Lucifer

Im Mittelpunkt der Krimiserie steht kein Geringerer als der leibhaftige Teufel: Lucifer Morningstar hat die Regentschaft der Hölle gegen den Nachtclub „Lux“ eingetauscht. Ein Mord lenkt die Existenz des gefallenen Engels in neue Bahnen.

Der Teufel steckt im Detail – und nicht in der Hölle

Was, wenn sich der Teufel entscheidet, nicht mehr Herr über die Hölle sein zu wollen? Nach Tausenden von Jahren hat seine höllische Majestät genug davon, für das Übel der ganzen Welt verantwortlich gemacht zu werden. Schließlich ist er nur für die Bestrafung zuständig und nicht für die Entscheidung der Menschen, Böses zu tun. Und so zieht Lucifer Morningstar (Tom Ellis) mit seiner Vertrauten und Leibwächterin Mazikeen (Lesley-Ann Brandt), genannt Maze, nach Los Angeles. Dort lenkt er sich als Nachtclub-Besitzer mit Wein, Weib und gelegentlichem Gesang von seinen Daddy-Issues ab. Sehr zum Ärger des Engels Amenadiel (D.B. Woodside), der dafür zu sorgen hat, dass Lucifer seinen Platz auf dem Höllenthron wieder einnimmt.

The Devil Made Me Do It

Als eine Bekannte vor seinem Club ermordet wird, führt Lucifers Bedürfnis, die Täter zu bestrafen, ihn zu Detective Chloe Decker (Lauren German). Die ist nicht nur gegen Lucifers teuflischen Charme immun. Sie kanzelt auch seine vergeblichen Versuche, zu beweisen, dass er der Teufel ist, als amüsante Schrulle ab. Die Faszination des Höllenfürsten ist geweckt. Schon bald bildet er mit der genervten Polizistin ein höllisch gutes Ermittler-Duo. Denn Lucifers Fähigkeit, den Menschen ihre düstersten Geheimnisse und Wünsche zu entlocken, erweist sich bei der Verbrecherjagd als nützlich.

Vom Kult-Comic zum Serienhit

Die von Tom Kapinos für den US-Sender FOX entwickelte Serie basiert auf der Comicreihe „Lucifer“ von DC Vertigo. Ursprünglich tauchte Lucifer als Nebenfigur in den Kult-Comics „The Sandman“ von Neil Gaiman, Sam Kieth und Mike Dringenberg auf. Seine eigene Comicreihe bekam er erst später. Der britische Darsteller Tom Ellis schlüpft für die Serien-Adaption in die Titelrolle des Lucifer Morningstar. Er verleiht dem Leibhaftigen wahrhaft teuflisches Charisma und eine erstaunlich berührende Charaktertiefe.

Sympathy for the Devil

Wie die Comics stellt auch die Serie die Frage nach Lucifers eigenem Seelenheil in den Mittelpunkt: Ist der Teufel gar nicht böse, sondern nur moralisch flexibel? Mit seiner Bestimmung als Höllenfürst, auferlegt durch den Plan seines himmlischen „Vaters“, hadert Lucifer dauerhaft. Nicht nur bei Comicfans, auch beim TV-Publikum kam das gut an. Nachdem das Fantasy-Format in den USA im Januar gestartet war, gab Fox im April die Bestellung einer 2. Staffel bekannt.

Wenn der Teufel auf Mörderjagd geht, ist höllisch gute Unterhaltung garantiert

 

 

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