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Der Zweiteiler “Altes Land” im ZDF

Der Zweiteiler “Altes Land” im ZDF

Der ZDF-Zweiteiler “Altes Land” (Sonntag und Montag, 15. und 16.11., jeweils um 20:15 Uhr) nach Dörte Hansens Bestseller ist ein einfühlsames Drama über Heimat, Identität und Familie.

Große Themen

1945: Vera ist fünf Jahre alt, ein Kriegsflüchtling aus Ostpreußen, als sie mit ihrer Mutter Hildegard von Kamcke auf Ida Eckhoffs Apfelhof strandet. Dass sie nicht willkommen sind, lässt die Bäuerin die “Polacken” regelmäßig hören und spüren. Und doch findet die heimatvertriebene Vera hier im Alten Land ein Zuhause. 

Hildegard heiratet Idas Sohn Karl, verlässt ihn jedoch schon bald für eine standesgemäßere Partie in der Stadt. Vera lässt sie einfach zurück – um mit Marlene wenig später eine neue Tochter zu bekommen. Das Kriegskind und das Nachkriegskind der Hildegard von Kamcke: Noch Jahrzehnte später werden sie nicht warm miteinander. Jede ist auf die andere neidisch, ohne wirklich etwas über das Leben der Halbschwester zu wissen. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist ihre wenig liebevolle Mutter. Als solche wird auch Marlene von ihrer eigenen Tochter Anne empfunden. 

Starke Besetzung 

Drei Generationen, drei Frauen stehen im Mittelpunkt des ZDF-Zweiteilers “Altes Land” nach dem gleichnamigen Bestseller von Dörte Hansen. Regisseurin Sherry Hormann (“Nur eine Frau”) machte daraus einen berührenden Film mit großen Themen: Heimat, Zugehörigkeit, Identität. 

Dafür konnte sie ein hochkarätiges Ensemble gewinnen: rtv-Titelstar Maria Ehrich (oben, r.) und Iris Berben teilen sich die vielschichtige Hauptrolle der Vera, Nina Kunzendorf und Svenja Liesau überzeugen als modernes Mutter-Tochter-Paar Marlene und Anne. Für besonders eindringliche Momente sorgen Milan Peschel (oben, l.) als kriegstraumatisierter Karl und Peter Kurth als Veras lebenslanger Freund und Verehrer Hinni. Ein rundum gelungenes Werk.

| Susanne Bald | 9. November 2020