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Die Komödie “Das Leben ist kein Kindergarten” im Ersten

Die Komödie “Das Leben ist kein Kindergarten” im Ersten

In der Komödie “Das Leben ist kein Kindergarten” (Freitag, 25.9., 20:15 Uhr im Ersten) hinterfragen Meike Droste und Oliver Wnuk als modernes Ehepaar auf unterhaltsame Art eingefahrene Rollenmuster im Berufs- und Familienleben

Frau Doktor, Herr Kindergärtner ... 

 Freddy und Juliana sind ein eingespieltes Team. Sie arbeitet als Ärztin und pendelt für die Arbeit täglich nach Zürich. Er ist Erzieher im heimischen Konstanz, schmeißt nebenbei den Haushalt und kümmert sich um die beiden Kinder.

Kleinere und größere Katastrophen wie berufsbedingten Läusebefall meistert das moderne Pärchen mit Humor und Warmherzigkeit. Doch unter der harmonischen Oberfläche brodelt es, auch wenn Freddy das zunächst nicht wahrhaben will. Juliana ist das Pendeln leid. Sie wünscht sich mehr Zeit mit der Familie, mit ihrem Mann. 

Das rückt in greifbare Nähe, als der Medizinerin eine Beförderung angeboten wird: die Leitung der Kinderonkologie. Was allerdings einen dauerhaften Umzug in die Schweiz voraussetzen würde. Freddy will aber in Konstanz bleiben, wo er Aussicht auf die Leitung seiner Kindertagesstätte hat. Der Streit über die Zukunft droht das Paar zu zerreißen, es kommt zum Streit. 

Dass dann auch noch Freddys Vater vor der Tür steht, der sich seit 18 Jahren nicht mehr gemeldet hat, und Tochter Zoe beim Klauen erwischt wird, macht die Situation nicht leichter …

Vom echten Leben inspiriert

Der Hauptdarsteller Oliver Wnuk alias Freddy hatte nicht nur die Idee für die charmant-turbulente Familiengeschichte mit Tiefgang, er schrieb auch gleich das Drehbuch. 

Zwar ist “Das Leben ist kein Kindergarten” sein erstes Skript, schriftstellerisch hat Wnuk jedoch bereits Erfahrung als Autor zweier Romane (u.a. “Luftholen”). “Ich wollte eintauchen in die Herausforderungen einer modernen Familie, in der es darum geht, Karriere und Familie unter einen Hut zu bekommen, ohne dass sich jemand benachteiligt fühlt”, erklärt Wnuk, selbst zweifacher Vater, seine Inspiration. 

Damit lag er auch bei seiner Filmpartnerin, rtv- Titelstar Meike Droste, genau richtig: “Mich interessierte besonders Olivers Versuch, eine funktionierende Familie mit all den archetypischen Problemen einer Beziehung darzustellen”. Als Mutter zweier Kinder ist der Schauspielerin die Gratwanderung zwischen Familie, Beruf und eigenen Bedürfnissen nicht fremd. 

Umso erfrischender findet sie, dass sie nun in einem Film die weibliche Hauptrolle spielt, der eingefahrene Rollenbilder hinterfragt und umdreht. “Diese Umkehrung in unserer Gesellschaft empfinde ich als sehr wichtig, jedoch ist sie noch lange nicht so integriert wie nötig. Nach wie vor ist es doch so, dass bei einer solchen Umkehrung die Männer gelobt werden. Dass Frauen arbeiten und gleichzeitig die Kinder versorgen, gilt nach wie vor als selbstverständlich. Ich wünsche mir da insgesamt mehr Selbstverständlichkeit auf beiden Seiten.”

"Das Leben ist kein Kindergarten": Freddy (Oliver Wnuk) und Ehefrau Juliana (Meike Droste)
©ARD Degeto/Reiner Bajo
| Kristin Lenk | 16. September 2020