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Start der neuen Vox-Serie “Rampensau”

Start der neuen Vox-Serie “Rampensau”

In der neuen Vox-Eigenproduktion “Rampensau” (ab Mittwoch, 20.11., 20:15 Uhr) schlüpft Jasna Fritzi Bauer in die Rolle einer erfolglosen Schauspielschülerin, die im Auftrag der Polizei eine 16-jährige Schülerin spielt. Klingt verwirrend? Ist aber ziemlich gelungen.

“Du siehst aus wie 12”, sagt die Regisseurin zu Shiri (Jasna Fritzi Bauer), die gerade beim Vorsprechen auf der Theaterbühne alles gegeben hat. Aber für die Rolle einer erwachsenen Frau passe das mit dem jugendlichen Aussehen eben nicht so ganz, auch mit ihrer Energie könne sie ihr kindliches Aussehen nicht kompensieren. Es brodelt in der dreißigjährigen Shiri – und dann explodiert sie ein zweites Mal: “Ich kompensier’ dir gleich in die Fresse, mann!”, kontert sie und stürmt von der Bühne.

So beginnt die mittlerweile vierte Vox-Eigenproduktion “Rampensau”, die der Kölner Sender ab Mittwoch, 20.11., um 20:15 Uhr immer mittwochs in Doppelfolgen zeigt. Das Finale der zehnteiligen Serie läuft somit kurz vor Weihnachten, am 18.12. Bei TVNOW können registrierte User die Folgen jeweils auch bereits sieben Tage vor Ausstrahlung abrufen.

Darum geht’s: "Viel zu krass ..."

Für Shiri Conradi läuft es nicht wirklich prickelnd: Freund weg, Job verloren und auch sonst eckt sie mit ihrer verdammt kurzen Zündschnur überall an. Als ihr Ex-Freund Jonas (Benjamin Lillie, l.) mit einem Haufen Drogen erwischt wird, lässt sie sich auf einen Deal mit der Polizei ein. 

©TVNOW/Stefan Erhard

Am Michael-Ende-Gymnasium soll sie undercover als verdeckte Ermittlerin eine Schülerin spielen, um die dortige Drogenquelle aufzuspüren. Denn: Die Tochter des Berliner Innensenators hat während einer Schulparty eine Überdosis erwischt. Wenn Shiri mitspielt, kommt Jonas frei …

“Rampensau” basiert auf einer israelischen Serie, als Autoren war das “Club der roten Bänder”-Duo Arne Nolting und Jan Martin Scharf am Werk. In der Pilotfolge wird zunächst die Basis für den Undercover-Einsatz gelegt. Der Zuschauer kann sich mit Shiri, ihren Freunden, dem Polizisten Ulf Rudnik (Peter Fieseler, r.) und der Situation am Michael-Ende Gymnasium um Direktor Bastian Tees (Florian Bartholomäi) vertraut machen. Das macht Lust auf mehr! 

Weil die Motivationen der meisten Figuren noch unklar bleiben, einfallsreich und flott erzählt wird, und weil Shiri einfach ein echtes Unikat ist: impulsiv, frech und trotzdem sympathisch. Aber sie weiß auch, wo ihr Problem liegt: “Ich bin einfach viel zu krass. Ich bin viel zu viel. Ich seh’ aus wie verfickte 12 und bin 30. Glaubt mir keiner.”

Das Rampensau-Gen

Jasna Fritzi Bauer ist die perfekte Besetzung für den Derwisch Shiri. Die Rolle “freche Göre” beherrscht die 30-jährige Schauspielerin perfekt. Sich selbst sieht sie nicht als klassische Rampensau, auch wenn man “… ohne ein bisschen ein “Rampensau-Gen” zu haben, gar kein Schauspieler sein könnte. Aber in mir steckt weniger ‘Rampensau’, als man denkt, glaube ich.” 

Bekannt wurde Bauer vor allem durch die Hauptrolle der sechszehnjährigen Mifti in Helene Hegemanns Verfilmung ihres eigenen Romans “Axolotl Roadkill”. Zuletzt sorgte sie in Christian Ulmens “jerks” und als Jugendliche von der Straße in der Netflix-Serie “Dogs of Berlin” für Aufsehen. Ihre erste Serienhauptrolle spielt Bauer wohl auch deshalb mit einem permanenten Augenzwinkern: “Ich bin ja selbst 30 und verkörpere in der Serie eine 30-Jährige, die eine 16-Jährige spielt. Und genau das ist der Unterschied zu den Rollen, die ich sonst oft spiele”, so Bauer im Interview. 

Fazit: Ob Fans der Krankenhausserie “Club der roten Bänder” bei der lauten und turbulenten “Rampensau” eine neue Heimat finden werden, sei mal dahingestellt. Trotzdem überzeugt die Serie mit Tempo, viel Witz und einem ganz eigenen Charme. Das liegt zu einem großen Teil an der der famosen Hauptdarstellerin Jasna Fritzi Bauer. 

Jasna Fritzi Bauer
©TVNOW/Florian Kolmer
| Björn Sommersacher | 15. November 2019