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Der neue “Polizeiruf 110” mit Verena Altenberger

Der neue “Polizeiruf 110” mit Verena Altenberger

In München soll am Sonntag, 15.9., im Ersten mit dem “Polizeiruf 110: Der Ort, von dem die Wolken kommen” eine neue Ära starten. In der Hauptrolle: die österreichische Schauspielerin Verena Altenberger

Der “Polizeiruf 110” aus München bescherte uns schon viele tolle Folgen, vor allem dank Edgar Selge und Matthias Brandt. Nun tritt die junge Österreicherin Verena Altbenberger (“Magda macht das schon!”) in diese Fußstapfen. Sie ist sich der Verantwortung bewusst: “Für mich eine Herausforderung und eine sehr, sehr große Ehre, in dieser Reihe aufzutauchen. Und mit Reihe meine ich sowohl den ,Polizeiruf München‘ an sich, als auch die Liste renommierter Schauspieler, die die Rolle bisher verkörpert haben.”

Eine einfühlsame Streifenpolizistin

Die Salzburgerin wird andere Akzente setzen als Selge und Brandt, die ihre Ermittler als wortkarge Grübler angelegt hatten. Altenberger spielt Bessie, eine kontaktfreudige, einfühlsame Streifenpolizistin, und beschreibt sie so: “Bessie hat aber für sich beschlossen, ein gutes Leben zu leben und sich von diesem Beruf und von allem, was er mit sich bringt, ihre positive Art und ihre Lebensfreude nicht nehmen zu lassen.”

Im ersten Fall hinterlässt die Neue einen erfrischenden Eindruck, ebenso ihre originellen Sidekicks (Andreas Bittl, Cem Lukas Yeginer). Und die Grundstruktur verspricht Abwechslung: Wegen Personalmangel wird “Streifenhörnchen” Bessie in diversen Abteilungen eingesetzt.

Seltsame Doppelhypnose

Allerdings dürfte der Einstand mit dem poetischen Titel “Der Ort, von dem die Wolken kommen” auch polarisieren. Die Handlung: Ein Junge namens Polou wuchs offenbar in einem Kerker auf, er ist verwahrlost, kann kaum sprechen, hat Narben. Um seinen Peiniger zu finden, lässt sich Bessie hypnotisieren, gemeinsam mit dem Jungen. Dieser Kniff bringt Überraschungen, macht den Film aber auch unglaubwürdig.

| Oliver Kinser | 10. September 2019