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Gartenkunst in Moorriem

Gartenkunst in Moorriem

Mitten im ehemaligen Moor bei Oldenburg liegt eine Oase der Gartenkunst, die inspiriert und zum Nachmachen anregt. Hier blühen Ideen – am allerschönsten im Hochsommer!

Das schlichte, 300 Jahre alte Fachwerkhaus mit der kleinen Gärtnerei davor lässt kaum erahnen, was sich dahinter verbirgt: ein Garten mit verschiedenen Räumen, in denen sich klassische Gartenkunst mit modernen Gestaltungselementen trifft. Das macht Moorriem so besonders und zum Anziehungspunkt für Gartenfreunde, die auch nach praktikablen Anregungen für den eigenen Garten suchen.

Lebendige Vielfalt in drei Gartenbereichen

Die Besitzer Ute und Albrecht Ziburski haben nicht nur ein Gespür für Farben und Formen bewiesen, sie sind auch exzellente Pflanzenkenner. Wie nur wenige Privatgärten in Deutschland vereint Moorriem eine gelungene Gestaltung in verschiedenen aufeinanderfolgenden Gartenräumen:

Junigarten

Wenn man den schmalen Seitenweg am Haus vorbeigeht, öffnet sich eine ruhige Rasenfläche mit einigen alten Obstbäumen und wenigen Rosensträuchern. Von hier aus gelangt man über den Mittelweg in den sogenannten Junigarten. Wie in einem englischen Garten wachsen hier bunte gemischte Pflanzungen aus erlesenen Sträuchern, Rosen und Stauden wie Päonien oder Storchschnabel, die verschiedene Rittersporne begleiten.

Spätsommergarten

Wer dem Weg folgt, durchquert den wunderschönen Spätsommergarten mit Dahlien, Taglilien und Montbretien. Ihm folgt ein schattiger Gartenteil, wo sich vor dunklen Hecken die Schattenstauden wie Schauspieler auf der Bühne ein Stelldichein geben. Der Weg führt dann über einen Wassergraben. Dahinter wird man plötzlich von einer überbordenden Blütenfülle empfangen.

Staudengarten

In den Wiesen liegt der größte Gartenbereich, in dem vornehmlich im Hoch- und Spätsommer blühende Stauden für frische Farben und traumhaft schöne Strukturen sorgen. Verschiedene Sorten des Purpursonnenhutes (Echinacea purpurea) strahlen hier um die Wette mit elfenbeinweißen Asternwildformen, zartgelben Goldruten (Solidago) und den wilden Schönheiten der Wiesenknöpfe (Sanguisorba). Dazwischen setzen die lockeren tintenblauen Blütenkerzen der Duftnessel (Agastache) wirkungsvolle Akzente. In weiten Bögen wogt das Staudenmeer dahin.

Das Bemerkenswerte an Moorriem: Hier hat man die Schwünge der Beete kraftvoll inszeniert, sie wirken natürlich und harmonisch mit der weichen Kontur der Landschaft aus Wiesen, Gräben und Weiden der Wesermarsch zusammen. Für die Besucher ist der Staudengarten in den Hochsommer-Wochen besonders attraktiv und der Höhepunkt der Gartensaison in Moorriem.

Garten Moorriem
©rtv media group

Ganzjährig himmlische Gartenpracht

Doch das ganze Jahr über kann sich diese Anlage mit den schönsten Gärten dieses Landes messen – und braucht auch den Vergleich mit den berühmten englischen Gärten nicht zu scheuen. Es zeigt sich: Gute Ideen sorgen immer für den Gärtnerhimmel auf Erden!

Damit Besucher diesen auch zu Hause verwirklichen können, gibt es in Moorriem auch eine kleine, feine Gärtnerei. Hier verkaufen die Ziburskis selbst mit Sorgfalt vermehrte besondere Stauden, die in den Gartenräumen zu bewundern sind. Doch auch echte Raritäten von ausgesuchten holländischen Gärtnereien sind hier zu finden. Wildstauden, Gräser und viele Dahlien runden das Angebot ab.

Informationen zum Besuch

Wer den Garten Moorriem besuchen möchte, hat jedes Jahr von Mitte Mai bis Ende September dazu Gelegenheit.

Öffnungszeiten: freitags und samstags von 14–18 Uhr,
sonntags von 10–18 Uhr. 
Eintritt 5 Euro,
Huntorf 1, 26931 Elsfleth.

Kontakt: Tel. 0 44 85/46 29 04,
info@garten-moorriem.de, www.garten-moorriem.de

| rtv Redaktion | 1. September 2019