Startseite » rtv sieht fern » “Der Anfang von etwas”: ZDF-Film mit Ina Weisse
Startseite » rtv sieht fern » “Der Anfang von etwas”: ZDF-Film mit Ina Weisse

“Der Anfang von etwas”: ZDF-Film mit Ina Weisse

“Der Anfang von etwas”: ZDF-Film mit Ina Weisse

Zwischen Wehklagen und Weitermachen: Ina Weisse spielt in der tiefgründigen Siegfried-Lenz-Verfilmung “Der Anfang von etwas” eine trauernde Witwe.

Ein Jahr ist es her, dass Anne (Ina Weisse) ihren Mann Harry bei einem Schiffsunglück verlor. Noch immer kämpft die Witwe mit der Trauer und dem Schock der Tragödie. Eines Nachts wird sie von Geräuschen aus dem Schlaf gerissen. Ein Einbrecher. In letzter Sekunde kann sie einen Blick auf den Eindringling erhaschen – Harry.

Das TV-Drama “Der Anfang von etwas” ist inspiriert von der gleichnamigen Kurzgeschichte des 2014 verstorbenen Siegfried Lenz, die das Ereignis vor dem Schiffsunglück aus der Perspektive des Mannes erzählt. Am Neujahrsmorgen begibt er sich nicht auf See, sondern schleicht sich heimlich davon, um ein neues Leben zu beginnen. Durch das Schiffsunglück bleiben alle im Glauben, er sei tot.

Schuld oder der Versuch, zu vergessen

Der TV-Film, anders als die Kurzgeschichte aus Sicht der Frau erzählt, greift das “danach” auf. Ein Erklärungsversuch, was den Mann dazu bewegt haben könnte, aus seinem Leben zu flüchten und was die zurückgelassene Witwe durchlebt.

Ina Weisse füllt die ambivalente Rolle der Anne gewohnt überzeugend aus – zerbrechlich und geplagt von Schuldgefühlen. Dem gegenüber steht der impulsive Harry (stark: Juergen Maurer). Ein Scheideweg zwischen Vergangenheit und Zukunft, Ruhe und Sturm. Ganz so, als könne die See sich nicht zwischen Ebbe und Flut entscheiden.

| Katharina Montada | 24. September 2019