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Science-Fiction im Ersten: Das Drama “Exit”

Science-Fiction im Ersten: Das Drama “Exit”

rtv-Titelstar Laura de Boer spielt eine tragende Rolle im Drama “Exit” (Mittwoch, 28.10., 20:15 Uhr, Das Erste), einem futuristischen Verwirrspiel um ewiges digitales Leben.

Geisterstunde 2.0

“Die Technik ist zu einer eigenen Identität geworden, die neben den Menschen existiert. Nun stellt sich die Frage, wie wir damit umgehen und was uns Menschen ausmacht”, sagt rtv-Titelstar Laura de Boer. In diesem Film von Sebastian Marka soll die Technik kurz gesagt für “ewiges Leben” sorgen. Genau genommen für “ewiges digitales” Leben. 

Die Firma INFINITALK macht dies möglich. Sie hat eine künstliche Intelligenz entwickelt, die Aussehen, Sprache, Stimme, Wesen, Geist und Humor eines Menschen digitalisieren kann. Gespenstisch. Findet auch Luca, Mitbegründerin der Firma, gespielt von Laura de Boer, und stellt sich gegen den höchst lukrativen Verkauf an ein japanisches Unternehmen. Am nächsten Morgen ist sie verschwunden. 

Nicht alle Gefühle ausgeschaltet

Entführt? Abgehauen? Ihr Ex-Verlobter Linus macht sich auf die Suche. Und weiß bald nicht mehr, wie echt seine Freunde und Feinde sind. Wie echt die Welt ist, oder ob nicht alles eine einzige Simulation ist. Der Schriftsteller Simon Urban schrieb die Kurzgeschichte, die im Jahr 2047 spielt und dem Film zugrunde liegt, ein kleiner Science-Fiction-Vorgeschmack auf die ARD-Themenwoche “#WIELEBEN. Bleibt alles anders” vom 15. bis 21. November. 

In der futuristischen Optik und bei den ausgebufften Spezialeffekten wirken die echten Schauspieler zwar manchmal ein klein wenig verloren, schaffen es aber dann doch, natürliche Emotionen zu wecken. Auch digitale Geisterstunden können eben bewegen. Vielleicht auch, weil eine ganz analoge Krimi- und Liebesgeschichte beigemischt wird.

| Andreas Herden | 20. Oktober 2020