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Generation Helikopter-Eltern?

Generation Helikopter-Eltern?

Loslassen lernen

Noch Fürsorge oder schon Bevormundung? In “Generation Helikopter-Eltern?” untersucht Collien Ulmen-Fernandes das Verhalten von Eltern.

“Also, eigentlich finde ich, dass die Kinder die meisten Sachen alleine können.” Sagt ein Kind. Ein anderes: “Ich kann das. Aber die vertrauen mir einfach nicht.” Zitate aus der neuen zweiteiligen ZDFneo-Doku mit Collien Ulmen-Fernandes.

Die Moderatorin hatte für den Sender schon in “No more Boys and Girls” das Rollenverhalten bei Grundschulkindern untersucht, nun nimmt sie die Eltern aufs Korn. Helikopter-Eltern. Wann wird aus liebevoller Fürsorge eine beengende Bevormundung, die das Kind nicht mehr nur noch schützt, sondern auch in seiner natürlichen Entwicklung hemmt?

rtv-Titelstar Ulmen-Fernandes, seit 2011 verheiratet mit dem Schauspielkollegen und Produzenten Christian Ulmen, ist selbst Mutter einer siebenjährigen Tochter und weiß: “Ein bisschen Helikopter sind wir alle.” 

Was sind Helikopter-Eltern?

“Ich glaube, es sind Eltern, die einen Propeller auf dem Kopf haben”, mutmaßt ein kleiner Protagonist lustig. Im Ernst formuliert es der Exgymnasiallehrer Josef Kraus etwas anders: “Das sind Eltern, die ständig über den Kindern kreisen und sofort, wenn  sie glauben, dass es notwenig ist, zu landen und einzugreifen.”

Eingriffe, die eine natürliche Entwicklung behindern können. Mithilfe von kleinen Experimenten verdeutlicht Ulmen-Fernandes das Problem. Außerdem geht es um Elterntaxis, die die Kinder direkt vor der Schule absetzen, und Anbieter von elektronischen Überwachungsgeräten, die eine 100-prozentige Kinderbeobachtung ermöglichen. Ulmen-Fernandes: “Grundsätzlich wird sehr viel Geld mit der Angst  der Eltern gemacht.”

| Andreas Herden | 27. November 2019