark beherbergt zudem das UNESCO- Weltnaturerbe “Alte Buchenwälder Europas”, das auf dem Buchenwald-Erlebnispfad erkundet werden kann. Südöstlich der Ortschaft Speck können Urlauber den Käflingsbergturm erklimmen: Nach 167 Stufen wartet an klaren Tagen ein Weitblick bis nach Waren, Neustrelitz und Neubrandenburg.

Auch für Vögel ist der Müritz-Nationalpark ein wahres Paradies: Nirgendwo in Deutschland brüten mehr Fisch- und Seeadler, Kraniche und Rohrdommeln. Für die Feldberger Seenlandschaft, die ebenfalls in der Kleinseenplatte liegt, sind die klaren Rinnseen charakteristisch, die zwischen dichten Buchenwäldern zum Bad einladen. Zur Besichtigung locken etwa die Städte Neustrelitz und Neubrandenburg oder die historischen Schlösser Mirow und Rheinsberg.

Die Mecklenburgische Seenplatte hat also für jeden Urlauber etwas zu bieten: Schlösser, Kirchen und Museen für Kulturhungrige, weitläufige Rad-, Wasser- und Wanderwege für Sportbegeisterte, romantische Städte und Hafenpromenaden für Verliebte – und wer mag, kann das alles kombinieren und sich so den perfekten Urlaub gestalten.

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| Land & Leute Redaktion | 26. Juni 2020