Lost Girl

Sukkubus Bo ist schlagkräftig und sexy. Als übernatürliche Privatdetektivin löst sie in der Mystery-Serie „Lost Girl“ übernatürliche Fälle. Dabei geht es körperlich in jeder Hinsicht ordentlich zur Sache.

Grenzgängerin zwischen Licht und Dunkelheit

„Petit mort“ nennen die Franzosen den Orgasmus – „kleiner Tod“. Einen großen Tod verursacht die schöne Bo (Anna Silk) bei ihrem ersten Mal: Mit ihren Küssen saugt sie ihrem Partner das Leben aus dem Leib. Und macht sich traumatisiert von diesem für sie völlig unverständlichen Erlebnis aus dem Staub. Was Bo, die bei Pflegeeltern aufwuchs, erst später erfährt: Sie ist ein Sukkubus und gehört zu einer langen Linie übernatürlicher Wesen, den Fae. Von den Fae vor die Wahl gestellt, sich für die Seite des Lichts oder der Dunkelheit zu entscheiden, geht Bo entschlossen ihren eigenen Weg: Sie will neutral bleiben. Fortan arbeitet sie als Privatdetektivin für beide Seiten.

Unterstützt wird sie von dem flippigen Straßenmädchen Kenzi (Ksenia Solo) und dem Cop Dyson (Kristen Holden-Ried). Der Werwolf übt buchstäblich eine tierische Anziehungskraft auf Bo aus. Zwischen Bo und der menschlichen Ärztin Lauren (Zoie Palmer) knistert es ebenfalls gewaltig. Diese romantischen Turbulenzen lenken Bo gelegentlich von ihrem eigentlichen Ziel ab: Sie will ihre Vergangenheit aufdecken.

 

Sagenwelt von A bis Z und eine schauspielerische Höchstleistung

Charmed“ trifft „Akte X“ trifft „Buffy“ trifft „True Blood“: In der kanadischen Mystery-Serie tummeln sich Sagengestalten von A wie Amazone bis Z wie Zwerg. Das Setting bedient sämtliche Sub-Kulturen von Gothic bis Steampunk. Neben der obligatorischen Jagd nach dem Monster der Woche ist Bos Suche nach sich selbst das tragende Element der Handlung.

Herausragend an „Lost Girl“ ist das Gespür für das Alltägliche im Mystischen. Die Miete muss bezahlt, Berichte müssen geschrieben werden. Die Helden haben Sex, um einfach mal Dampf abzulassen. Herausragend ist auch die in jeder Hinsicht fabelhafte Ksenia Solo als Kenzi: Die aus „Black Swan“ bekannte Darstellerin gibt Bos menschliche Gefährtin mal süß, mal spitzzüngig, mal knallhart, mal verletzlich. Und spielt all diese Facetten, als hinge ihr Leben davon ab. Allein ihretwegen lohnt sich das Einschalten. „Lost Girl“ feierte am 12. September 2010 auf dem kanadischen Kabelsender Showcase Premiere. In Deutschland war die Serie bei Super RTL zu sehen.

 

Frauen, die hauen, und ein heißer Werwolf – für alle Serienjunkies, die „Buffy“ vermissen, ist „Lost Girl“ genau das Richtige

 

Information

  • Altersempfehlung:
    ab FSK 12 Jahren
  • Produktionsjahr:
    von 2010 bis 2014
  • Staffeln:
    5
  • Produktionsland:
    Kanada

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