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Die Doku “Expedition Arktis” im Ersten

Die Doku “Expedition Arktis” im Ersten

Eine Doku in Kinoqualität: “Expedition Arktis” (Montag, 16.11., 20:15 Uhr im Ersten) lässt uns dabei sein bei der außergewöhnlichen Expedition des Forschungsschiffes “Polarstern”, das über ein Jahr eingeschlossen im Eis durch den Polarwinter driftete.

Ein Jahr im "ewigen" Eis

Es sind Bilder wie aus einer anderen Welt. Eine fahle Sonne steht kraftlos über einem endlosen Eisfeld. Kein Leben, nirgends. Nicht den Mars sehen wir hier, sondern eine der extremsten Regionen unseres Planeten. Eines Planeten in Gefahr. 

“Expedition Arktis” nimmt uns mit auf eine Reise, wie es sie so noch nie gab: Das Forschungsschiff “Polarstern” mit einem internationalen 300-köpfigen Forscherteam an Bord driftet ab September 2019 eingefroren durch das Polarmeer. Allein die Naturgewalt des Meereises bestimmt die Route zum Nordpol. 

Klimawandel im Zeitraffer

Am 12. Oktober 2020 ist das Unternehmen beendet, sind Hunderte Daten gesammelt, die uns ein Bild geben über das Fortschreiten des Klimawandels, der sich in der nördlichsten Region der Erde am frühesten und am deutlichsten zeigt: ein Blick in die Zukunft unseres gesamten Planeten.

Eine High-End-Doku präsentiert das Erste, aufwendig produziert von der UFA. Faszinierende Bilder, ernüchternde Erkenntnisse. “Was wir heute dort nicht messen, können wir schon in wenigen Jahren nicht mehr nachholen – da die Arktis dann eine andere Welt sein wird”, schildert Expeditionsteilnehmerin Prof. Dr. Antje Boetius die dramatische Geschwindigkeit des Wandels. Das “ewige” Eis ist endlich – wenn wir nicht bald anders denken und handeln.

Forscher bei der Arbeit: "Expedition Arktis"
©rbb/AWI/Stefan Hendricks
| Matthias Roth | 11. November 2020