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Fit für den Schulstart: Das brauchen Kinder für die Einschulung wirklich

Fit für den Schulstart: Das brauchen Kinder für die Einschulung wirklich

In allen Bundesländern rückt der Termin für die Einschulung näher. Was brauchen kleine ABC-Schützen für einen guten Start wirklich und worauf kommt es bei der Auswahl von Schulbedarf an? 

Wann für die angehenden Erstklässler das Abenteuer Schule beginnt, legt jedes Bundesland in Abstimmung mit den Ferienterminen selbst fest. Einen festen Stichtag gibt es in allen Bundesländern mit Ausnahme von Baden-Württemberg. Hier bestimmen die Schulen den Termin für die Einschulungsfeierlichkeiten individuell. 

Auch wenn die aktuelle Situation noch viele Unsicherheiten bezüglich der Rahmenbedingungen für den Schulstart birgt, fiebern in ganz Deutschland tausende von Vorschulkindern dem großen Tag entgegen, an dem sie einen weiteren großen Meilenstein in ihrem Leben erreichen: Den Wechsel vom Kindergarten in die Schule. Gemeinsam mit den großen Kleinen sehen auch Eltern diesem Datum mit Spannung entgegen. Neben der Planung für die Einschulungsfeier steht vor allem die Anschaffung vieler wichtiger Materialien auf der To-Do-Liste, denn ein Schulkind benötigt eine ganze Menge Equipment, um gut ausgestattet in den neuen Lebensabschnitt starten zu können. Das Herzstück der Planungen bildet sicher der Schulranzen. Auf der Einkaufsliste der meisten Familien stehen aber noch zahlreiche andere Posten, die jetzt wichtig werden.

Wir zeigen, was kleine ABC-Schützen für einen guten Start wirklich brauchen und worauf kommt es bei der Auswahl von Schulbedarf ankommt.

Ist ein eigener Schreibtisch wichtig?

Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Schulanfänger ihre Hausaufgaben am liebsten in der Nähe der Eltern erledigen. Ist ein ungestörtes Arbeiten im gemeinschaftlichen Wohnraum nicht möglich, sollte der separate Arbeitsplatz in ruhiger Umgebung von Anfang an geschaffen werden. Der Elternratgeber moms.de empfiehlt außerdem, das individuelle Arbeitsverhalten des Kindes zu berücksichtigen. Wenn Kinder sich schnell von ihrer Umgebung ablenken lassen, bietet das belebte Wohnzimmer oder die Küche meist viel mehr äußere Reize, die die Konzentration stören können. Kinder, die sich schwer damit tun, sich auf die Schule zu fokussieren, kommen manchmal in der Ruhe ihres Kinderzimmers besser zurecht.

Aber auch, wenn er zunächst nicht als Arbeitsplatz benötigt wird, kann der Schreibtisch ein nützlicher Begleiter sein, zum Beispiel als Aufbewahrungsort für Schulmaterialien, an dem das Kind von Anfang an üben kann, seine Siebensachen in Ordnung zu halten. Auch als Tisch zum Sortieren oder Basteln kann der eigene Schreibtisch schon für Erstklässler einen echten Mehrwert bieten, wenn der Platz im Kinderzimmer zur Verfügung steht.

Das gewählte Modell sollte ein ergonomisches Sitzen ermöglichen und höhenverstellbar sein. Das Material sollte hochwertig verarbeitet und frei von Schadstoffen sein. Der beste Platz für den eigenen Schreibtisch ist in der Nähe einer natürlichen Lichtquelle. Das Kind sollte dabei niemals mit dem Rücken zur Lichtquelle sitzen. Ideal ist ein Fenster, das sich auch gegen Hitze und Blendendes Licht schützen lässt, zum Beispiel durch eine flexible Verdunkelung.

Der Schulranzen

Der Schulranzen ist nicht nur praktischer Begleiter durch den Schulalltag, sondern hat vor allem für die zukünftigen Erstklässler eine große symbolische Bedeutung. Deshalb sollte der Schulranzen immer gemeinsam mit dem Kind ausgewählt werden und es sollte zumindest in Designfragen ein großes Mitspracherecht haben. Für Eltern stehen beim Schulranzenkauf vor allem praktische und gesundheitliche Aspekte im Vordergrund. Die Schultasche soll nicht nur viel mitmachen, sondern auch die Rückengesundheit des Schulkindes unterstützen und ein Höchstmaß an Sicherheit im Straßenverkehr bieten. Wichtig ist vor allem eine auf das Kind abgestimmte Passform. Der Schulranzen sollte eng am Rücken anliegen, um auch bei schweren Lasten einem Hohlkreuz vorzubeugen. Zusätzliche Brust- und Beckengurte unterstützen die Verteilung des Gewichtes. Der Rückenbereich und die Gurte sollten außerdem gut gepolstert sein und durch Struktur und Material eine ständige Luftzirkulation ermöglichen. Da Schulkinder im Laufe der ersten Schuljahre meist noch den einen oder anderen Wachstumsschub hinlegen, sind Schulranzenmodelle empfehlenswert, die sich der sich verändernden Körpergröße des Kindes anpassen lassen, zum Beispiel in Form von höhenverstellbaren Gurten. Ein stabiler Stand und eine praktische Innenraumaufteilung sorgen im Schulalltag dafür, dass das Kind auch allein gut mit seinem Gepäck umgehen kann. Für Sicherheit im Straßenverkehr, auch in der dunklen Jahreszeit, sorgen große und gut platzierte Reflektoren. Diese sollten auch auf einer separaten Regenschutzhülle für den Schulranzen appliziert sein. Inzwischen gibt es Schulranzen nicht nur in unzähligen Designs, sondern auch im praktischen Set, das den passenden Turnbeutel, ein Federmäppchen und häufig noch weitere Materialien beinhaltet.

Das sollte ab dem ersten Schultag unbedingt dabei sein:

  • Ein bis zwei Bleistifte
  • Farbige Buntstifte
  • Spitzer (am besten mit Döschen)
  • Ein kleines Lineal 
  • Radiergummi für Bleistift und Buntstift
  • Ein Füller mit Ersatzpatronen
  • Ein Tintenkiller
@Bru-nO (CCO-Lizenz)/pixabay.com

In manchen Schulen ist es üblich, dass die Erstklässler bei den Schreibübungen zunächst mit dem Bleistift arbeiten. In diesem Fall dürfen Füller und Zusatzequipment in der Anfangszeit ruhig zu Hause bleiben. Federmäppchen haben oft ein Klarsichtfach für den Stundenplan. Alternativ kann dieser auch im entsprechenden Fach im Schulranzen untergebracht werden.

Vielfach bitten Grundschulen auch darum, zusätzliche Bastelutensilien einzupacken. Dazu gehören: 

  • Eine Bastelschere 
  • Ein Klebestift
  • Eventuell Filzstifte oder Wachsmalstifte
  • Wasserfarbkasten 

Zusätzliche Materialien wie Zirkel und Geodreieck werden meist erst in weiterführenden Schulklassen benötigt. Auch alle anderen Schulmaterialien wie Schreibblöcke, Hefte, Bücher, Ordner oder ähnliches sollten Eltern erst in Abstimmung mit der Schule besorgen. Hier gibt es einige Wochen vor Schulbeginn meist eine ausführliche Liste, auf der die individuellen Vorgaben der Schule vermerkt sind.

Alles für eine leckere Pause

Pausen sind wichtig. Kinder sollten für die Pausenzeiten immer gut mit gesunden Snacks und zuckerfreien Getränken versorgt werden. Zur Ausstattung für Erstklässler gehört deshalb auch eine hochwertige Brotdose und eine wasserdichte Trinkflasche. 

Ideal sind Brotdosen mit herausnehmbaren Unterteilungen, die eine flexible Anpassungen an den jeweiligen Pausensnack ermöglichen. Inzwischen gibt es auch Modelle mit einem zusätzlichen Einlegeboden, unter dem sich ein Kühlakku integrieren lässt. So bleibt das Pausenbrot auch an heißen Sommertagen über Stunden hinweg kühl. 

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte alle persönlichen Materialien des Kindes schon vor dem ersten Schultag mit einem Namensaufkleber und gegebenenfalls der Klasse versehen. Es gibt praktische Sets aus Klebe- und Bügeletiketten, mit denen sich sogar einzelne Stifte oder die Kleidungsstücke im Sportbeutel mühelos beschriften lassen. So lassen sich verloren gegangene Gegenstände leicht wieder zuordnen und finden schnell zu ihrem Besitzer zurück.

Brustbeutel, Armbanduhr und Co.

Zur Grundausstattung für Erstklässler gehört auch ein Brustbeutel, in dem sich Kleingeld, eventuell eine Fahrkarte für Bus und Bahn oder Notizzettel mit wichtigen Telefonnummern oder medizinischen Notfallinformationen aufbewahren lassen. 

Auch eine kindgerechte Armbanduhr kann ein praktischer Begleiter sein. So haben Kinder immer die Uhr im Blick, damit sie sich auf dem Schulweg nicht vertrödeln. Hier gilt: einfach und robust sollte die erste Armbanduhr sein. Technischer Schnickschnack ist nicht nötig. 

Ob Erstklässler bereits ein eigenes Handy benötigen, ist häufig eine umstrittene Frage. Hier sollten Eltern die individuellen Lebensumstände berücksichtigen. Muss das Kind seinen Schulweg beispielsweise früh selbstständig bewältigen? Dann kann ein Notfallhandy Sicherheit bieten. Wie ist die Betreuungssituation nach der Schule geregelt? Gibt es gegebenenfalls gesundheitliche Aspekte, die eine flächendeckende Erreichbarkeit des Kindes notwendig machen? Grundsätzlich ist ein Handy für Erstklässler sicher nicht erforderlich, kann unter besonderen Umständen aber ein praktischer Begleiter sein.

| rtv Redaktion | 20. Mai 2020