Doctor Who

Kultiger Dauerbrenner aus England: „Doctor Who“ reist seit 1963 durch Zeit und Raum. In seinen verschiedenen Inkarnationen begeistert er immer wieder neue Generationen.

Kein Name und ein flexibles Äußeres

Schon der Titel der BBC-Serie ist ein witziges Sprachspiel: Die Hauptfigur bleibt namenlos und stellt sich als „Der Doktor“ vor. Das zieht häufig die Frage „Doctor Who?“ („Doktor wer?“) nach sich. Ebenso wenig wie einen Namen hat er ein festes Äußeres. Denn als Time Lord kann sich der Doktor nach seinem Tod bis zu zwölf Mal regenerieren – und so spielend leicht von wechselnden Schauspielern verkörpert werden. Mit seinen Begleitern ist Doctor Who in der Raum-Zeit-Maschine TARDIS unterwegs, die von außen wie eine alte Polizei-Notrufzelle aussieht. Damit stolpern sie von einem Abenteuer ins nächste. Meist geht es um die Rettung der Erde oder gleich des ganzen Universums.

Seit über 50 Jahren erfolgreich

Den ersten „Doctor Who“ verkörperte der Schauspieler William Hartnell (1963–1966). Zwischen 1963 und 1989 lief die Serie regelmäßig. Die anschließende Pause wurde nur von dem wenig erfolgreichen Fernsehfilm „Doctor Who – Der Film“ aus dem Jahr 1996 unterbrochen.

2005 verpasste die BBC ihrer Kultserie ein Reboot: Eine Staffel lang übernahm Christopher Eccleston das Steuer der TARDIS. Rechtzeitig zum Weihnachts-Special 2005 übernahm mit David Tennant einer der populärsten „Doctor Who“- Darsteller aller Zeiten. Seit 2013 ist Peter Capaldi als mittlerweile 12. Inkarnation des Titelhelden zu sehen. Wer nach Capaldi das Steuer der TARDIS übernimmt, ist bei britischen Buchmachern bereits ein heißes Thema. Bislang wurden über 800 Episoden der Serie produziert, dazu mehrere Specials.

Funktioniert der Doktor auch in Deutschland?

In Großbritannien ist „Doctor Who“ absoluter Kult. Für jeden neuen Darsteller, der die Hauptrolle übernimmt, gibt es eigens eine Primetime-Show. Das deutsche Fernsehen hingegen konnte mit der Serie lange Zeit wenig anfangen. Dabei hat die Serie eine ganz eigene Faszination: Da sind zum einen die faszinierenden und tiefgründig gezeichneten Charaktere. Zum anderen verblüfft die schiere Fülle von Stilen. Diese decken die ganze Genre-Bandbreite ab: von klassischer Science-Fiction über herrlich komische Geschichten bis hin zu herzzerreißend emotionalen Dramen. Erst 1989 lief die Serie erstmals in Deutschland, zunächst auf RTL plus, später auch auf RTL und Vox. Die Neuauflage wurde ab 2009 zunächst auf Pro 7 ausgestrahlt, später dann auf dem Pay-TV-Sender FOX. Seit 2016 läuft „Doctor Who“ bei Eins Festival und kehrte damit ins Free-TV zurück.

Herz, Witz, Spannung und Tiefgang: „Doctor Who“ hat für jeden die richtige Medizin

 

Sendung empfehlen