rtv sieht fern » Klassiker-Doppelpack mit Jack Lemmon und Shirley MacLaine im SWR
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Klassiker-Doppelpack mit Jack Lemmon und Shirley MacLaine im SWR

Klassiker-Doppelpack mit Jack Lemmon und Shirley MacLaine im SWR

In den frühen 1960ern kam es genau zweimal zur Zusammenarbeit eines besonderen Duos. Am Samstag, den 14. November kann man beide Werke zu später Uhrzeit im SWR genießen.

Jahrzehnte später immer noch sehenswert

Jack Lemmon und Shirley MacLaine standen vor knapp 60 Jahren für zwei Filme gemeinsam vor der Kamera, beide Male unter der Regie von Billy Wilder. Das Ergebnis waren zwei sehr verschiedene aber gleichermaßen erfolgreiche Komödien, “Das Appartement” von 1960 und “Das Mädchen Irma la Douce” von 1963.

Ob zaghafte Annäherung in den Wirren von Affären und Arbeitsleben in New York oder schlagfertige Verführung im Rotlichtmilieu von Paris, Lemmon und MacLaine schaffen es in beiden Konstellationen, einen in ihren Bann zu ziehen.

Doch obwohl für beide Schauspieler noch Dekaden spannende erfolgreiche Karrieren folgen sollten, waren sie danach nie wieder zusammen in einem Film zu sehen. Wirklich schade, lassen die existierenden Werke doch erahnen, was noch alles hätte kommen können.

"Das Appartement": Kartenspiele mit einer Aufzugdame

“Das Appartement” ist für Lemmons Figur C.C. “Bud” Baxter das Handelsgut, mit dem er sich den Aufstieg auf der Karriereleiter erkauft. Indem er sein Heim seinen Vorgesetzten als Unterschlupf für ihre außerehelichen Begegnungen zur Verfügung stellt, steigt Bud schnell in ihrem Ansehen und so auch in seiner Position. Zum vollen Glück fehlt ihm nur noch die Zuneigung von MacLaines Aufzugdame Fran Kubelik. Doch die ist die Geliebte des Chefs, der den nächsten Karriereschritt in der Hand hat.

Oft als Komödie bezeichnet, ließe sich “Das Appartement” ebenso passend als Drama oder Satire einordnen. Billy Wilder gelingt es, all dies gekonnt miteinander zu vereinen. Die Melancholie einsamer Menschen in der großen Stadt, die als Zahnräder in der Maschinerie einer großen Versicherung verbaut sind. Die Skrupellosigkeit der Vorgesetzten, die in ihrem Verhalten so gar nicht den Vorstellungen der frühen 1960er Jahre entsprechen. Die Menschlichkeit im Nachbarappartement, von der man nur lernen kann. Und zwischen all dem Lemmon und MacLaine mit leisem Witz, anziehender Chemie und einem Tennisschläger als Nudelsieb.

Sendetermin: In der Nacht vom 14. auf den 15. November, 1:35 Uhr, SWR

Szene aus
©MGM

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"Das Mädchen Irma la Douce": Kartenspiele mit einem Lord

In “Das Mädchen Irma La Douce” verliebt sich Lemmon als Pariser Polizist in die Titelfigur, gespielt von MacLaine. Doch die ist Prostituierte und stolz auf ihre Arbeit, will diese nicht für ihn aufgeben. So weiß er sich nicht anders zu helfen, als in die Rolle eines englischen Lords zu schlüpfen und sich ihre Zeit und Treue hinterrücks zu kaufen. Der Beginn von emotionalen Verwicklungen, die schon bald zu einem großen Durcheinander führen.

Weniger subtil als die erste gemeinsame Arbeit des Trios, setzt der Film von 1963 vermehrt auf Verkleidungen und Verwechslungen, Schlägereien und Slapstick. Dabei wäre es nach Wilders ersten Überlegungen fast gar nicht zu der Wiedervereinigung gekommen, war zuerst eigentlich Marylin Monroe als Irma vorgesehen, die jedoch zu früh verstarb. So schaffen es Lemmon und MacLaine es zusammen erneut, die Beziehung ihrer Figuren zu einem Highlight zu machen. Diese ist hier nun wesentlich weniger zurückhaltend aber ebenso echt und berührend, wie jene im “Appartement”.

Sendetermin: 14. November, 23:20 Uhr, SWR

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| Ollie Bothe | 6. November 2020