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Alice Dwyer

Alice Dwyer

Die vielseitige Alice Dwyer fasziniert immer wieder in abgründigen Rollen – ihren Traum von der Schauspielerei erfüllte sie sich bereits als Kind.

Wann immer Alice Dwyer im TV oder auf der Kinoleinwand auftaucht, geraten die Feulletonisten ins Schwärmen. Eine “erotische Melancholie” umgebe die zierliche Schauspielerin mit den riesigen blauen Augen, eine “rätselhaft-dunkle Eleganz”. Was nicht zuletzt an Alice Dwyers Hang zu abgründigen Rollen liegt. Im “Amsterdam-Krimi” ist sie als verdeckte Ermittlerin zu sehen, im “Tatort: Déjà-vu” schockierte sie im vergangenen Jahr als Freundin eines Kindermörders.

Auch Dwyers Figur in der ZDF-Krimireihe “Herr und Frau Bulle”, die Kommissarin Yvonne Wills, hat jede Menge Geheimnisse. Vor allem vor ihrem Ehemann Heiko (Johann von Bülow), mit dem sie gemeinsam in Berlin auf Verbrecherjagd geht.

Preisgekröntes Naturtalent

Schon als Kind träumte Alice Dwyer davon, vor der Kamera zu stehen. Im zarten Alter von neun Jahren nahm sie die Sache einfach selbst in die Hand: Sie durchsuchte sie das Telefonbuch nach Schauspielagenturen, stellte sich vor – und hatte mit elf die erste Hauptrolle in der Tasche: Im Kinofilm “Anna Wunder” beeindruckte sie als Tochter einer Trinkerin. Mit 20 wurde Dwyer, die den Namen ihrer neuseeländischen Mutter als Künstlernamen angenommen hat, mit dem Max-Ophüls-Preis als Beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Und das ganz ohne Schauspielstudium.

Zweifel an ihrer Berufung habe sie nie gehabt, erklärte die gebürtige Berlinerin einmal in einem Interview. Nur das Bedürfnis noch mehr und noch besser zu arbeiten sei mit den Jahren gewachsen. Privat fühlt sich Alice Dwyer längst angekommen. 2018 heiratete sie ihren Schauspielkollegen Sabin Tambrea, den sie bei den Dreharbeiten zum gemeinsamen Film “Ma Folie” kennenlernte.

| rtv Redaktion | 5. September 2019