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Der Winter ist da – Skifahren, Rodeln, Langlaufen

Der Winter ist da – Skifahren, Rodeln, Langlaufen

Wer in den Winterurlaub fährt, hat zahlreiche Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Wir stellen Ihnen drei Aktivitäten vor.

Verschneite Gipfel, Hüttenromantik und glasklare Bergluft: Sie freuen sich auf Ihren Winterurlaub, wollen aber noch eine Sportart in Ihr Ferienprogramm integrieren? Die Möglichkeiten sind riesig. Wir stellen ihnen im Folgenden drei klassische Aktivitäten für Schneeliebhaber vor und beantworten jeweils drei Fragen, die Ihnen als Einsteiger die Entscheidung erleichtern sollen.

Skifahren

“Wei Schifoan is des leiwandste, wos ma si nur vorstöhn ko”, so Wolfgang Ambros in seiner Hymne auf die Königsdisziplin des Wintersports. Doch für Ungeübte ist die Einstiegshürde ins alpine Vergnügen relativ hoch. Die Balance auf den Brettern zu finden und die richtige Schwungtechnik zu lernen, das braucht Zeit. Bevor Sie die Bretter anschnallen, sollten Sie sich daher fragen, ob Sie die nötige Frustrationstoleranz mitbringen. Ein Wochenende – besser zwei – braucht ein Einsteiger mindestens, um sich einigermaßen sicher zu fühlen. Und ja, schwarze Pisten sind tatsächlich nur etwas für Könner.

Hinzu kommen relativ hohe Kosten für die Ausrüstung und etliche Euros für den Skipass. Für Einsteiger empfiehlt es sich daher, zunächst Ski, Stöcke und Helm auszuleihen. Das lässt sich mittlerweile in allen größeren Skigebieten problemlos vor Ort erledigen. Auch klar ist, dass man auf einer Skipiste alles findet, aber keine winterliche Ruhe. Menschenmassen am Lift sollten Sie deshalb nicht abschrecken.

Wenn Sie es dann allerdings mit dem Lift bis zum Gipfel geschafft haben, dorthin, wo sonst nur Bergsteiger und tierische Alpenbewohner vorbeikommen, ist das Naturerlebnis grandios. Und wenn Sie auf der Abfahrt dann die ersten gleichmäßigen Schwünge hinbekommen, werden Sie Wolfgang Ambros sicher beipflichten: “Einfach nur leiwand.”

Adrenalinfrage: Ganz großes Kino, auf Skiern fühlen Sie sich auch als Einsteiger ganz schnell wie 007 in “Spectre”. Dementsprechend hoch ist auch die Verletzungsgefahr: Helmtragen ist ein Muss!

Geldfrage: Skifahren ist nicht billig. Ein Tag auf Skiern inklusive Ausrüstung, Skipass und Essen für eine dreiköpfige Familie kann schnell mehrere Hundert Euro kosten. Unterricht in der Gruppe gibt es ab circa 50 Euro pro Tag, für Einzelunterricht muss man entsprechend tiefer in die Tasche greifen.

Typfrage: Für Abenteuerlustige, die ein Naturerlebnis in luftigen Höhen suchen und nichts gegen reichlich Trubel in der weißen Winterwelt haben.

Rodeln

Erinnern Sie sich noch? Schlittenfahren – da denkt man unwillkürlich an die eigene Kindheit, den ersten Schnee des Jahres und einen kleinen Hügel in der Nachbarschaft, den man gemeinsam mit Freunden oder Geschwistern für kurze Abfahrten im Geschwindigkeitsrausch stundenlang wieder hinaufgekrabbelt ist.

© Colourbox

Wer heute rodelt, kann nicht nur rasante, sondern auch lange Abfahrten erleben: Auf eigens präparierten Pisten, wie es sie eigentlich in fast jedem größeren Skigebiet gibt, schafft man mühelos Geschwindigkeiten von 40 bis 50 km/h und mehr. Deshalb empfiehlt sich neben warmer Kleidung und festem Schuhwerk unbedingt auch ein Helm. Einen Holzschlitten mit Kufen und Metallschienen sollten Sie in jedem Fall einem Plastikschlitten vorziehen.

Das Tolle am Rodeln ist: Sie brauchen so gut wie keine Vorkenntnisse. Und wer seinen Schlitten – wie in Kindheitstagen – selbst wieder den Berg hochzieht, tut außerdem noch etwas für die Fitness.

Adrenalinfrage: Kopf voraus und auf dem Bauch liegend oder aufrecht sitzend – In welcher Lage und wie schnell Sie rodeln, bestimmen Sie selbst.

Geldfrage: Rodeln ist ein vergleichsweise günstiges Vergnügen. Eine Abfahrt auf Deutschlands längster Rodelstrecke (6,5 km) in Wallberg am Tegernsee kostet nur etwas mehr als 15 Euro (Bergfahrt 11 Euro, Leihschlitten 5 Euro). Mehr Infos gibt es hier.

Typfrage: Egal ob alt oder jung, Rodeln ist ein Spaß für jedermann und gehört vor allem für Familien zu jedem Winterurlaub dazu.

Langlaufen

“Wer gehen kann, kann auch langlaufen”, so ein alter Werbeslogan eines Ausrüsters. Ganz so einfach ist es nicht, aber ganz so hoch wie bei der alpinen Variante, ist die Einstiegshürde beim Skilanglauf nicht. Die klassische Technik ähnelt vom Bewegungsablauf her tatsächlich dem Laufen. Und wenn Sie im Sommer mit Inlinern oder Rollschuhen unterwegs sind, haben Sie beim Erlernen der “Skating”-Technik einen schönen Einstiegsvorteil.

© Colourbox

Achtung: Es geht auch bergauf! Nicht umsonst ist das Langlaufen auch als Wintersport für Ausdauerfreaks bekannt. Kondition und Durchhaltevermögen sind gefragt. Beides kann man aber, sobald man die Technik einmal beherrscht, beim Gleiten durch verschneite Landschaften auch wunderbar aufbauen. Wenn Sie das Auge schweifen lassen wollen und die Ruhe der winterlichen Landschaft genießen wollen, sind Sie beim Langlaufen richtig aufgehoben.

Adrenalinfrage: Man ist deutlich langsamer unterwegs als bei der alpinen Variante. Wenn Sie ein Adrenalinjunkie sind, kommen Sie hier kaum auf Ihre Kosten.

Geldfrage: Da viele Loipen frei befahr sind, ist Skilanglauf deutlich günstiger als Ski alpin. Es gibt allerdings auch Loipen, die nur gegen Gebühr genutzt werden können. Was die Ausrüstung betrifft, sollten sich Anfänger aber auch hier für die ersten “Laufversuche” Skier, Schuhe und Stöcke ausleihen.

Typfrage: Wintersport für Genießer, der durch die gleichmäßigen Bewegungen durchaus auch etwas Meditatives hat.

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| rtv Redaktion | 27. November 2018