rtv empfiehlt » Heimkino-Tipp: “The Last Note – Sinfonie des Lebens”
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Heimkino-Tipp: “The Last Note – Sinfonie des Lebens”

Heimkino-Tipp: “The Last Note – Sinfonie des Lebens”

Im melancholischen Drama “The Last Note – Sinfonie des Lebens” spielt Patrick Stewart einen alternden Pianisten mit Lampenfieber.

Die Poesie der Musik

Regisseur Claude Lalonde legt mit dem ruhigen, fast schon poetischen Drama “The Last Note – Sinfonie des Lebens” ein Regiedebüt hin, das 96 Minuten komplett in sich ruht. Der aus Kanada stammende Filmemacher trat bislang nur als Autor in Erscheinung und verdiente seine Brötchen vorwiegend mit Büchern zu Komödien und Thrillern. Für seinen ersten Film als Regisseur greift er auf das Buch eines Kollegen zurück. Das des noch recht unbekannten Drehbuchautors Louis Godbout, der einen ähnlichen Karriereweg eingeschlagen hat. Lalonde geht es in “The Last Note” eben nicht nur vor der Kamera darum, den richtigen Ton zu treffen.

Ein zerbrechlicher Film

In seinem Drama “The Last Note” geht es um den alternden Pianisten Henry Field (Patrick Stewart), der nach dem Tod seiner Frau nach längerer Pause wieder auf die Bühne zurückkehren möchte. Doch Henry hat sich verändert, seitdem er allein ist. Er leidet nun unter extremem Lampenfieber. Gemeinsam mit der seelenverwandten Musikkritikerin Helen (Katie Holmes) versucht er, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen und einen versöhnlichen Abschluss mit der Trauer zu finden.

Für einen Film über einen Musiker ist es bemerkenswert, wie viel Stille Lalonde zulässt. Er zeigt die Suche nach der Sinfonie des Lebens. Und verliert auf dem Weg sicherlich manchen Zuschauer, der sich nicht darauf einlassen kann. Denn “The Last Note” schwelgt in seiner Langsamkeit und Melancholie. Ein zerbrechlicher Film, der vor allem dank Patrick Stewart und Katie Holmes gut funktioniert. In einer Nebenrolle ist der aus “Breaking Bad” bekannte Giancarlo Esposito als Henrys Manager zu sehen. Das wirkt authentisch und gegen Ende auch berührend.

©Lighthouse Home Entertainment

Das ist kein großes Kino, sondern ein sanftes Bad in der Schwermut. Was manchem Zuschauer vielleicht zu langweilig sein mag, wird für andere eine faszinierende Reise in das Leben eines Mannes, der erst wieder lernen muss, das Leben in sein Leben zu lassen. Freunde! Musik! Gefühle? “The Last Note” erschien am 9. Juli auf DVD und Blu-ray im Handel.

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| Sebastian Zapf | 19. Juli 2021