Reisen & Entdecken » Virtuell verreisen während der Corona-Krise
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Virtuell verreisen während der Corona-Krise

Virtuell verreisen während der Corona-Krise

Ein Reiseverbot aufgrund des Coronavirus ist in Zeiten des Internets kein Hindernis mehr, die Welt zu entdecken: Mit Google Arts & Culture kann man bequem von der heimischen Couch aus internationale Sehenswürdigkeiten entdecken.

Mit spektakulären Streetview-Aufnahmen aus teils verblüffenden Perspektiven bringt Google die Welt ins heimische Wohnzimmer – perfekt, um das Fernweh in Zeiten von Corona zumindest etwas zu stillen. Von Machu Picchu über die Pyramiden von Gizeh bis in den Weltraum zur ISS ist dabei viel geboten. Nachfolgend finden Sie die schönsten virtuellen Reisen in Europa und auf der ganzen Welt. Eine Übersicht über sämtliche Orte mitsamt Museen und ihrer Geschichte, die Sie mit Google Arts & Culture besuchen können, gibt es auf dieser Seite.

Europa: Vom Eiffelturm zur Tower Bridge

Höhlenmalerei in der Chauvet Höhle
©L. Guichard-Perazio-Smergc

In Europa gibt es neben den Klassikern wie dem Pariser Eiffelturm, der Tower Bridge in London und dem Colosseum in Rom auch einige weniger bekannte Orte zu entdecken: So zum Beispiel das Ħal-Saflieni Hypogeum auf Malta – eine unterirdische Anlage, die zwischen 3800 und 2500 v. Chr. wohl zur Bestattung der Toten und als Heiligtum genutzt wurde.

Ein Highlight ist auch die Chauvet Höhle im Flusstal der Ardèche in Frankreich: Das Weltkulturerbe wurde erst 1994 entdeckt und ist für Besucher geschlossen – eigentlich. Mittels Virtual-Reality-Rundgängen und 3D-Modellen können die archäologischen Funde und Höhlenmalereien bestaunt werden.

Außerdem kann man durch die Warschauer Altstadt schlendern, den Palast von Sintra in Portugal besuchen und die Nordlichter in Finnland sehen. Abenteuerlustige kommen bei der Besteigung des Mont Blanc, dem höchsten Berg der Alpen an der Grenze zwischen Frankreich und Italien, voll auf ihre Kosten. Entspannter ist eine Gondelfahrt durch die Kanäle Venedigs.

Süß ist die Möglichkeit, das Miniaturwunderland in Hamburg aus einer ganz anderen Perspektive zu entdecken: Nicht von oben als Besucher, sondern mittendrin im bunten Treiben der Miniaturfiguren. Tief in die Erde geht es in der Domica Tropfsteinhöhle in der Slowakei, mysteriös wird es im englischen Salisbury: Der Zweck von Stonehenge ist bis heute nicht abschließend geklärt.

Kultur-Interessierte genießen die Kunstwerke im Schloss Versailles und einen anschließend Spaziergang durch den Schlosspark. Und auch die wunderschönen Lichtspiele, die die Sonne durch die bunten Fenster der Sagrada Familia in Barcelona auf Boden und Wände zeichnet, faszinieren wohl fast jeden.

Weltweit: Vom Taj Mahal zur Freiheitsstatue

Google Street View Bild von Machu Picchu
©Google Arts & Culture

In der großen, weiten Welt gibt es noch mehr zu entdecken als “nur” in Europa. So ermöglicht Google Arts & Culture etwa einen Tauchgang mit Seelöwen vor den Galapagosinseln und einen aufregenden Shoppingbummel auf einem schwimmenden Markt in Thailand. Wer Lust auf Abenteuer und Natur hat, kann eine Bootstour auf dem Amazonas unternehmen.

Noch mehr Natur gibt es in den zahlreichen amerikanischen Nationalparks. 113 verschiedene Parks können in der 360°-Panorama-Ansicht von Street View erkundet werden – darunter etwa der Grand Canyon, der Yellowstone Nationalpark und der Redwood Nationalpark. Sogar die Steilwand im Yosemite Nationalpark kann erklommen werden – spektakuläre Aussichten inklusive.

Majestätische Perspektiven warten am berühmten Taj Mahal in Agra und im Bogd Khaan Palast in der Mongolei. Die höchsten Hindu-Tempel der Welt stehen auf Java, nahe der indonesischen Hauptstadt Yogyakarta – auch die Prambanan Tempel können mit Street View erkundet werden.

In ein bedeutendes Stück Menschheitsgeschichte kann man in Gizeh eintauchen: Die Pyramiden dort gehören zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Menschheit. Mindestens ebenso eindrucksvoll ist die Maya-Tempelanlage Tikal in den Regenwäldern von Petén in Guatemala. Die Inka-Kultur kann in der Ruinenstadt Machu Picchu in den peruanischen Anden entdeckt werden.

Interessante Ziele sind auch die New Yorker Freiheitsstatue und Alcatraz Island vor San Francisco. Noch mehr New York gibt es im gut dreistündigen Video-Stadtspaziergang von New York Travel Tour. Wer Lust auf Sand, Palmen und Meer hat, kann in Brasilien am Strand von Ipanema entlang schlendern. Eiskalt ist es dagegen in Grönland, wo man mit dem Eisbrecher zwischen gigantischen Eisbergen hindurch schippern kann. Noch mehr Schnee und Eis gibt es in der Antarktis, wo Besucher in Scotts Hütte das Erbe der Antarktisforscher bestaunen können.

Der Zoo von Cincinnati bietet zudem Home Safaris an, bei dem jeden Tag ein Tier genauer vorgestellt wird. Live sind diese auf Youtube und in den sozialen Medien nach unserer Zeit um 9 Uhr zu verfolgen. Wem diese Ziele noch nicht weit genug entfernt waren, der kann auch bis ins Weltall reisen: auf die Internationale Raumstation IS.

Noch mehr Beschäftigung während Corona

| Sabine Storch | 5. April 2020