rtv empfiehlt » DVD-Tipp: “Faking Bullshit – Krimineller als die Polizei erlaubt”
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DVD-Tipp: “Faking Bullshit – Krimineller als die Polizei erlaubt”

DVD-Tipp: “Faking Bullshit – Krimineller als die Polizei erlaubt”

Keine Atempause für die Polizei?!

In der verschlafenen Kleinstadt in NRW, in der die Komödie “Faking Bullshit – Krimineller als die Polizei erlaubt” spielt, war schon in Präpandemiezeiten nichts los. Um genau zu sein passiert dort so wenig, dass die ortsansässige Polizei ausschließlich mit Däumchendrehen beschäftigt ist. Paradiesische Zustände quasi. Bis die Kollegin Tina in der Stadt auftaucht und die “Wache 23” auf Herz und Nieren prüft. Wo es keine Kriminalität gibt, da braucht man ja womöglich auch keine Polizei mehr, oder?

Um ihre Arbeitsplätze zu retten, setzen die Polizisten alles auf eine Karte. Sie beginnen, selbst Straftaten zu inszenieren, um sich Arbeit zu schaffen und damit ihre Existenz zu rechtfertigen. Ein absurder Plan, der zu zahlreichen Verwicklungen führt und neben den Schwindelstraftaten auch einen aufregenden echten Kunstraubfall ins Scheinwerferlicht rückt.

Regisseur und Autor Alexander Schubert war neben seinem Autorenjob für die “heute-show” bislang vor allem als Schauspieler bekannt. Er spielte im Fernsehen in zahlreichen Krimis mit, war aber auch in Kinofilmen wie “Traumfrauen”, “Gundermann” oder “Ronny & Klaid” zu sehen. In letzterem übrigens unter der Regie von Kollege Erkan Acar (Foto, 2. v. l.). Der spielt wiederum für Alexander Schubert die Hauptrolle in “Faking Bullshit”.

Acars Darstellung des selbstverliebten Polizisten Deniz gehört dabei zu den Höhepunkten des Films, der immer wieder zwischen intelligentem Humor und plattem Klamauk schwankt. Für die feinsinnigeren Gags sorgt u.a. Bjarne Mädel (“Stromberg”) in der Rolle eines Wohnungslosen, der den Polizisten bei ihrer “Arbeit” helfen soll. Der Rest der Polizeitruppe besteht aus dem ungestümen Rocky (Adrian Topol, l.) und dem Pärchen Hagen (Alexander Hörbe, r.) und Netti (Sanne Schnapp). 

DVD
©EuroVideo

Das Remake des schwedischen Kultfilms “Kops” (2003) liefert 103 Minuten unbeschwerte Unterhaltung und macht Lust auf mehr Comedy von Alexander Schubert. Die harmlose, keineswegs belanglose Komödie lief aufgrund der Pandemie nur kurz im Kino. Vielleicht hat sie auf DVD und Blu-ray mehr Glück. Der Film ist seit Ende Februar im Handel erhältlich.

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| Sebastian Zapf | 8. März 2021