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Yucatán: Rundreise durchs Paradies

Yucatán: Rundreise durchs Paradies

Eintauchen in eine bunte, lebensfrohe Welt mit türkisfarbenem Meer, tiefgrünem Regenwald und pastellfarbenen Städten – das geht auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Eine Rundreise.

Wer sich für eine Rundreise durch die mexikanische Halbinsel Yucatán entscheidet, erlebt für die Dauer seiner Reise Abwechslung pur: Mit traumhaften Karibikstränden, Tiervielfalt im Dschungel, gut erhaltenen Maya-Tempeln und charmanten Städten im Kolonialstil bietet Yucatán absolutes Potenzial für einen Traumurlaub – nach jedem Geschmack.

Ein besonderes Highlight der Reise, das nur in Yucatán und Belize zu finden ist, sind die Cenoten: mit Süßwasser gefüllte, bis zu 100 Meter tiefe Kalksteinlöcher, die über ein unterirdisches Tunnelsystem untereinander und mit dem Meer verbunden sind. Heute dienen sie vor allem als Badeseen und bieten eine beeindruckende Flora und Fauna.

Ruheoasen: Isla Mujeres & Holbox

©Sabine Storch

Ein Abstecher auf die Isla Mujeres ist mehr als lohnenswert: Während im Zentrum an der Nordspitze der sieben Kilometer langen Insel in den Strandbars und -Clubs einiges los ist, geht es in den Hotels und Resorts entlang der dem Land zugewandten Küste ruhiger zu. Der schönste Strand der Insel ist der Playa Norte an der Nordspitze. Am Punta Sur erleben Besucher dagegen die tosende See, die gegen die rauen Felsen schlägt – definitiv einen Besuch wert!

Ein Rundgang durch den dort angelegten Park, ist ein besonderes Highlight. Mit einem gemieteten Fahrrad oder Golfcart geht es anschließend entlang der Karibikseite wieder ins Zentrum. Auf dem Weg bieten sich spektakuläre Aussichten aufs Meer, das in allen Blautönen schillert. Geheimtipp fürs Mittagessen: Im La Playita mit den Füßen im Sand eine Paella con Mariscos (Meeresfrüchten) genießen.

©Sabine Storch

Auf Holbox (gesprochen: Hol-bosh) konzentriert sich das Leben auf ein kleines Zentrum, in dem aber einiges geboten ist: Zahlreiche Restaurants, Clubs und Bars locken etwa mit Livemusik und guten Cocktails. Alles in allem schlägt das Herz der Insel aber in einem langsameren Takt, es geht ruhiger zu – auch weil ein Großteil der Insel unter Naturschutz steht.

Morgens, ehe die Flut kommt, spaziert man auf den Sandbänken bis zum Punto Mosquito und bestaunt unterwegs Pelikane, Rochen und mit etwas Glück Flamingos. Zum Abendessen gibt es eine Grillplatte für zwei im Viva Zapata – eines der wenigen Restaurants, die leckeren mexikanischen Wein anbieten. Nachts lockt die Biolumineszenz viele Besucher an den Punta Cocos. Dort lassen sich auf einer Decke mit einer Flasche Wein auch gut die Sterne beobachten, da kaum Lichtverschmutzung die Sicht trübt.

Koloniales Flair in Valladolid und Mérida

©Sabine Storch

Valladolid (Foto oben) ist ein noch nicht allzu überlaufenes Kolonialstädtchen, das einen Besuch mehr als wert ist. Nach einer Nacht im schön eingerichteten Hotel Real Colonial geht es auf eine Chocolate Maya zum Zocaló. Anschließend genießt man ein erfrischendes Bad in der Zaci Cenote, die mitten in der Stadt liegt.

Auf dem Rückweg kann man bei den Mayaständen am Ausgang der Cenote einige günstige Souvenirs erstehen, bevor man zum riesigen mexikanischen Mittagsbuffet im Casone de Valladolid einkehrt. Um 21 Uhr lockt dann die Luz-y-Sonida-Show am Convento San Bernardino de Siena, die mit eindrucksvollen Lichtprojektionen die Geschichte der Stadt und ganz Yucatáns erzählt.

©Sabine Storch

Mérida ist stilistisch gesehen Valladolids große Schwester – nur wesentlich touristischer, hektischer und lauter. Freundlichkeit ist hier im Gegensatz zu vielen anderen mexikanischen Orten stark ans Geld geknüpft. Anders ist das beim kostenlosen Stadtspaziergang, der täglich um 9 Uhr stattfindet.

Beim zweistündigen Rundgang erläuft man alle Sehenswürdigkeiten der Stadt und bekommt dazu noch viele interessante Infos, die der Guide unterhaltsam weitergibt. Sonst lohnt sich Mérida vor allem für Ausflüge: etwa zu den zahlreichen umliegenden Cenoten (Foto), der Hacienda Yaxcopoil oder zur Hacienda Mucuyche mit zwei durch einen Kanal verbundenen Cenoten.

Chichén Itzá, Ruta Puuc & Campeche

©Sabine Storch

Chichén Itzá ist eine der größten und am besten erhaltenen Maya-Ruinenstätten in Yucatán – und zweifelsohne die am meisten besuchte. Der Andrang verläuft sich jedoch in der weitläufigen Anlage. Ein Besuch lohnt sich – allein schon für die Kukulcán-Ruine (Foto) und das Observatorium – und lässt sich perfekt mit Souvenirshopping verbinden: So viele provisorische Marktstände, die hier jeden Morgen mühsam aufgebaut werden, findet man sonst nirgends. Auch die Preise sind wider Erwarten ausgesprochen günstig.

Die Ruta Puuc mit den Tempelanlagen Uxmal, Kabáh, Sayil und Labná (Foto unten) sowie der Loltún-Höhle ist wesentlich schwächer besucht, und die Besichtigungen dadurch weitaus entspannter. Die Besonderheit: Hier dürfen die Tempel größtenteils noch bestiegen werden – und die beschwerliche Kraxeltour lohnt sich: 

Der Blick über den Regenwald und die anderen Tempel ist unglaublich. Die Loltún-Höhle ist ebenso eindrucksvoll – von riesigen Felshallen über gigantische Stalaktiten bis zu einem unterirdischen Garten kommt man aus dem Staunen nicht heraus.

©Sabine Storch

Das Stadtzentrum von Campeche ist geprägt von bunten Häusern im Kolonialstil, dazu sind noch Teile der alten Festungen und der Stadtmauer erhalten, die zum Schutz gegen die häufigen Piratenangriffe errichtet wurden. Die Kathedrale markiert das Zentrum der Stadt, ein Highlight ist der angeschlossene Meditationsgarten, auch der botanische Garten Xmuch’haltun lohnt einen Besuch.

Eine Radtour zum Playa Bonita, den fast nur Einheimische besuchen, wird mit einer Erfrischung im kristallklaren Wasser belohnt. Unterwegs ist ein Abstecher zum Maya-Museum im Fuerte de San Miguel möglich. Der Sonnenuntergang am Malecón ist der perfekte Tagesabschluss.

Calakmul & Bacalar: Dschungel und Segeln

©Sabine Storch

Für die Besichtigung der Maya-Ruinen Calakmul lohnt sich die Buchung einer Tour – am besten mit Abel, der über Facebook oder vor Ort in Xpujil kontaktiert werden kann. Neben den Maya-Tempeln bekommt man so auch eine fachkundige Tour durch den Dschungel und kann Tiere wie Krokodile, Schildkröten und Taranteln sehen. Wagt man den Aufstieg auf die höchste Ruine in Calakmul, wird man mit einem Blick bis nach Guatemala belohnt.

Weiter geht es zur Lagune von Bacalar (Foto). Sie heißt auch Lagune der sieben Farben, weil sie bei Sonnenschein in sämtlichen Blautönen schillert. Eine Segeltour zum Canal de los Piratas und dem Santuario de aves, also einer Vogelschutzinsel, ist ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Abends ist im Zentrum einiges geboten, zahlreiche Restaurants locken mit Meeresfrüchten und Terrassen direkt an der Lagune. Ansonsten genießt man in Bacalar einfach die Ruhe und badet in der Süßwasser-Lagune.

Boho-Charme in Tulúm

©Sabine Storch

Tulúm ist sehr touristisch geprägt – lohnt sich aber: Die Ruinen direkt am karibischen Meer (Foto) sind einzigartig – sollten aber früh besucht werden, bevor die Touristenmassen das kleine Gelände übervölkern. Auch einige Cenoten gibt es in der näheren Umgebung: Die Decke der Cenoten Escondido und Cristalina ist bereits vollständig eingestürzt, sodass sich eine  beeindruckende Flora und Fauna entwickeln konnte. Zudem sind sie kaum besucht und bieten wohltuende Ruhe. 

Bei der Gran Cenote ist das anders – hier kann dafür mit Schildkröten geschnorchelt werden – ein unvergleichliches Erlebnis. Mit Schildkröten schnorcheln kann man aber auch im nur einige Kilometer von Tulúm entfernten Akumal, das sich auch nur für einen relaxten Strandtag lohnt. Eine Tour durch das Naturschutzgebiet Sian Ka’an ist ebenfalls zu empfehlen, das unbestrittene Highlight ist dabei, sich im Maya-Kanal zwischen zwei Lagunen von der Strömung treiben zu lassen.

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Alles in allem hat Yucatán so viel zu bieten, dass garantiert jeder Reisetyp sich seinen Traumurlaub individuell zusammenstellen kann – ganz egal, ob Strand, Kultur oder aber Abenteuer im Vordergrund stehen sollen. 

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| Sabine Storch | 5. Juni 2020