The Americans

Elizabeth und Phillip Jennings sind "The Americans". Nach Außen ein ganz normales amerikanisches Ehepaar. Was keiner weiß: In Wahrheit handelt es sich um KGB-Spione, die den kapitalistischen Feind Mitte der 1980er-Jahre ausspionieren und Staatsgeheimnisse stehlen sollen.

 

Mein Nachbar, der Spion

USA, kurz nach dem Amtsantritt von Präsident Ronald Reagan: Elizabeth Jennings (Keri Russell) und ihr Mann Phillip (Matthew Rhys) leben in einer Vorstadtsiedlung in der Nähe von Washington, D.C.. Ein glückliches, harmonisches Paar mit einem düsteren Geheimnis: Ihre wahren Namen sind Nadezhda und Mischa, ihre wahre Identität die von KGB-Agenten, ihre Ehe ist nur arrangiert. Nicht einmal ihre beiden Kinder Paige (Holly Taylor) und Henry (Keidrich Sellati) wissen davon, dass ihre Eltern im Auftrag der Sowjetunion Dissidenten aufspüren und Staatsgeheimnisse an „den sowjetischen Feind“ weitergeben.

Während Elizabeth keinen Zweifel daran hat, dass das kommunistische System das Bessere ist, hadert ihr Schein-Gatte Phillip mehr und mehr mit seinem Handeln. Er könnte sich sogar vorstellen, überzulaufen. Da Elizabeth zunehmend Gefühle für ihren Genossen entwickelt, verschweigt sie dessen Zweifel zunächst jedoch ihren Vorgesetzten. Als sich ihr neuer Nachbar Stan Beeman (Noah Emmerich) als FBI-Agent entpuppt und sich zudem Paige in dessen Sohn verliebt, droht das Doppelleben der Jennings aufzufliegen.

Realer Hintergrund, spannend adaptiert

Die Idee zu dieser spannenden Serie über feindliche Agententätigkeit während des Kalten Kriegs stammt von Joe Weisberg, der selbst lange Zeit als CIA-Agent tätig war – und sie ist keine Fantasie: Im Jahr 2010 wurden mehrere russische Spione in den USA enttarnt, die jahrelang mit „ihren“ Familien inmitten der amerikanischen Gesellschaft scheinbar unauffällige Leben führten. Keine ihrer Freunde und Nachbarn ahnten etwas von ihrer Agententätigkeit.

Der Serie gelingt es hervorragend, das Klima der Verunsicherung und Geheimniskrämerei gegenüber dem „feindlichen System“ in den 1980er-Jahren einzufangen. Obwohl vornehmlich aus dem Blickwinkel der „Bösen“, der spionierenden Agenten erzählt, gelingt es „The Americans“ problemlos, die Zuschauer in seinen Bann zu ziehen und zum mitfiebern zu animieren. Die ständige Angst der Protagonisten, enttarnt zu werden, das Verheimlichen der eigenen, wahren Gefühle gegenüber Freunden und selbst der eigenen Kinder, aber auch der Reiz des alltäglichen Agentenlebens lassen das Adrenalin beständig in die Höhe schnellen.

Prominenter Fan

Das scheint auch auf die Schauspieler abzufärben: Die beiden Hauptdarsteller Keri Russell und Matthew Rhys lernten sich am Set näher kennen und sind seit 2014 zusammen. Im Januar 2016 wurde bekannt, dass sie ihr erstes gemeinsames Kind erwarten. Ein weiterer interessanter Fakt zur Serie: In einer Folge ist das Lied „Under Pressure“ von Freddie Mercury und David Bowie zu hören. Die Rechte an dem Song gab Bowie nur zwei Tage vor seinem überraschenden Tod zur Verwendung frei, da er ein Fan von „The Americans“ war.

Obwohl die Serie bereits mehrere wichtige TV-Preise gewann, soll nach der sechsten Staffel im Jahr 2018 Schluss sein. In Deutschland wurden bisher drei Staffeln sowohl auf ProSieben Maxx als auch Sat1 emotions ausgestrahlt.

Spionage, Geheimniskrämerei und unterdrückte Gefühle: „The Americans“ zählt zu den spannendsten und interessantesten Drama-Serien des Genres und ist sowohl historisch interessierte Zuschauer als auch Fans von James-Bond-Filmen einen Blick wert.

Information

  • Produktionsjahr:
    seit 2014
  • Produktionsland:
    USA

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